Jugend
8.2.2022
Von vorOrt.news

Die Stimme der Tutzinger Jugend ist im Amt

Zehn Mitglieder des neuen Jugendbeirats gewählt – Paul Friedrich ist Vorsitzender

In Tutzing gibt es erstmals einen Jugendbeirat. Seine Wahl ist abgeschlossen, seine Mitglieder stehen fest: Josef Arcypowski, Julia Bröter, Juliana von Brühl-Störlein, Laurens Burth, Anna Chatziiordanidou, Paul Friedrich, Lena Kerbs, Fabian Möller, Tobias Möller und Tim Terbrack.

Am vergangenen Samstag haben sich die Gewählten bereits zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen. Eingeladen haben dazu Bürgermeisterin Marlene Greinwald und der Jugendbeauftragte des Gemeinderats, Claus Piesch. Zum Vorsitzendenden des Jugendbeirats ist bei dieser Sitzung Paul Friedrich gewählt worden. Erste stellvertretende Vorsitzende wurde Juiana von Brühl-Störlein, zweite stellvertretende Vorsitzende Anna Chatziiordanidou.

Ihre Stimmen konnten die Tutzinger Jugendlichen bis zum 31. Januar abgeben. Für den ersten Tutzinger Jugendbeirat hatten sich zehn Kandidaten zur Wahl aufstellen lassen. Da es elf mögliche Sitze gab, sich aber weniger Kandidaten meldeten, wurden alle Bewerber bestätigt.

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Die zehn Mitglieder des neuen Tutzinger Jugendbeirats haben sich schon mal am Rathaus umgeschaut. In Gemeinderatssitzungen haben sie das Recht zu Stellungnahmen. © Jugendbeirat Tutzing
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Der Jugendbeirat soll aktiv mit Tutzinger Vereinen zusammenarbeiten

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Ein eigenes Logo hat der Tutzinger Jugendbeirat auch schon © https://www.jugendbeirat-tutzing.de/

Ziemlich genau ein Viertel der Tutzinger Bevölkerung bildet die Jugend, wie der Jugendbeauftragte Claus Piesch, der auch Vorsitzender des Starnberger Kreisjugendrings ist, vor einiger Zeit im Gemeinderat berichtet hat. Genau sind es 2506 Mitbürger unter 27 Jahre, die definitionsgemäß als „Jugend“ gelten. Viele von ihnen, aber bei Weitem nicht alle sind irgendwo organisiert: in Vereinen, in den Kirchen oder in anderen Institutionen. Zahlreiche junge Menschen aber haben nicht solchen Anschluss und solche Kontakte. Für sie sieht Piesch genauso Betreuungs- und Unterstützungsbedarf. Dafür gibt es das Stichwort „offene Jugendarbeit“.

Nach einer im vorigen Jahr vom Tutzinger Gemeinderat beschlossenen „Jugendbeiratssatzung“ ist der Jugendbeirat eine überparteiliche Institution. „Er vertritt die Tutzinger Jugend und deren Interessen und vermittelt zwischen Gemeinderat und Jugend“, wie es in der Satzung heißt. Weiter steht dort: „Der Jugendbeirat soll dazu beitragen, das Verständnis und die Akzeptanz der Jugend gegenüber demokratischen Entscheidungsprozessen, nötiger Kooperation und Kompromissfindung zu erhöhen.“ Nach der Satzung soll der Jugendbeirat die politische Willensbildung und die Partizipation der Jugend in der Kommunalpolitik verstärken, die Tutzinger Bürger/-innen, den Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung für die Jugendfreundlichkeit in Tutzing durch Stellungnahmen, Empfehlungen, Anregungen und Anträge sensibilisieren und beraten. Weiter soll der Jugendbeirat aktiv mit Tutzinger Vereinen, die Jugendarbeit betreiben, zusammenarbeiten mit dem Ziel, Kontakt zwischen Vereinen und Jugend herzustellen und das Engagement im Jugendbeirat und in den Vereinen zu stärken. Mindestens ein Mitglied des Jugendbeirats hat nach der Satzung das Recht auf Stellungnahme in öffentlichen Gemeinderats- und Ausschusssitzungen. Die Satzung legt auch ein Antragsrecht für den Jugendbeirat gegenüber dem Gemeinderat fest. Die Gemeindeverwaltung muss den Jugendbeirat nach der Satzung unterstützen, ihn frühzeitig über alle zu beratenden Angelegenheiten informieren und ihm die nötigen Unterlagen zur Verfügung stellen, soweit keine Geheimhaltungs- oder Verschwiegenheitspflicht besteht.

Jugendpfleger-Stelle in Tutzing seit Jahren vakant

Schon seit Jahren gibt es in Tutzing eine Jugendpfleger-Stelle. Eine vor längerer Zeit eingestellte Jugendpflegerin ist aber schon nach ein paar Monaten wieder ausgeschieden, seitdem ist die Stelle vakant. Im Gemeinderat gibt es Plädoyers für eine Neubesetzung, aber auch Warnungen wegen der ungeklärten Finanzierung. Unterschiedlich sind die Auffassungen auch darüber, ob die jungen Menschen über eine Stelle in der Verwaltung koordiniert werden oder lieber sich selbst organisieren sollten.

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Ich gratuliere dem neuen Jugendbeirat und wünsche bei der "Pionierarbeit" in & für Tutzing alles, alles Gute!
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