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Die Mauer soll verschwinden

Gemeinderat für drei mehrgeschossige Bauten an der Heinrich-Vogl-Straße - Noch von SoBon abhängig

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Die Mauer an der Heinrich-Vogl-Straße soll verschwinden © L.G.

Der Tutzinger Gemeinderat hat gestern Abend den Bebauungsplan für das ehemalige Bahngelände an der Heinrich-Vogl-Straße gegen zwei Stimmen gebilligt. Das bedeutet, dass auf dem Areal, auf dem derzeit noch Baracken stehen, drei mehrstöckige Gebäude errichtet werden können. Zwei von ihnen sollen dreigeschossig, eines viergeschossig sein.

Die alte Mauer in diesem Bereich an der Heinrich-Vogl-Straße soll verschwinden. Nur bei einem kleinen Teil der Neubebauung ist eine Mauer vorgesehen, die aber deutlich kleiner als die bisherige Mauer ausfallen soll.

Die Höhe der Gebäude stieß bei einigen Gemeinderäten auf Kritik. Sie wird noch davon abhängig gemacht, ob in diesem Fall die Tutzinger Satzung für sozialgerechte Bodennutzung (SoBon) angewandt werden kann. Ein Teil der in den Neubauten vorgesehenen Wohnungen soll damit zu vergleichsweise günstigen Preisen vermietet werden - ein Schritt zu bezahlbarem Wohnraum in Tutzing, wie Bürgermeisterin Marlene Greinwald hofft. Ein Rechtsexperte prüft die Anwendbarkeit. Hierzu findet am heutigen Mittwoch eine Besprechung statt. Falls die "SoBon" in diesem Fall anwendbar sein sollte, will die Gemeinde mit dem Bauwerber einen entsprechenden städtebaulichen Vertrag vereinbaren. Erst auf dieser Basis soll dann das Bebauungsplanverfahren fortgeführt werden.

Die Bebauung dieses Gebiets gilt als Fortführung der urbanen Entwicklung im Tutzinger Bahnhofsviertel, die mit der Siedlung „Lakeside Living“ und dem Gewerbekomplex „Foursite“ begonnen hat und die derzeit auf dem ehemaligen Gelände vom Boehringer-Mannheim und Roche fortgesetzt wird. Später sollen zwischen den drei geplanten Neubauten und dem Bahnhof entlang der Bahngleise weitere wohl mehrstöckige Gebäude hinzukommen, die möglicherweise quasi auf Stelzen über den Park-and-Ride-Plätzen errichtet werden sollen.

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Quelle Titelbild: L.G.
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