Gemeindeleben
18.7.2020
Von Gemeinde Tutzing

Tutzing als „Fairtrade-Gemeinde“ ausgezeichnet

Immer mehr Teilnehmer - von Geschäften über Restaurants bis zu Schulen, Kirchen und Akademien

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Weitere Fairtrade-Akteure für Tutzing gesucht: Ideenreich macht der Verein TransFair e.V. in Köln-Sülz mit solchen Kampagnen vielerorts auf die Initiative aufmerksam © Robert Brouczek / TransFair e.V.

Die Gemeinde Tutzing ist gestern, am Freitag, 17. Juli 2020, als 691. Fairtrade-Town mit dem Titel ausgezeichnet worden. Tutzing ist damit die 187. Kommune und 54. Gemeinde in Bayern. In Zeiten von Corona erfolgte die Auszeichnung digital.

Dem gemeinsamen Einsatz zahlreicher Engagierter ist es zu verdanken, dass Tutzing mit diesem Titel ausgezeichnet wurde. Angefangen hat der Weg mit der Gründung einer Steuerungsgruppe am 28.11.2017, mit Personen aus mehreren Bereichen, wie Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Im Anschluss daran wurde am 09.01.2018 der Gemeinderatsbeschluss gefasst.

Für das nächste Kriterium wurden lokale Einzelhandelsgeschäfte und Floristen sowie Cafés und Restaurants gesucht, die mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten. Wir möchten uns dafür beim Biomarkt Tutzing, dem Boutique Hotel Reschen, dem Tutzinger Keller und dem Geschäft Blumen Liesl bedanken. Zudem verwendet auch die Akademie für Politische Bildung regionale und fair gehandelte Produkte.

"Tierschutz auf dem Teller"

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Vielzahl von Fairtrade-Artikeln: Im Tutzinger Weltladen gibt es ein umfangreiches Sortiment © L.G.

Die Evangelische Akademie Tutzing ist mit dem Premium-Umweltmanagement-Label der Europäischen Union "EMAS" ausgezeichnet. Sie richtet ihre Arbeit seit langem an Nachhaltigkeitsgrundsätzen aus. Auch in der Küche der Akademie wird das deutlich: "Tierschutz auf dem Teller", Lebensmittel aus BIO-Herkunft, Fair Trade-Handel und regionale Produkte haben Vorrang. So verwendet die Akademie ausschließlich Fair Trade-Kaffee.

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Einkaufsläden, Schulen, Kirchen, Weltladen: In Tutzing machen viele mit

Unsere großen Einkaufsläden in Tutzing verkaufen eine Vielzahl von Fairtrade-Artikeln. Bei der Zivilgesellschaft haben uns die mittlerweile zur Fairtrade-School ausgezeichnete Benedictus-Realschule, die Evangelische Christuskirche, die Katholische Kirchenstiftung St. Joseph und der Weltladen Tutzing e.V. unterstützt.

Während der gesamten Vorbereitungszeit wurde immer wieder über die Aktivitäten und den Stand der Bewerbung in den Medien berichtet. Somit konnte auch dieses Kriterium erfüllt werden.

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In Geschäften und Schulen, an Bahnhöfen, in der Technik: Fairtrade hält überall immer mehr Einzug, auch in Tutzing © Jakub Kaliszewski (3), Nathalie Bertrams, Linus Hallgren (Fairtrade Schweden), Ilkay Karakurt (alle TransFair e.V.)

Am Samstag Fairtrade-Präsentation am Tutzinger Wochenmarkt

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Die Fairtrade-Steuerungsgruppe - hier bei ihrer Gründung - ist morgen zusammen mit dem Team des Weltladens auf dem Tutzinger Wochenmarkt vertreten © privat

Im Dezember letzten Jahres hat die FairTrade-Kochshow in Tutzing Halt gemacht und mit gutem Essen und interessanten Beiträgen weiter über das Thema informiert. Jährlich findet zudem ein Faires Frühstück statt.

Wir freuen uns, dass sich Tutzing nun Fairtrade-Gemeinde nennen darf und auf die weiteren Aktionen in den nächsten Jahren. So fördern wir zukunftsweisend den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Auf viel Interesse gestoßen ist heute am Tutzinger Wochenmarkt ein Stand, an dem ein Team der Steuerungsgruppe und des Weltladens über die Auszeichnung informiert und fair gehandelte Produkte angeboten hat. Sollten noch weitere Tutzinger Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants, Cafés oder Vereine faire Produkte anbieten oder Bildungsarbeit zum Thema fairer Handel durchführen wollen, melden Sie sich gerne bei uns in der Gemeinde.

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