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Die Umleitung und die Folgen

Heute Abend Bürgerforum zur Verkehrsführung während der Sanierung der Hauptstraße

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Wegen der parkenden Autos muss der Gegenverkehr in der Kirchenstraße oft warten © L.G.

Bei der Neugestaltung der Hauptstraße wird es nun immer konkreter. Heute Abend findet im Roncalli-Haus ein Bürgerforum zu diesem Thema statt (Beginn 19 Uhr). Dabei soll es um wichtige Aspekte gehen. Zum einen soll über die Gestaltung der Einmündungen und Plätze gesprochen werden. Zum anderen sollen die während der Bauphase vorgesehenen Umleitungen erläutert werden.

Die Bedingungen in den für die Umleitung in Frage kommenden Straßen haben schon im Vorfeld für viel Gesprächsstoff gesorgt. So ist beispielsweise in der Kirchenstraße zwischen der Bahnhofstraße und dem Kino wegen der dort parkenden Autos nur einspuriger Verkehr möglich, der Gegenverkehr muss warten. Bei relativ geringem Verkehr ist dies meist problemlos möglich.

Es stellt sich aber die Frage nach den Folgen bei starkem Verkehr. Schon bisher kommt es immer wieder vor, dass aus der Bahnhofstraße in die Kirchenstraße fahrende Autos gleich nach der Einbiegung warten müssen, weil ihnen auf ihrer Spur Fahrzeuge entgegenkommen. Wenn mehrere Autos abbiegen, stauen sie sich in die Bahnhofstraße zurück. Der Auflösungsprozess der Staus verzögert sich meist auch wegen der in der Kirchenstraße geltenden Tempo-30-Regelung.

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In die Kirchenstraße einbiegende Autos müssen wegen des Gegenverkehrs auf ihrer Spur oft erst mal stehen bleiben

Fragen nach der Schulwegsicherheit

Nach den Folgen der Umleitungen für die Verkehrs- und besonders die Schulwegsicherheit hatte sich kürzlich im Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats Bernd Pfitzner von den Grünen erkundigt. Bürgermeisterin Marlene Greinwald verwies auf weitere vorgesehene Besprechungen zu diesem Thema und auf weitere Informationsversammlungen im Herbst, so ein weiteres öffentliches Bürgerforum und auch eine weitere Versammlung für Anlieger und Gewerbetreibende.

Offen geblieben ist kürzlich im Gemeinderat, weshalb das Staatliche Bauamt Weilheim das Konzept der Sanierungsarbeiten verändert hat. Statt in drei Phasen sollen sie nun in zwei Abschnitten realisiert werden. Fragen nach dem Grund dieser Veränderung konnte Verkehrsplaner Benjamin Neudert nicht beantworten. "Das ist eine Entscheidung des Staatlichen Bauamts", sagte er. Klar kündigte er aber an: "Das wird eine sehr opulente Baumaßnahme." Nach dem neuen Plan, den Neudert im Gemeinderat bekannt gegeben hat, soll zunächst von April 2019 an bis wahrscheinlich in das Jahr 2021 hinein der Bereich vom Süden über das Ortszentrum bis zur Waldschmidtstraße an der Reihe sein. Nach einer "Verschnaufpause" sollen die Arbeiten dann im nördlichen Teil bis über die Grenze Tutzings hinaus - also in Garatshausen - und bis zur Abzweigung nach Traubing fortgesetzt werden.

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Quelle Titelbild: L.G.
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Kommentare

Dass sich der Auflösungsprozess der Staus in der Kirchenstrasse wegen der-30-Regelung verzögert ist in der Praxis nicht wahrnehmbar. Das macht nun wirklich keinen Unterschied. Er dauert oft zu lange weil uneinsichtige Fahrer schnell noch reinwischen und alles blockieren. Mit Tempo 50 würde das noch öfter passieren. Mit Tempo 50 hätte einer auf Höhe der Filmtaverne gar keine Chance mehr zu halten, wenn von der Bahnhofstrasse einer einbiegen würde.

Das Problem ist doch in erster Linie, dass dort überhaupt Autos parken dürfen.

Die einzige Lösung das in den Griff zu bekommen wäre daher ein absolutes Halteverbot im vorderen Teil der Kirchenstrasse. Die wenigen parkenden Autos verusachen oft ein Verkehrschaos, hätte aber aber in der Nähe genug Alternativen. Und wenn bei einer Umleitung der Verkehr dort nicht völlig ersticken soll wäre das auch die einzige Lösung.

Dass dieser Parkplatz auch nicht unbedingt notwendig ist sieht man schon daran, dass nachts keiner dort parkt. Wenn man ihn aber behalten will, dann sollte man wenigstens ein paar Buchten frei lassen, in denen Autos warten könnten.

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