Von Gerhard Sening

Stufen am Bareislgraben wären die Lösung

Für einen Fußweg zum Waldfriedhof über die steilen Böschungen bedarf es keiner Brücke

Kommentar zu dem Artikel „Brücke über den Bareislgraben“ Wünsche für den Bareislgraben

Der berechtigte Wunsch nach einem Fußweg zwischen Bareislsiedlung und Waldfriedhof besteht schon seit langem. Was diese Verbindung schwierig macht, ist, dass dieser Fußweg eine Überquerung des Bareislbaches erfordert, der hier - wie einige andere Bäche oberhalb unseres Ortes auch – in einem selbst geschaffenen tiefen Geländeeinschnitt mit steilen Böschungen fließt. Sicherlich wäre es für die Nutzer dieses Fußweges die bequemste Lösung, den Bareislbach auf einer Brücke überqueren zu können. Dies scheiterte aber bisher offensichtlich an den Kosten für eine solche doch etwas größere Brücke. Hinzu kommt, dass dafür viele Bäume in den dicht und urwüchsig bewaldeten Böschungen gefällt werden müssten - die einen, um die Brücke überhaupt bauen zu können, und weitere, um zu verhindern, dass umstürzende Bäume die Brücke später beschädigen. Dem Verlust dieser Bäume werden die Grundstückseigentümer wohl kaum zustimmen.

Es geht auch gut ohne große Brücke

Dies alles muß jedoch keineswegs das Aus für diesen Fußweg bedeuten. Es geht nämlich auch gut ohne große Brücke. Wie vielleicht nicht allgemein bekannt, beginnt am Rande des kleinen Fußballplatzes hinter der Siedlung Luswiese ein recht hübscher Fußweg nach Feldafing, der gleich zu Beginn den oberen Bereich der Waldschmidtschlucht überquert. Die Situation ist hier ähnlich wie am Bareislgraben: Tief eingeschnittener Bach, steile Böschungen, dicht bewaldet, ein urtümliches Stück Natur. Seit Jahr und Tag wird hier der Fußweg über trickreich in die Böschung angelegte Stufen nach unten geführt (siehe Foto). Dann folgt eine kleine Brücke - bestehend aus zwei über den Wasserlauf gelegten Rundhölzern, darauf ein rutschfester, verzinkter Metallrost und am Rand ein einfaches hölzernes Geländer, fertig war die Brücke – und mit einigen Stufen geht es auf der anderen Böschung wieder hinauf.

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Trickreich in die Böschung angelegt: Stufen an der Waldschmidtschlucht © Gerhard Sening
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Für eine Bachüberquerung müsste kein einziger Baum gefällt werden

Eine solche Lösung bietet sich auch für die Überquerung des Bareislbaches an. Die geeignetste Stelle dafür findet sich kurz hinter dem obersten Wohnblock der Bareislsiedlung, und von da einige wenige Meter bachaufwärts. Eine Überquerung des Bareislbaches an dieser Stelle, ausgeführt in der geschilderten Weise, würde einen Bruchteil der Aufwendungen für die bisher angedachte Brücke erfordern und es müßte kein einziger Baum für diesen lang ersehnten Fußweg gefällt werden.

Quelle Titelbild: Gerhard Sening
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Gerhard Sening

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