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Kein Turmbau in Seeufer-Nähe

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Die Baumaschinen stehen schon am Sprungleitenweg © L.G.

Ein Turm erregt die Gemüter. Einen geplanten Neubau am Sprungleitenweg, in der Nähe des Seeufers, soll er quasi krönen. Doch da spielt das Kreisbauamt nicht mit. Auch im Bau- und Ortsplanungsausschuss des Tutzinger Gemeinderats ist das Bauvorhaben mit Turm am Dienstag abgelehnt worden. Bemerkenswert daran: Das Projekt war bereits genehmigt worden - ohne Turm. Dennoch war dem Bauausschuss nun eine veränderte Planung mit einem Turm vorgelegt worden. Der sollte zwar kleiner sein als in einer früheren Variante, doch die Ausschussmitglieder wirkten eher genervt. Peter Stich (CSU) zum Beispiel wollte nicht verstehen, weshalb er immer aufs Neue über dieses Bauvorhaben abstimmen sollte. Auch für Wolfgang Marchner (Bürger für Tutzing) kam nur die Variante ohne Turm in Frage.

Weshalb der Turm abermals zur Debatte gestellt wurde, erklärte die amtierende Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg auf ihrer letzten Sitzung in dieser Funktion so: Das Gebäude sei ein lang gezogener Riegel, und der Turm hätte diesen Eindruck unterbrochen - das sei die Überlegung der Bauwerberin Verena von Mitschke-Collande. Nach Auffassung des Kreisbauamts würde das Gebäude jedoch mit dem Turm vom See aus gesehen dreigeschossig in Erscheinung treten. Nach der Ablehnung der Bauvariante mit Turm sieht es nun so aus, als könne die bereits genehmigte Version ohne Turm gebaut werden. Baumaschinen sind auf dem Grundstück bereits aufgestellt worden.

Reiter sieht Wettbewerb um den höchsten Bau in Seeufernähe

Direkt nebenan gibt es zurzeit in diesem Bereich oberhalb des Seeufers noch ein weiteres auffallendes Bauprojekt. Ein Nachkomme des Fabrikanten und Tutzinger Ehrenbürgers Friedrich Seelmann-Eggebert, der früher dort gewohnt hat, hat kürzlich den Vorbescheidantrag für einen Neubau eingereicht, über dessen geplante Größe die Mitglieder des Bauausschusses in ihrer Dezember-Sitzung „ziemlich erschrocken“ waren, wie es Dr. Heinrich Reiter (Freie Wähler) jetzt formulierte. Auch dieses Vorhaben war damals einstimmig abgelehnt worden. Reiter glaubte da fast schon einen Wettbewerb um den größten und höchsten Bau zu erkennen.

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Quelle Titelbild: L.G.
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