Verkehr
17.11.2018
Von vorOrt.news

Anwohner-Parkzonen gewünscht

Einheimische berichten über immer mehr Dauerparker in etlichen Tutzinger Straßen

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An bestimmten Stellen in Tutzing ist das Parken mit Sonderausweis privilegiert, so beispielsweise in der Greinwaldstraße © L.G.

Um den Tutzinger Bahnhof herum ziehen sie immer weitere Kreise: Bahnpendler auf der Suche nach Parkmöglichkeiten für ihre Autos beschränken sich längst nicht mehr auf die Park-and-Ride-Plätze. In den Straßen rundherum stellen sie ihre Fahrzeuge ab, wo immer sie Flächen für diesen Zweck finden - auch wenn diese dafür nicht gedacht sind. An immer mehr Straßen der Gemeinde gibt es zwar mittlerweile Parkgebührenpflicht, doch an vielen, gerade kleineren Straßen kann man kostenlos parken. Davon wird reichlich Gebrauch gemacht, wie Besucher der Bürgerversammlung neulich berichteten. In der Straße Schönmoos und in der Bräuhausstraße beispielsweise stehen nach ihren Angaben zunehmend ganztags Fahrzeuge - und zwar ebenso mit Weilheimer wie mit Starnberger Kennzeichen. Also Auswärtige ebenso wie Einheimische.

Ein Bürger hat auf der Versammlung Parkzonen für Anwohner vorgeschlagen. So genannte Bewohnerparkausweise geben viele Städte und Gemeinden aus. In Tutzing gibt es diverse Ausnahmeregelungen für Autos mit Sonderausweisen, so beispielsweise vor dem ehemaligen Hallenbad oder am Freizeitgelände im Süden der Gemeinde.

Sonderregeln werden demnächst auch für den Parkplatz neben dem Rathaus eingeführt: Dort wird das Parken künftig an Werktagen von 7 bis 14 Uhr nur noch für Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung zugelassen, wie der Verkehrsausschuss des Gemeinderats beschlossen hat. Dort berichtete auch Bürgermeisterin Marlene Greinwald über Dauerparker auf etlichen öffentlichen Flächen, so beispielsweise auf kleinen kostenfreien Parkplätzen wie am Friedhof in der Heinrich-Vogl-Straße.

Gebührenpflicht am Bahnhof könnte das Parken in den Straßen verstärken

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Solche Sonderausweise gibt die Gemeinde Tutzing für bestimmte Standorte aus © L.G.

Zu den gewünschten Anwohner-Parkzonen beispielsweise im Bereich Bräuhausstraße/Schönmoosweg machte Greinwald keine Zusagen. Zunächst werde die Bräuhausstraße im Zuge der Umleitung bei der Sanierung der Hauptsstraße ein beidseitiges Parkverbot bekommen, sagte sie.

Bahnpendler dürften aber künftig in solchen und anderen Straßen, wahrscheinlich auch auf den Supermarkt-Flächen an der Lindemannstraße, noch mehr als bisher Parkmöglichkeiten suchen. Denn es gilt als sicher, dass die Park-and-Ride-Plätze am Bahnhof über kurz oder lang gebührenpflichtig werden. Damit wird wohl am Bahnhof eine gewisse „Parkflucht“ verbunden sein - hin zu kostenlosen Parkflächen.

Da damit für Einheimische wohl immer weniger Stellplätze bleiben werden, könnte dies die Wünsche nach Anwohner-Parkzonen verstärken. Bürgermeisterin Greinwald verwies aber auf Erwartungen von Experten, dass das Phänomen der „Parkflucht“ am Bahnhof vorübergehend sein werde. Für die Zukunft kündigte die Bürgermeisterin ein komplettes Parkkonzept für ganz Tutzing an. Das wird aber noch dauern: „Zuerst mal“, sagte sie, „müssen wir durch die Sanierungsarbeiten durch.“

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Quelle Titelbild: L.G.
ID: 1347
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