Es war ein sehr emotionaler Moment. Hunderte Wanderlustige warteten am Samstag beim Tutzinger Dampfersteg auf den Start der „Dreikönigstour“ - eine etwa 50 Kilometer weite Strecke zu Fuß rund um den Starnberger See. Stefanie Nonnenmann vom Organisationsteam erinnerte mit bewegten Worten an Manfred Kager, der diese alljährlich stattfindende Veranstaltung vor sechs Jahren gegründet hat und im November 2023 im Alter von nur 56 Jahren plötzlich verstorben ist: „Manni hat eine riesengroße Lücke hinterlassen“.
In dem sehr kurzen Zeitraum seitdem habe es ein Team von acht Leuten geschafft, diese Wanderung dennoch organisieren. Dann stellte sie einen besonderen Gast vor: Manfred Kagers Bruder Erich, der mit seiner Frau eigens nach Tutzing gekommen war. Er richtet ein paar Worte an die vielen Menschen, freute sich, dass so viele Wanderfreunde dabei waren und zeigte sich sicher: Das sei ganz im Sinn von Manni.
Bevor es los ging, versprach Stefanie Nonnenmann: „Wir werden alles daran setzen, dass es auch in den nächsten Jahren die Dreikönigstour geben wird.“ Daran mitwirken will auch der Verein „Wandern und Walken für den guten Zweck Hochtaunus e.V.“, der die Dreikönigstour unterstützt.
Eine Besonderheit war in diesem Jahr der Startschuss: Für den sorgte erstmals der Tutzinger Soldaten- und Veteranenverein mit Böllern. Auch der Vereinsvorsitzende Anton Seitz war dabei. Im Abstand von jeweils einer Viertelstunde machten sich insgesamt 500 erkennbar sehr motivierte Wanderer in drei Gruppen um 8 Uhr, 8.15 Uhr und 8.30 Uhr auf den Weg.
Mit großem Idealismus betreute ein Team unter Leitung von Mitorganisator Wolfgang Niedermeier alle, die mitwanderten. Für die Vierbeiner, die dabei waren, standen Mitglieder der Tierhilfe Tutzing e.V. bereit, die nur einen Einsatz hatten, aber auch sonst mithalfen. Im Gegensatz zu vielen anderen Wanderveranstaltungen ist die Teilnahme bei der Dreikönigstour kostenlos. Freiwillige Spenden dienen zum einen zur Kostendeckung, zum anderen werden sie für soziale Zwecke verwendet.
Die zahlreichen Wanderfreunde, von denen viele von weit her an den Starnberger See gekommen waren, strahlten trotz des regnerischen Wetters beste Laune aus. An mehreren Stellen waren Verpflegungsstationen aufgebaut, an denen sie von Teammitgliedern herzlich begrüßt wurden. Gegen 15.15 Uhr kamen die ersten im Tutzinger Ziel an. Um 20 Uhr war die Wanderung beendet. Im „Tutzinger Hof“ gab es einen gemütlichen Ausklang mit Speis und Trank bei den Wirten Petra Gsinn und Rolf Läkamp, die sich schon auf die nächste Dreikönigstour freuen.


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