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Kalle-Villa könnte frei stehen

Trennung von den Turnhallen wäre bautechnisch möglich - und der historische Bau komplett zu sehen

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Eingebaut: Die Kalle-Villa ist schon lange nicht mehr das, was sie mal war © L.G.

„Die Kalle-Villa sollte wieder freigestellt werden“. Das sagt der Oberstudiendirektor des Tutzinger Gymnasiums, Bruno Habersetzer, der zum Ende dieses Schuljahres in den Ruhestand tritt. An die 1927 im neuklassizistischen Stil erbaute Villa mit ihrem auffallenden, aber seit Jahren bröckelnden Balkon auf figürlichen Stützen sind derzeit die beiden Turnhallen angebaut. Aber nach Habersetzers Überzeugung wäre es möglich, die Gebäude wieder voneinander zu trennen. „So würde die schöne Villa wieder mehr zur Geltung kommen“, sagt er. Man würde sie dann nach seinen Worten auch von außen wieder komplett mit ihrer Außenfassade sehen. Für Habersetzer wäre das einer der größten Wünsche.

Ob das alles so kommen wird, das muss sich aber erst zeigen. Noch steht nicht konkret fest, wie es weitergeht, nachdem der Starnberger Kreistag der geplanten Übertragung der Trägerschaft für das Gymnasium von der Gemeinde auf den Landkreis grundsätzlich zugestimmt hat. Der Elternbeirat befürchtet nun langwierige Verzögerungen der als dringend nötig geltenden Sanierungsmaßnahmen. Auf Drängen des Elternbeirats hin werden sich alle Beteiligten von Gemeinde, Landkreis und Schule am 3. Juni an einem „Runden Tisch“ treffen. Eigentlich könnte es mit dem Sanierungsbeginn relativ schnell gehen, meint Direktor Habersetzer: „Der Landkreis könnte bald anfangen.“ Finanzielle Mittel der Regierung gebe es, man müsse sie halt beantragen. Eine der zentralen Fragen ist für Habersetzer allerdings noch offen: Wer wird bei den Sanierungsmaßnahmen als Bauherr auftreten - die Gemeinde oder der Landkreis?

Oberste Priorität bei der Sanierung müssen laut Habersetzer die Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen haben - trotz aller Wünsche an ein Wiederaufleben der historischen Kalle-Villa. Umgestaltungen in eigener Regie hat das Gymnasium unterdessen schon so weit wie möglich vorgenommen. So präsentiert sich die hoch gelegene Bibliothek mit ihrem grandiosen Ausblick über den See bis zum Gebirge mittlerweile als multifunktioneller Veranstaltungsraum mit Digitalanbindung.

Quelle Titelbild: L.G.
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