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Gegen jede Form von Diskriminierung

Gymnasium Tutzing wird „Schule ohne Rassismus“ - Mehr als 70 Prozent Zustimmung

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Kein Platz für Rassismus, Gewalt und Mobbing: Gymnasium Tutzing © L.G.

Diese Zustimmung war überzeugend: Eine Bewerbung um den Titel „Schule ohne Rassismus“ haben mehr als 70 Prozent aller am Tutzinger Gymnasium lernenden und arbeitenden Personen befürwortet. Damit wird das Gymnasium diesen Titel erhalten.

Vergeben wird er von einem Verein „Aktion Courage e.V.“ Dafür kündigt Oberstudiendirektor Bruno Habersetzer einen Festakt am 23. Mai an - einm besonderen Tag, wie er sagt, nämlich dem Jubiläumstag des vor 70 Jahren in Kraft getretenen Grundgesetzes.

Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald hat sich im Gemeinderat erfreut darüber geäußert, dass das Gymnasium dies geschafft hat. „Wir sind das größte Schulnetzwerk in Deutschland“, erklärt der Verein „Aktion Courage“. Mehr als 3000 Schulen mit zusammen rund eineinhalb Millionen Schülern haben sich diesem Netz nach seinen Angaben mittlerweile angeschlossen. Der Titel „Schule ohne Rassismus“ gilt nicht als Preis oder Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern als Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft.

Schüler, Lehrer und andere Mitarbeiter verpflichten sich zu Wachsamkeit

Der Widerstand gegen Rassismus spielt dabei eine wesentliche, aber keineswegs die einzige Rolle, wie der Verein auf seiner Internet-Homepage www.schule-ohne-rassismus.org erklärt: „Wir beschäftigen uns gleichermaßen mit Diskriminierung aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung und der sexuellen Orientierung. Darüberhinaus wenden wir uns gegen alle totalitären und demokratiegefährdenden Ideologien.“

Kinder und Jugendliche sowie Pädagogen sollen das Klima an ihrer Schule aktiv mitgestalten, „indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden“. Sie alle verpflichten sich mit ihrer Zustimmung zu Wachsamkeit. Wenn am Gymnasium „Gewalt geschieht, diskriminierende Äußerungen fallen oder diskriminierende Handlungen ausgeübt werden“, sollen sich dagegen wenden und sich dafür einsetzen, in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege zu finden, zukünftig einander zu achten“. Weiter müssen sie sich nach den Vorgaben dafür einsetzen, „dass es zu einer zentralen Aufgabe einer Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden“.

Quelle Titelbild: L.G.
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