Von vorOrt.news

Landtagsabgeordnete Christiane Feichtmeier auf Platz 1 der Tutzinger SPD

Elf Personen auf der Gemeinderatsliste

Feichtmeier-Christiane.jpg
Christiane Feichtmeier © SPD-Fraktion im bayerischen Landtag

Die Landtagsabgeordnete Christiane Feichtmeier kandidiert auf Platz 1 der SPD-Liste für den Tutzinger Gemeinderat. Dort ist zurzeit die Ortsvorsitzende Stefanie Knittl die einzige SPD-Vertreterin. Auch sie kandidiert wieder als Fünfte auf der Liste, auf der insgesamt elf Personen stehen. Die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten sind Helmut Popp, Elke Nussbaum, Max Rehberg, Jonas Beekmann, Margit Gramsall, Frits Mol, Gerhard Feichtmeier, Martin Held und Ernst von der Locht. Die ersten neun Personen der Liste bekommen jeweils zwei Listenplätze, so dass 20 Listenplätze besetzt werden.

Christiane Feichtmeier wohnt in Kampberg. „Sie hat richtig Power, ist selbstbewusst, kompetent und scheut nicht die Konfrontation“, sagt Stefanie Knittl über sie. Feichtmeier, Tochter eines Polizeibeamten und im Berchtesgadener Land geboren, hat eine Ausbildung zur Polizistin in Eichstätt und Dachau absolviert. Bis 2023 war sie als Polizeibeamtin bei verschiedenen Dienststellen tätig, zuletzt als Kriminalhauptkommissarin bei der Kriminalpolizei München mit Freistellung als Personalrätin beim Innenministerium. 2013 ist sie in die SPD eingetreten. Sie ist Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Starnberg und Kreistagsmitglied. Bei der Landtagswahl 2018 kandidierte sie erstmals für das Direktmandat im Stimmkreis Starnberg, verpasste aber den Einzug ins Parlament. Bei der Landtagswahl 2023 ist sie über die Wahlkreisliste Oberbayern in den Landtag eingezogen.

Stefanie Knittl: „Alle sind echte Sozis und daher schon etwas Besonderes in Tutzing“

Gemeinderatsliste-2026.png
Die Aufstellungsliste der Tutzinger SPD für die Gemeinderatswahl am 8. März dieses Jahres

Helmut Popp, der auf Platz zwei der SPD-Liste kandidiert, ist ein alt eingesessener Traubinger und seit Jahrzehnten bei den Tutzinger Sozialdemokraten engagiert. „Er kennt so gut wie jeden, weil er von Beruf Briefträger und jetzt in Altersteilzeit ist“, sagt Stefanie Knittl. Die „Youngster“ auf der Liste sind nach ihren Worten Max Rehberg und Jonas Beekmann, beide unter 30 Jahre alt. Sie seien hoch motiviert und stünden auch für die Interessen der Jugend ein. Elke Nussbaum wohnt noch nicht lange mit ihrer Familie in Tutzing. Sie ist nach Einschätzung der Vorsitzenden politisch sehr versiert und gebildet. Sie habe auch einmal im Landtag als Referentin für einen SPD-Abgeordneten gearbeitet. Eine eingesessene Tutzingerin ist Margit Gramsall. Die Altenpflegerin ist sozial engagiert. Ihre Tochter Judith Gramsall betreibt den Minigolfplatz in Tutzing. Frits - eigentlich Frederik - Mol ist IT-Projektmanager. Der Niederländer lebt schon seit 36 Jahren in Bayern, seit 2005 wohnt er in Kampberg. „Er ist im örtlichen Zusammenleben sehr aktiv und engagiert“, sagt Stefanie Knittl, „jeder kennt ihn, und er will unbedingt seine Ideen einbringen.“

Über die Personen, die auf der Tutzinger SPD-Liste kandidieren, äußert sich die Ortsvorsitzende Stefanie Knittl zufrieden: „Alle sind in ihren Einstellungen echte Sozis und daher schon etwas Besonderes in Tutzing“, sagt die studierte Feinwerktechnikerin und Berufsschullehrerin, die auch durch ihr Engagement für die Ortsgeschichte und die historische Tutzinger Baukultur bekannt ist. Einer ihrer Vorfahren, der Maurermeister Josef Knittl, hat 1872 ein Baugeschäft gegründet, das bis zu ihrem Vater über 115 Jahre Bestand hatte und um die Jahrhundertwende das größte seiner Art am Starnberger See war. In ihrem 2018 veröffentlichten Buch „Häuser erzählen Geschichten - Die Baumeisterfamilie Knittl am Starnberger See“, für das sie fünf Jahre lang recherchiert hat, führt sie mit Beschreibungen und Bildern viele Beispiele auf. Als eines ihrer kommunalpolitischen Anliegen bezeichnet sie es, „dass man im Ort alle Menschen mitnehmen muss, auch die, die gemessen an den meisten Tutzingern, nicht so einkommensstark sind, die aber ganz entscheidend für unser Zusammenleben am Ort sind.“ So müssten beispielsweise Handwerker oder Angehörige anderer wichtiger Dienstleistungsberufe bezahlbaren Wohnraum vorfinden: „Daher bin ich für die Sanierung von Altbestand und plädiere dafür, dass Bestandsimmobilien zur Gewinnmaximierung nicht abgerissen werden.“

Anzeige
Hero-Banner_GRUENE_Wirtschaft.jpg
ID: 8403
Über den Autor

vorOrt.news

Add a comment

Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen.