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Dörrenberg und Matheis Vizebürgermeister

Grüne wollten als zweitstärkste Fraktion Pfitzner - Greinwald: Demokratische Entscheidung

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An der Spitze der Gemeinde Tutzing bleiben Marlene Greinwald (Mitte), Elisabeth Dörrenberg und Dr. Franz Matheis © L.G.

In seiner ersten Sitzung der neuen Wahlperiode 2020 bis 2026 hat der Tutzinger Gemeinderat gestern Abend unter anderem die Vizebürgermeister bestimmt. Zunächst entschieden sich die Ratsmitglieder dafür, dass es wieder zwei Stellvertreter von Bürgermeisterin Marlene Greinwald geben wird. Dann wurde Elisabeth Dörrenberg (CSU) zur zweiten Bürgermeisterin und Dr. Franz Matheis (UWG Traubing) zum dritten Bürgermeister wiedergewählt.

Bürgermeisterin Greinwald, die selbst den Freien Wählern angehört, äußerte sich sehr zufrieden mit der Arbeit ihrer beiden Stellvertreter und schlug sie zur Wiederwahl vor. Dörrenberg hat dieses Amt seit 2014 bekleidet, Matheis war in einer früheren Amtsperiode schon einmal dritter Bürgermeister gewesen und Anfang 2018 erneut mit diesem Posten betraut worden, nachdem Marlene Greinwald zur Bürgermeisterin gewählt worden war.

Die Bestellung dieser beiden Vizebürgermeister unterstützte auch besonders die CSU. Es sei wichtig, dass Traubing als größter Tutzinger Ortsteil an der Spitze des Rathauses vertreten sei, sagte ihr Fraktionssprecher Dr. Thomas von Mitschke-Collande. Matheis habe seine Kompetenz bewiesen, er bringe entsprechende Erfahrung mit, und er habe dieses Amt bisher hervorragend ausgefüllt.

Auch die Grünen haben das Amt des dritten Bürgermeisters für sich reklamiert. Sie wollten es wie schon 2018 mit ihrem Gemeinderat Bernd Pfitzner besetzen. Sie verwiesen darauf, dass ihre Partei mit einer Verdopplung auf vier Mandate zur zweitstärksten Gemeinderatsfraktion hinter der CSU (sechs Sitze) geworden ist. Pfitzner habe im Wahlkampf ein zukunftsfähiges Programm für Tutzing auf die Beine gestellt, das mit ihm als drittem Bürgermeister noch mehr in die tägliche Arbeit einfließen könne, sagte Christine Nimbach. Ihr neuer Fraktionskollege Michael Ehgartner verwies auf den erheblichen Wechsel mit neun neuen Gemeinderatsmitgliedern. Dieser Veränderung mit einem grünen dritten Bürgermeister gerecht zu werden, argumentierte er, wäre ein „Signal des Aufbruchs“ und eine demokratische Legitimierung der neuen Verhältnisse im Gemeinderat. Auch Caroline Krug von der ÖDP setzte sich für Pfitzners Wahl ein, um „den Willen der Bürger zum Ausdruck“ zu bringen.

Durch diese Ausführungen sah sich Bürgermeisterin Greinwald zu einer Anmerkung veranlasst: „Dafür stehen wir hier, dass wir demokratisches Verständnis haben, dafür machen wir auch eine demokratische Wahl - die sollte man nicht in Frage stellen.“ Zu den Hinweisen auf den starken Wechsel im Gemeinderat erklärte sie: „Fünf Gemeinderäte haben aufgehört - das ist ein ganz normaler Wandel.“

Bei der Wahl der Tutzinger Vizebürgermeister gab es für Elisabeth Dörrenberg 17 Stimmen; eine Stimme wurde für Mitschke-Collande abgegeben, drei Stimmen waren ungültig. Dr. Franz Matheis wurde mit elf Stimmen gewählt, sechs Stimmen gab es für Bernd Pfitzner, eine Stimme für Caroline Krug, drei Stimmen waren ungültig.

„Ich bedanke mich für diese demokratische Entscheidung“, bekräftigte Bürgermeisterin Greinwald nach der Abstimmung und fügte hinzu: „Ich denke, wir können ohne Groll weiter arbeiten.“

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Kommentare

Sehe geehrter Herr Klein,
danke für Ihren Hinweis.
Dann muss man wohl die ungültigen Stimmen als Protest werten.
Damit gehe ich mir Ihrem zweiten Satz konform.
Vielen Dank
Eine Enthaltung ist im Gemeinderat nicht möglich! Ich denke dass die ungültigen Stimmen entsprechend zu werten sind.
(Bearbeitet)
Was ist los mit dem Gemeinderat 2020 ! ?
Von 21 Gemeinderäten sind 3 nicht fähig richtig zu wählen und gaben 2 mal 3 ungültige Stimmen ab.
Wenn ich nicht weiß, wen ich wählen will oder soll muss ich mich enthalten !
Als Gemeinderat sollte man mit dem Prozedere der Abstimmung vertraut sein!
Ansonsten hat sich gestern nicht viel geändert - alte Seilschaften halt ,
Auf ein Neues !