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Tutzinger will Gasthof Schauer sanieren

Pöckinger Wirtshaus nach Jahrzehnten Leerstand vor Wiederbelebung - Sisi-Schloss ganz in der Nähe

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Wiederbelebung mit Hilfe aus Tutzing: Das Gasthaus Schauer in Possenhofen

Der Andechser Hof habe allzu lange leer gestanden, meinen viele Tutzinger. Da können die Possenhofener nur lachen: Seit 40 Jahren ist in ihrem Ort das Gasthaus Schauer oder Fischmeister ungenutzt. Dagegen wirken die sieben Jahre Leerstand des Andechser Hofs eher wie eine recht kurze Zeitspanne. Aber wie bei dem Tutzinger Wirtshaus deuten nun auch in Possenhofen einige Signale auf eine Wiederbelebung hin - und zwar mit Unterstützung aus Tutzing. Zwei Investoren wollen das denkmalgeschützte Gebäude sanieren. Einer von ihnen ist der Tutzinger Manuel Kindervater, der andere ist der Pöckinger Dr. Florian Huber, wie der „Starnberger Merkur“ berichtet. Gestern Abend ist das Konzept im Bauausschuss des Pöckinger Gemeinderats vorgestellt worden. Im Sommer nächsten Jahres soll die Eröffnung sein.

Noch ein weiterer Tutzinger ist nach Angaben der Zeitung mit im Spiel: der Bauunternehmer Anton Leitner. Er hatte für Manuel Kindervater und seinen Vater Jürgen Kindervater auch schon das Bernrieder Bahnhofsgebäude saniert.

Wegen des Denkmalschutzes werden die Bauarbeiten am Gasthaus Schauer wahrscheinlich recht diffizil sein. In dieser Hinsicht unterscheidet sich dieses Projekt deutlich vom Andechser Hof in Tutzing, der nicht unter Denkmalschutz steht und durch einen Neubau ersetzt werden soll.

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Das Sisi-Schloss ist nicht weit vom Gasthaus Schauer entfernt © Fotos: L.G.

Bei dem einst sehr beliebten Possenhofener Gasthaus, das sich nicht weit vom berühmten Sisi-Schloss entfernt befindet, hatte es eine Besonderheit gegeben, die ihresgleichen sucht: Zu Lebzeiten der verstorbenen früheren Eigentümerin Philippine Schauer (1912-2013) waren die Tische in der Gaststube trotz des jahrzehntelangen Leerstands stets einladend hergerichtet wie früher. Nachdem ihr Mann, der frühere Betreiber Karl Schauer, gestorben war, hatte sie großen Wert darauf gelegt, dass es dabei blieb.

Quelle Titelbild: L.G.
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