Gemeindeleben
24.3.2019
Von vorOrt.news

„Rückgrat für die Stadt der Zukunft“

Plädoyer für „Smart Lighting“ bei der künftigen Tutzinger Straßenbeleuchtung

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Eine Straßenleuchte in Penzberg © L.G.

Bei der Sanierung der Tutzinger Hauptstraße steht auch eine neue Straßenbeleuchtung zur Debatte. Der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats will aus diesem Grund im April die Beleuchtung von Penzberg besichtigen. Gemeinderat Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzinger Liste) hat im Ausschuss das Stichwort „Smart Lighting“ ins Gespräch gebracht. Er plädiert dafür, diese Alternative für „intelligente“ Straßenleuchten in die Entscheidung einzubeziehen. Selbst wenn sie unter Kostengesichtspunkten oder aus anderen Gründen abgelehnt werde, könne man solche Entwicklungen seiner Meinung nach nicht negieren, argumentiert er.

„Smart Lighting“ gilt als eine auf Energieeffizienz ausgelegte Beleuchtungstechnologie, die mit zahlreichen weiteren Geräten und Nutzungen kombinierbar ist. Dazu können zum Beispiel Sensoren gehören, die die Luftqualität, den Geräuschpegel oder die Zahl von Autos, Fußgängern und Radfahrern erfassen. Behrens-Ramberg erwähnte auch die Möglichkeit einer Verbindung mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Ergänzend verweist er auf eine vom Unternehmen Infineon zusammen mit dem Start-up Eluminocity entwickelte intelligente Straßenbeleuchtung, die nach Auffassung ihrer Initiatoren das "Rückgrat'" der intelligenten Stadt der Zukunft bilden könnte. Kombinierbar sein sollen solche Systeme mit Hochfrequenzkomponenten für den neuen 5G-Mobilfunk, Ladestationen für E-Fahrzeuge und Sensorik zum Verkehrsmanagement, die den Verkehrsfluss optimieren und Staus vermeiden kann.

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Netzwerke vom Mobilfunk bis zu Strom-Ladesäulen

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Eine intelligente Straßenleuchte der Unternehmen Infineon und Eluminocity mit Sensoren, die Daten verarbeiten und Netzwerke bilden © BMW

Die Befürworter solcher Systeme sehen die Straßenbeleuchtung in Städten als logischen Ausgangspunkt, um neue Netzwerke aufzubauen. Die Laternenmasten stünden schon, so argumentieren sie, die Abdeckung sei zumindest in den Städten sehr hoch und die Stromversorgung sei ohnehin gegeben.

Gleichzeitig gebe es Bedarf für neue Netzwerke wie beim 5G-Mobilfunkstandard oder bei der flächendeckenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen, für die eine ausreichend dichte Infrastruktur an Ladestationen notwendig sei. Die Möglichkeiten für eine auf die jeweilige Situation angepasste Beleuchtungssteuerung über eine Radarsensorik werden folgendermaßen beschrieben: Ist niemand in der Nähe, wird abgedimmt, nähern sich Fußgänger oder Autos, erhöht sich die Intensität der Beleuchtung abhängig von der aktuellen Wetterlage.

Das junge Unternehmen Eluminocity war vor Monaten in eine Finanzkrise geraten. Anfang dieses Jahres hat die Wirelane GmbH, ein Entwickler von E-Ladestationen, den Geschäftsbetrieb des Münchner Startups sowie 13 Mitarbeiter und das gesamte Management übernommen.

Quelle Titelbild: BMW
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