
Roland Krykorka und die Mitglieder seines Teams sind mit ihrem Geschäft „Beautiful home and garden“ von der Greinwaldstraße in die Kirchenstraße umgezogen. Am 28. und 29. März 2025 war in dem Gebäude direkt neben dem Tutzinger Rathaus die Eröffnung, die auf viel Interesse stieß.
Wolfgang Bodemann, der das Haus 1922/23 bauen ließ, war ein bekannter Kunstschmied. Viele Arbeiten zeugen noch heute von seinem Können, darunter das Kommuniongitter in der Tutzinger Kirche St. Joseph. Später waren der Schlosser Zirngibl und dann eine Feinmechanikerwerkstatt des Pharmaunternehmens Boehringer-Mannheim dort untergebracht. Über mehr als zwei Jahrzehnte hat schließlich die Galeristin Anne Benzenberg in den Räumen ihren Laden „Antiquitäten am Rathaus“ betrieben, bevor sie 2023 ins Gebäude des früheren Lebensmittelgeschäfts Eisele in Garatshausen gewechselt ist.
Roland, den fast alle beim Vornamen nennen, hat mit dem Umzug seine Geschäftsfläche verdoppelt. Der Eingang ist über den Innenhof, nicht von der Kirchenstraße aus. Dort, im großzügigen hinteren Bereich, hat das umfangreiche Blumen- und Floristiksortiment einen attraktiven Platz gefunden, mit dem sich das Team auch für größere Anlässe wie Hochzeiten, Beerdigungen und Familienfeiern gern viel Kreatives einfallen lässt.
„Es geht um das schöne und gemütliche Wohnen“

In den kleineren Räumen zur Kirchenstraße hin hat Roland sein Angebot zum Wohnen und Einrichten, mit dem er schon an der Greinwaldstraße begonnen hat, deutlich ausgeweitet. Einen Schwerpunkt setzt er dabei mit Polstermöbeln des in Karlsruhe ansässigen Familienunternehmen „Sophisticated Living“, die er sehr schätzt, wegen eines, wie er sagt, guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und auch, weil sie in Europa und nicht, wie inzwischen die Möbel nicht weniger namhafter Hersteller, in Fernost produziert werden. Die beiden Angebotsteile Blumen und Einrichtung sind für ihn wie zwei Seiten einer Medaille: „Es geht um das schöne und gemütliche Wohnen“, sagt er, „und Blumen und Pflanzen spielen dabei eine wichtige Rolle.“ Eine Wohnkombi der besonderen Art.
In Tutzing hat sich Roland mit seinen attraktiven Angeboten von kleinen Anfängen immer weiter entwickelt. Der 46 Jahre alte gebürtige Münchner ist in jungen Jahren nach einer Ausbildung zum Zierpflanzengärtner als Zivildienstleistender ins Tabaluga-Haus gekommen, und er ist in Tutzing geblieben. Er hat als zweiten Beruf den Floristen angehängt und sich im Jahr 2005 selbstständig gemacht. Eine ganze Weile lang hat er an verschiedenen Tutzinger Standorten Weihnachtsmärkte betrieben, immer nur für ein paar Wochen, aber auf eine individuelle Weise, die gut ankam. Aus seiner Kundschaft kam die Anregung, es doch einmal mit einem richtigen Geschäft zu versuchen. So startete er 2010 mit seinem ersten Laden in der Greinwaldstraße, wo mittlerweile eine Fahrschule eingezogen ist. Vor zwölf Jahren eröffnete er sein Geschäft weiter unten in der selben Straße, und nun hat er den nächsten großen Schritt mit dem Umzug in die Kirchenstraße getan. Die Mitglieder von Rolands Team freuen sich mit ihm über den Neuanfang: Gundi, Andrea, Marita, Melissa, Mary, David, Leander und Roman. Gern würde Roland ausgebildete Floristen einstellen und auch Neulinge ausbilden, die sich für diesen Beruf interessieren.

In dem Gebäude wurden schon mehrmals Fernsehaufnahmen gemacht

Das Haus, in dem Roland sein Geschäft künftig betreiben wird, ist noch auf eine ganz andere Weise bekannt geworden: In dem Gebäude und rundherum wurden schon mehrmals Fernsehaufnahmen gemacht, so vor allem für die Serie „Rosenheim-Cops“. Im Juli 2018 beispielsweise haben die Dreharbeiten diesen Teil von Tutzing beherrscht. Die Fernsehleute haben allen Geschäften andere Namen verpasst. Aus Anne Benzenbergs damaliger Galerie wurde "Zeitensprung", die Bäckerei Ziegler gegenüber wurde zum "Raublinger", der Kieferorthopäde Buchheim zum "Reitermann" und das Kosmetikgeschäft "Perfekt Look" zu "e.luise“. Das war für uns wenige Monate nach dem Start von vorOrt.news natürlich ein wichtiges lokales Ereignis. Mehrmals am Tag der Dreharbeiten versuchten wir ein Foto von den Hauptdarstellern zu ergattern, wurden aber von den Verantwortlichen des Filmteams immer wieder vertröstet, denn die Schauspieler mussten konzentriert arbeiten – nebendran durfte man nur flüstern. Überhaupt schien den ganzen Tag über eine gewisse Nervosität in der Luft zu liegen, und während der Drehpausen büffelten die Schauspieler noch ihre Texte. Klar, dass man da nicht stören durfte. Stress am Set Nach Drehschluss aber kamen sie eigens heraus in den Innenhof: Joseph Hannesschläger, der langjährige Star der Serie als Kriminalhauptkommissar Korbinian Hofer, und Patrick Kalupa, der damals den Kriminalhauptkommissar Christian Bach spielte. Die beiden wirkten nach dem Stress am Set gelassen und posierten freundlich für unser Foto. Zum Zweck der Dreharbeiten hatten die Mitarbeiter des Filmteams die Galerie damals überspitzt.
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