Vorsorge
6.6.2026
Von vorOrt.news

Parken trotz Verbot: Abschleppung droht nicht

Weil die Zufahrt zum Midgardhaus breit genug ist, gibt es nur ein Bußgeld

Misdgard-8.png
Fast immer an schönen Tagen: Die Feuerwehranfahrtszone beim Midgardhaus wurde am Fronleichnamstag zugeparkt. Die betreffenden Autofahrer müssen aber nicht befürchten, dass ihre Fahrzeuge abgeschleppt werden. © L.G.

Am Fronleichnamstag war es wie immer an schönen Tagen in Ufernähe am Starnberger See: Einige der in diesem Bereich geltenden Halte- und Parkverbote wurden großzügig ignoriert. Die Zufahrstraße zum Midgardhaus beispielsweise ist auf der Südseite als Feuerwehranfahrtszone gekennzeichnet - dort darf nicht geparkt werden. Doch als gäbe es die betreffenden Schilder nicht, standen auf diesem Streifen auch am Donnerstag etliche parkende Autos. Ihre Fahrer müssen aber offenkundig nicht befürchten, dass ihre Autos abgeschleppt werden.

Dass ihnen keine Abschleppung droht, bestätigte uns ein Kontrolleur des Zweckverbands Kommunale Dienste Oberland, der dort unterwegs war. Die Fahrbahn sei nämlich trotzdem noch breit genug, erläuterte er, so dass Feuerwehrfahrzeuge im Notfall durchkommen könnten. Das scheinen die betreffenden Fahrer zu wissen.

Ein Bußgeld von vielleicht 30 Euro störe sie wahrscheinlich nicht, murmelten wir vor uns hin. In solchen Fällen werde ein Bußgeld von 55 Euro verlangt, erwiderte der Kontrolleur. Immerhin.

Anzeige
SUP2.jpg
ID: 8828
Über den Autor

vorOrt.news

Kommentar hinzufügen

Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen.

Kommentare

Wenn das Parken der Autos den Noteinsatz nicht behindert, warum stehen diese Verbotsschilder dann überhaupt da?
Ich halte diese Behauptung sowieso für lächerlich. So wie die Autos an der Midgardstraße parken, kommt ein normales Feuerwehrauto da nie und nimmer durch.
Mir erscheint die Erklärung eines Polizisten, die ich vor einiger Zeit gehört habe, plausibler. Der meinte, es wären viel zu viele Autos zum Abschleppen.
Das ist wohl ein Privileg, das das Leben auf dem Land so "angenehm" macht: Parken wo immer man will. Nicht dieses nervige regelbasierte Parken, das wir aus der Stadt kennen.
Eine ganz ähnliche Situation beobachtet man an der Nordbadstraße/Simone-Ferber-Straße. Dort stehen an schönen Tagen ebenfalls Autos in der Feuerwehranfahtszone, die nie abgeschleppt werden. Besonders ulkig ist, dass regelmäßig ein Auto genau in der Kurve am Ende der Nordbadstraße steht, denn die Feuerwehranfahrtszone endet bzw. beginnt vor und nach der Kurve. Dass man nicht genau in der Kurve stehen darf, hat der Fahrer anscheinend nicht im Fahrschulunterricht gelernt und ist wohl sehr stolz, dass er einen Parkplatz gefunden hat. Die Bußgeldtarife von Parken in der Feuerwehranfahrtszone und Parken in der Kurve sind laut Kontrolleur etwas unterschiedlich, was jedoch auch keine Konsequenzen hat. Schade, dass nicht mehr kontrolliert wird, denn es würde die Gemeindekasse gut auffüllen.
(Bearbeitet)