Am Fronleichnamstag war es wie immer an schönen Tagen in Ufernähe am Starnberger See: Einige der in diesem Bereich geltenden Halte- und Parkverbote wurden großzügig ignoriert. Die Zufahrstraße zum Midgardhaus beispielsweise ist auf der Südseite als Feuerwehranfahrtszone gekennzeichnet - dort darf nicht geparkt werden. Doch als gäbe es die betreffenden Schilder nicht, standen auf diesem Streifen auch am Donnerstag etliche parkende Autos. Ihre Fahrer müssen aber offenkundig nicht befürchten, dass ihre Autos abgeschleppt werden.
Dass ihnen keine Abschleppung droht, bestätigte uns ein Kontrolleur des Zweckverbands Kommunale Dienste Oberland, der dort unterwegs war. Die Fahrbahn sei nämlich trotzdem noch breit genug, erläuterte er, so dass Feuerwehrfahrzeuge im Notfall durchkommen könnten. Das scheinen die betreffenden Fahrer zu wissen.
Ein Bußgeld von vielleicht 30 Euro störe sie wahrscheinlich nicht, murmelten wir vor uns hin. In solchen Fällen werde ein Bußgeld von 55 Euro verlangt, erwiderte der Kontrolleur. Immerhin.
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Kommentare
Ich halte diese Behauptung sowieso für lächerlich. So wie die Autos an der Midgardstraße parken, kommt ein normales Feuerwehrauto da nie und nimmer durch.
Mir erscheint die Erklärung eines Polizisten, die ich vor einiger Zeit gehört habe, plausibler. Der meinte, es wären viel zu viele Autos zum Abschleppen.
Das ist wohl ein Privileg, das das Leben auf dem Land so "angenehm" macht: Parken wo immer man will. Nicht dieses nervige regelbasierte Parken, das wir aus der Stadt kennen.