Rund 300 Menschen haben am Samstag in Wielenbach unter dem Motto „Stoppt den Straßenwahnsinn“ gegen den weiteren Ausbau der B2 und für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik demonstriert. Einige kamen auch aus Tutzing dazu. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich an einem begleitenden Radlkorso.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Bürgerinitiative B2-Ausbau Oberland. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie Mobilität in Zukunft gestaltet werden soll, welche Konsequenzen der Klimawandel für die Verkehrspolitik hat und wie Natur und Lebensqualität in der Region geschützt werden können.
In den Redebeiträgen wurde deutlich, dass die Veranstalter und Redner einen grundlegenden Wandel in der Verkehrspolitik fordern. Mobilität müsse künftig stärker vom Ausbau verschiedener Verkehrsträger her gedacht werden. Bahn, öffentlicher Nahverkehr und Radverkehr sollten dabei eine größere Rolle spielen.
Hauptredner war der Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann von Bündnis 90/Die Grünen. Zu den weiteren Rednern gehörten Harald Mansi, 1. Bürgermeister von Wielenbach, Ronja Endres, Landesvorsitzende der Bayern-SPD, Norbert Moy von Pro Bahn und Oliver Lange als Vertreter des VCD Bayern.
Klimawandel und Flächenverbrauch
Auch die Folgen des Klimawandels für die Verkehrspolitik standen im Mittelpunkt. Die Redner machten deutlich, dass Infrastrukturentscheidungen langfristige Auswirkungen haben und deshalb auch unter den Bedingungen des Klimawandels betrachtet werden müssten. Dabei ging es nicht nur um die Reduzierung von CO₂-Emissionen. Thematisiert wurden auch Flächenverbrauch, Natur- und Landschaftsschutz sowie die Lebensqualität der Menschen vor Ort.
Klare Forderung: Keine nächste Ausbaustufe der B2
Besonders deutlich wurde die Kritik am geplanten weiteren Ausbau der B2. Die Bürgerinitiative B2-Ausbau Oberland und die Demonstrierenden fordern, die nächste Ausbaustufe der B2 zu verhindern.
Aus Sicht der Demonstrierenden braucht es stattdessen eine Verkehrspolitik, die Alternativen zum Auto stärkt und Mobilität insgesamt nachhaltiger organisiert. Der Ausbau von Bahn und öffentlichem Nahverkehr sowie eine bessere Infrastruktur für den Radverkehr wurden als wichtige Bestandteile einer solchen Verkehrswende benannt.
Mit Fahrrad auf die Straße
Neben der Demonstration machte insbesondere der Radlkorso die Forderung nach einer anderen Mobilität sichtbar. Rund 200 Menschen beteiligten sich daran und radelten vom Veranstaltungsort bei Wielenbach auf der B2 nach Weilheim. Sie setzten damit ein Zeichen für den Radverkehr als Teil einer zukünftigen Verkehrspolitik.
Am Ende stand vor allem eine Frage im Raum: Wie soll Mobilität in der Region künftig aussehen – und wie viel zusätzlichen Straßenbau braucht es dafür? Die Demonstrierenden haben darauf eine klare Antwort gegeben: Sie wollen eine Verkehrswende, die Klima und Natur schützt, die Lebensqualität erhält und Alternativen zum weiteren Straßenbau stärkt.
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