Ein Kleinbus hat am Donnerstagmittag in Tutzing einen Mann in einem Krankenfahrstuhl gestreift und verletzt. Das berichtet die Polizei. Nach ihren Angaben war ein 37-jähriger Mann aus Augsburg mit dem Krankenfahrstuhl vom Tutzinger Bahnhof in Richtung Ortsmitte unterwegs - und zwar laut Zeugenangaben komplett auf der falschen Fahrbahnseite, teilt die Polizei heute ergänzend auf unsere Nachfrage mit. Gleichzeitig wollte ein 63-jähriger Busfahrer aus dem Landkreis Starnberg mit seinem Kleinbus von der Kirchenstraße nach rechts in die Bahnhofstraße einbiegen. Dabei habe er den Augsburger übersehen. Der Bus habe den Krankenfahrstuhl seitlich gestreift, wodurch dieser gekippt und nach links umgefallen sei. Der Augsburger hat dabei nach Angaben der Polizei vermutlich eine Rippenfraktur erlitten. Er wurde ins direkt daneben befindliche Krankenhaus gebracht.
Ausdrücklich vermerkt die Polizei in ihrem Bericht, dass für den Krankenfahrstuhl keine Versicherung bestand. Ob und ab welcher Bauart beziehungsweise Höchstgeschwindigkeit ein solches Fahrzeug versicherungspflichtig ist, hängt von den technischen Daten des Einzelfalls ab – dazu liegen bislang keine näheren Angaben vor. Unabhängig von der Pflicht raten Verbraucherschützer Nutzerinnen und Nutzern motorisierter Krankenfahrstühle grundsätzlich zu einer Haftpflichtversicherung, weil auch bei geringem Tempo erhebliche Schäden entstehen können. In diesem Fall wurde der Krankenfahrstuhl nach Angaben der Polizei so stark beschädigt, dass er abgeschleppt werden musste. Insgesamt sei ein Sachschaden von etwa 4000 Euro entstanden.
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