Anfang der Woche soll es mit den Arbeiten an der Tutzinger Ortsdurchfahrt und ihren Nebenstraßen weitergehen. „Die Witterung ist uns wohl gesonnen“, sagteBürgermeister Ludwig Horn am Dienstag in der Gemeinderatssitzung. Das mit den Arbeiten befasste Unternehmen habe deren Fortsetzung für Montag, den 9. Februar angekündigt. Horn gab sich zuversichtlich, dass bis zur Fischerhochzeit im Juli alles fertig sein werde.
Die Hauptstraße selbst war Mitte November vorigen Jahres fertiggestellt worden – sechs Jahre nach Beginn der Sanierungsarbeiten. Der letzte Abschnitt An den Einmündungen der Nebenstraßen bleibt aber noch viel zu tun. Im Vordergrund steht dabei der Bereich der Leidlstraße und der Marienstraße, wo diese Aktivitäten schon seit einiger Zeit laufen. Im Frühjahr sind dann die Arbeiten an den anderen Straßeneinmündungen und Seitenstraßen vorgesehen. Deutlich mehr Belastungen für den Durchgangsverkehr und für das Geschäftsleben bringt die große Baustelle gegenüber der Marienstraße mit sich, die aber mit den Straßenarbeiten nichts zu tun hat.
Für die Gestaltung des Ortszentrums und des Platzes, der an der Einmündung der Marienstraße in die Hauptstraße neue Attraktivität schaffen soll, hat das Herrschinger Verkehrsplanungsbüro Neudert inzwischen zusammen mit der Tutzinger Gemeindeverwaltung die Möblierung ausgesucht. Wie in der Gemeinderatssitzung berichtet wurde, ist die Entscheidung für Parkbänke des Modells „Binga“ gefallen, deren Hersteller die niedersächsische Firma Runge GmbH & Co. KG ist. Nach den Angaben bestehen die Bänke aus lasiertem „FSC-Hartholz“ und feuerverzinktem Stahl. Im Bereich vor der Eisdiele an der Ecke Hauptstraße / Schlossstraße sind halbrunde Bänke vorgesehen. Die Preise wurden mit Hinweis auf eine Ausschreibung nicht genannt. Auch Fahrradständer und Abfallbehälter, beide ebenfalls aus FSC-Hartholz, sollen von der Firma Runge stammen.
Dr. Thomas von Mitschke-Collande (CSU) „googelte“ nebenbei nach FSC-Hartholz. „Das sind Tropenhölzer“, rief er daraufhin in die Runde. „Das ist nicht so der Hit“, erwiderte Bürgermeister Horn, der sich für den Hinweis bedankte.
Was ist ein „FSC-Hartholz“?
Die „FSC“-Zertifizierung - kurz für „Forest Stewardship Council“ - ist ein Nachhaltigkeitssiegel für Holzprodukte, mit dem bestätigt wird, dass Holz und Holzprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen und dass sowohl ökologische als auch soziale und wirtschaftliche Standards eingehalten werden. Ein „FSC-Hartholz“ kann sowohl aus Tropen als auch aus nicht-tropischen Wäldern stammen. Viele Harthölzer wie beispielsweise Teak, Mahagoni oder Iroko stammen aus den Tropen, aber es gibt auch viele Harthölzer aus anderen Gebieten, so Eiche, Buche oder Ahorn. Aus den Angaben in der Gemeinderatssitzung war die Herkunftsregion der für die betreffenden Parkbänke verwendeten Harthölzer nicht zu erkennen.
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