Verkehr
17.10.2026
Von vorOrt.news

Die Rechnung kommt drei Jahre später

Die Gemeinde Tutzing hat jetzt erfahren, dass sie für den Busverkehr 2023 fast 158 000 Euro bezahlen muss

Der Busverkehr kostet die Gemeinde Tutzing viel Geld. Wieviel genau, erfährt sie allerdings erst nach Jahren. Das war jetzt der Fall für 2023: Tutzing muss für den damaligen Busverkehr 157 566,96 Euro bezahlen. Bisher hat die Gemeinde 11 816,02 Euro überwiesen – also sind noch 145 750,94 Euro offen.

Dass die Abrechnungen für den Busverkehr so lange dauern und dass sie dazu noch recht kompliziert sind, darüber waren die Mitglieder kürzlich im Haupt-, Finanz- und Werkausschuss des Gemeinderats nicht gerade erfreut. Erklärt wurde ihnen das so: Zunächst macht das Landratsamt Starnberg Schätzungen. Die Gemeinde zahlt jedes Jahr Abschläge auf das Defizit im regionalen Busverkehr. Später legt die Regierung von Oberbayern fest, wie hoch der Zuschuss des Freistaats Bayern endgültig ausfällt. Und dann erst wird abgerechnet. Dass das alles offenbar sehr viel Zeit benötigt, wurde nun im Ausschuss deutlich.

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Die Busse in Tutzing werden gut genutzt, besonders zu den Pendlerzeiten. Die Buslinie 977 zwischen Heimgartenstraße, Tutzinger Bahnhof und Unterzeismering beispielsweise ist aus diesem Grund erweitert worden. Weitere Ortsbuslinien wie die Linien 978 und 979 haben sich ebenfalls etabliert. Immer wieder werden in der Bevölkerung auch Wünsche nach engeren Takten und noch mehr Verbindungen geäußert. Wieviel das alles kostet, wird aber erst durch Abrechnungen nach Jahren klar. © L.G.
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Der Busverkehr wird für die Gemeinde Tutzing immer teurer

Die Abrechnungen der vergangenen Jahre zeigen zudem einen klaren Kostentrend nach oben. Der Busverkehr wird für die Gemeinde Tutzing immer teurer. Für 2020 musste sie rund 91 000 Euro zahlen, für 2021 rund 107 000 Euro, für 2022 rund 129 000 Euro und jetzt für 2023 fast 158 000 Euro. In drei Jahren ist der Betrag damit um gut 70 Prozent gestiegen.

Vom Freistaat Bayern gibt es immer weniger Zuschuss

Gleichzeitig deckt der Staatszuschuss einen immer kleineren Teil des Defizits: 2021 waren es 13,25 Prozent, 2023 nur noch 8,61 Prozent. Für 2020 hatte die Gemeinde noch 5183,19 Euro zurückbekommen, weil sie mehr vorausgezahlt hatte als nötig. Rechnet man alles zusammen, kommen für die Jahre 2020 bis 2023 Nachzahlungen von rund 280 000 Euro zusammen.

Die Linie 978 von Tutzing nach Feldafing brachte 355 000 Euro Defizit

Der größte Teil entfällt auf die Linie 978 von Tutzing nach Feldafing. Sie fuhr 2023 ein Defizit von rund 355 000 Euro ein. Landkreis und Gemeinden teilen sich das Minus je zur Hälfte. Tutzing trägt 71 Prozent des Gemeindeanteils, also 115 079,20 Euro. Weil es noch keine Fahrgastzahlen gibt, wird nach der Zahl der Haltestellen auf jeder Gemarkung abgerechnet. Für die Linie 958 nach Andechs, an der auch Feldafing und Andechs beteiligt sind, zahlt Tutzing 42 487,76 Euro.

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