Verkehr
1.10.2026
Von vorOrt.news

Zwölf Temposünder pro Messstunde

Tutzinger Jahresbilanz 2025 des Zweckverbands: Es wird überdurchschnittlich schnell gefahren

In Tutzing wird deutlich häufiger zu schnell gefahren als im Durchschnitt des Oberlands - zumindest dort, wo gemessen wird. Bei den Geschwindigkeitskontrollen des Zweckverbands Kommunale Dienste Oberland gab es im vergangenen Jahr pro Stunde Messzeit im Schnitt 12,16 Verstöße - mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt aller Verbandsgemeinden mit 5,56. Diese und weitere Zahlen wurden jetzt im Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats vorgestellt.

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Blitzer an der Hauptstraße in Tutzing gegenüber der Bahnhofstraße © L.G.
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Jedes zwanzigste Fahrzeug war zu schnell

Etwas weniger dramatisch sieht der Vergleich bei der sogenannten Beanstandungsquote aus, also dem Anteil der zu schnellen Fahrzeuge an allen gemessenen. Sie lag in Tutzing bei 5,14 Prozent und im Verbandsschnitt bei 4,45 Prozent. Ungefähr jedes zwanzigste Fahrzeug war also zu schnell unterwegs. Dass der Abstand bei den Verstößen pro Stunde so viel größer ist, liegt rechnerisch am Verkehrsaufkommen: An den Tutzinger Messstellen fuhren pro Stunde fast doppelt so viele Fahrzeuge vorbei wie im Durchschnitt des Verbands.

Für die Überwachung des fließenden Verkehrs hatte die Gemeinde 120 Stunden angefordert. Geleistet wurden 116,36 Stunden, einschließlich Auf- und Abbau der Geräte. Das ergibt einen Erfüllungsgrad von knapp 97 Prozent. Festgestellt wurden 1102 Ordnungswidrigkeiten. An Verwarnungs- und Bußgeldern flossen 42 572,50 Euro an die Gemeinde zurück.

Gut 2100 Verfahren gegen Falschparker

Noch mehr Verstöße gab es beim ruhenden Verkehr. Hier stellte der Zweckverband 2114 Ordnungswidrigkeiten fest, und die Gemeinde erhielt daraus 46 355 Euro. Allerdings hat der Verband hier nicht alle bestellten Stunden geliefert: Von 840 angeforderten Überwachungsstunden wurden 769,5 geleistet, das sind 91,6 Prozent. Über alle Verbandsgemeinden hinweg lag der Erfüllungsgrad dagegen bei gut 100 Prozent. Insgesamt kamen 2025 aus beiden Bereichen rund 88 900 Euro an Verwarnungs- und Bußgeldern in die Gemeindekasse.

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