Verkehr
1.10.2026
Von vorOrt.news

Parken wird verstärkt überwacht

Künftig mehr Kontrollen in Tutzing - Rettungswege und Feuerwehranfahrtzonen oft zugestellt

Die Gemeinde Tutzing hat die Überwachung des Parkens aufgestockt. Als Grund hat eine Mitarbeiterin der Verkehrsabteilung im Verkehrsausschuss des Gemeinderats den erhöhten Parkdruck genannt, vor allem im Bereich der Rettungswege. In den Sommermonaten von April bis September soll es künftig 100 statt bisher 80 Überwachungsstunden im Monat geben und im Winter 80 statt 60 Stunden. Aufs Jahr gerechnet sind das 1080 statt bisher 840 Stunden, also fast 30 Prozent mehr.

Für den Sommer könne er dies nachvollziehen, sagte Dr. Thomas von Mirschke-Collande (CSU), für den Winter aber nicht. Die Zahl der Fälle sei aber relativ hoch, erwiderte die zuständige Verkehrssachbearbeiterin. Im Sommer wird der Schwerpunkt nach ihren Angaben auf die Umgebung des Sees gelegt: auf Rettungswege, Halteverboten und die gebührenpflichtigen Parkplätze. Viele Rettungswege und Feuerwehranfahrtzonen, gerade in Seenähe, werden an schönen Tagen trotz aller Verbotsschilder zugeparkt.

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Feuerwehranfahrtzone? Das hat viele über lange Zeit nicht davon abgehalten, ihre Autos beim Midgardhaus genau im so gekennzeichneten Bereich abzustellen (linkes Bild). An dieser Stelle werden verstärkte Kontrollen wahrscheinlich ht mehr nötig sein: Es sind Steine dort platziert worden, die das verbotene Parken verhindern dürften. Aber wer weiß? © L.G.
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Wie groß das Problem an schönen Tagen ist, zeigte im Sommer eine Schwerpunktaktion des Zweckverbands rund um den See. Sie fand im Juli in Starnberg sowie in Berg, Münsing, Tutzing, Bernried, Feldafing, Pöcking und Seeshaupt statt. Dabei wurden 365 Verstöße festgestellt, und in drei Fällen mussten Fahrzeuge abgeschleppt werden. Für Tutzing war die Aktion besonders anspruchsvoll, weil gleichzeitig die Fischerhochzeit stattfand.

„Was kostet das Ganze?“ wollte Dr. Ernst Lindl (CSU) wissen. Nach Angaben aus der Verwaltung zahlt die Gemeinde dem Verband 30 Euro je Überwachungsstunde und zusätzlich eine Gebühr pro Fall. Wie viel nach Abzug dieser Kosten netto bleibt, lasse sich erst mit der Abrechnung genau sagen.

Lindl erkundigt sich auch nach den Maßgaben für die Messungen: „Wer entscheidet, wie oft und an welchen Stellen ein Gerät aufgestellt wird – die Gemeinde oder wer?“ Er habe den Eindruck, dass besonders häufig an de nördlichen Hauptstraße auf Höhe der Akademie für politische Bildung und an der Lidemannstraße kontrolliert werde. Darauf erhielt er die Antwort, dass der Zweckverband nach den Daten aus den vorangegangenen Jahren eine Prioritätenliste erstellt habe und auf dieser Grundlage die Messstellen festlege.

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