Verkehr
29.10.2025
Von vorOrt.news

Parkzone soll größer werden

Weniger „Schilderwald“ im Tutzinger Ortszentrum – Gebühren-Differenzierung nicht so einfach

Im Tutzinger Ortszentrum soll es künftig eine einheitliche Parkzone geben. Diese Idee hat im Umwelt-, Energie- und Verkehrsauschuss des Gemeinderats Zustimmung gefunden. Idee: Eine Parkzone fürs ganze Ortszentrum Nicht verfolgt werden soll eine Variante 2, bei der die bisherige Aufteilung in einzelne Parkzonen bei den Nebenstraßen und in eine neue Parkzone an der Hauptstraße vorgesehen war.

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Die Variante 1 der Parkzone soll realisiert werden allerdings unter Einbeziehung noch weiterer Straßen als bisher vorgesehen (links). Bei einer Variante 2 wäre eine neue Parkzone an der Hauptstraße entstanden - hier blau gekennzeichnet (rechts). © Gemeinde Tutzing

Einheitliche Parkgebühren und Parkzeiten

Bei der einheitlichen Parkzone sollen einheitliche Parkgebühren und Parkzeiten in allen betroffenen Straßen gelten. Dies diene einem besseren Verständnis und erleichtere die Orientierung, erläuterte die Gemeindeverwaltung. Der Beschilderungsaufwand könne damit reduziert werden, erforderlich seien nur Verkehrszeichen am Anfang und am Ende der Parkzone. Dadurch könne der so genannte „Schilderwald“ eingedämmt werden.

Nutzer sehen allerdings nicht überall, dass sie sich in einer Parkzone befinden – das gilt als Nachteil. Nur die Parkscheinautomaten weisen zusätzlich auf die Gebührenpflicht hin.

Die Parkzone würde mit dem Zusatz „nur in gekennzeichneten Flächen“ beschildert. Eine gesonderte Haltverbots-Beschilderung entfällt damit. Parkbuchten müssen nicht zusätzlich beschildert werden, da sie bereits als gekennzeichnete Flächen gelten.

Für Parken auf der Fahrbahn sind Bodenmarkierungen erforderlich. Sie können bei Schnee oder Laub schwer erkennbar sein, doch das komme witterungsbedingt seltener vor, so die Gemeindeverwaltung. Die Bodenmarkierung halten nach ihren Angaben in der Regel – abhängig von Verkehrsbelastung und Witterung - etwa vier Jahre, sie können durch den Bauhof aufgebrannt werden.

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Auch Marienstraße, Hallbergerallee und Hörmannstraße sollen einbezogen werden

Die einheitliche Parkzone fürs Tutzinger Ortszentrum soll im Süden etwa beim Gymnasium beginnen. Im Norden wird sie wohl bis zur Oskar-Schüler-Straße reichen.

Nach einem ersten Entwurf war die Gültigkeit für diese Straßen vorgesehen: Bahnhofstraße, Kirchenstraße, Greinwaldstraße, Traubinger Straße, Oskar-Schüler-Straße, Leidlstrße, Schlossstraße, Monsignore-Schmid-Straße, Graf-Vieregg-Straße und Hauptstraße. Im Ausschuss gab es aber Plädoyers für eine Erweiterung. Deshalb wird die Parkzone wohl noch weitere Straßen einbeziehen, so die Marienstraße, die Hallbergerallee und die Hörmannstraße. Dabeil sind allerdings noch einige Aspekte klärungsbedürftig. So befinden sich manche Parkplätze an der Hallbergerallee in Privateigentum.

Gebühren-Unterschiede nur zwischen Stellflächen an Straßen und auf Parkplätzen erlaubt

Während der Sitzung hat sich allerdings herausgestellt, dass die Regelungen wohl doch nicht so wie bisher geplant realisiert werden können. Vorgesehen waren nämlich unterschiedliche Parkgebühren je nach Standort. So sollte das Parken beispielsweise an der Hauptstraße, wo es weniger Stellflächen gibt, teurer sein, an den Nebenstraßen wie etwa der Greinwaldstraße dagegen billiger.

So sollte eine gewisse Steuerung des Parkverkehrs erreicht und dieser entzerrt werden. In der Sitzung tauchten aber plötzlich andere Informationen auf. Danach sind zwar offenbar unterschiedliche Gebühren in einer Parkzone möglich, jedoch gibt es dafür Beschränkungen. Nach diesen Informationen müssen die Parkgebühren an den Straßen innerhalb einer Parkzone einheitlich sein.

Erlaubt ist eine Unterscheidung der Parkgebühren aber zwischen Straßen und Parkplätzen. So können beispielsweise für die Parkplätze an der Greinwaldstraße, auf dem Grundstück der ehemaligen TSV-Halle, oder beim Kino an der Kirchenstraße andere Parkgebühren festgelegt werden als für die Stellflächen an den Straßen.

Wie das alles nun genau geregelt werden wird, das ist in der Ausschusssitzung offen geblieben. Bürgermeister Ludwig Horn war etwas irritiert: „Ich dachte, wir können fein steuern“, sagte er, gab sich dann aber doch zuversichtlich: „Wir werden eine Lösung finden.“

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Kommentare

Wo man bitte ebenfalls mal sich anschauen sollte ist der Bereich Traubinger Straße / Kreuzung Oskar Schüler bis Bahnunterführung - dort ist unter Tags alles so arg zugeparkt auch in den Buchten, dass man oft nur schwer vorbeikommt - dort sollte ebenfalls etwas passieren - viele sind aus dem Ortskern einfach nach oben gerutscht mit dem Parken (wegen der Gebühren) - ebenfalls wie am Engelhof , wo unter Tags die Autos sogar gefährlich in der Abbiege Kurve parken (was eigentlich beim Ordnungsdienst ja auffallen sollte und nicht ordnungsgemäß ist) , um eben am PR - die €2,20 zu sparen…
(Bearbeitet)