Verkehr
23.10.2024
Von vorOrt.news

Planänderung bei der Tutzinger Ortsdurchfahrt

Acht Wochen Sperrung von Greinwaldstraße bis Marienstraße - Morgen "Baustellenparty" bei "Eschi's"

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Viele wundern sich über die Arbeiten an der Tutzinger Hauptstraße. So wie zunächst angekündigt sind sie nicht realisiert worden. Dass es Verzögerungen gibt, war schon seit längerer Zeit offenkundig, und die Gemeinde hat darüber auch informiert. Am Montag hat das Staatliche Bauamt Weilheim mitgeteilt, was die Planänderungen bedeuten.

Die wichtigste Änderung für die Einheimischen und die Geschäfte: Es wird nicht, wie ursprünglich vorgesehen, nacheinander geschaltete Verkehrsphasen mit den Nummern 3, 4 und 5 geben. Diese drei Phasen sind vielmehr zu einer „neuen Verkehrsphase 3 + 4 + 5“ zusammengelegt worden. Die Hauptstraße soll im Zuge der „neuen Verkehrsphase“ von der Greinwaldstraße bis zur Marienstraße für acht Wochen voll gesperrt werden – voraussichtlich bis Ende dieses Jahres. Konkret wird dies von der Witterung abhängig gemacht.

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Sperrung des Ortszentrums, nächster Akt: Das kennen die Menschen in Tutzing schon vom vorigen Jahr. © L.G.

Nach der ursprünglichen Planung war zunächst eine vierwöchige Vollsperrung von der Greinwaldstraße bis zur Schlossstraße („Verkehrsphase 3“) vorgesehen, anschließend eine dreiwöchige Vollsperrung der Kreuzung Traubinger Straße und Schlossstraße („Verkehrsphase 4“) sowie schließlich eine vierwöchige Vollsperrung von der Traubinger Straße bis zur Marienstraße. Damit führt die Planänderung sogar zu einer Verkürzung der Bauarbeiten in diesem Bereich des Ortszentrums, denn in der Summe der drei Verkehrsphasen wären es elf Wochen gewesen, drei Wochen mehr als bei der nun geplanten achtwöchigen Sperrung.

Bereits am Donnerstag dieser Woche sollen die Arbeiten in den bisherigen Verkehrsphasen 3, 4 und 5 gleichzeitig beginnen. Die Gemeinde Tutzing hat bereits zu einer Baustellenbesichtigung mit Bürgermeister Ludwig Horn am Donnerstag um 17.30 eingeladen, um den neuen Stand der Dinge zu erläutern (Treffpunkt: Bushaltestelle am Gymnasium). Baustellenbesichtigung an der Hauptstraße

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"Eschi's" feiert Ende der Bauarbeiten vor dem Restaurant morgen mit einer "Baustellenparty"

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Neben der Baustelle haben die Geschäftsleute im Tutzinger Zentrum voriges Jahr viele Ideen entwickelt und lauschige Plätzchen direkt neben Baggern geschaffen. Die Gastronomiebetriebe feiern auch diesmal. Morgen gibt's bei "Eschi's" eine Baustellenparty, mit der das Ende der Arbeiten dort direkt vor dem Restaurant gefeiert wird.

Die Tiefbauarbeiten im Fahrbahnbereich der Hauptstraße zwischen Graf-Vieregg-Straße und Hallbergerallee seien abgeschlossen, teilt das Bauamt mit. Die Asphaltierung in diesem Bereich sei für morgen, Mittwoch, den 23. Oktober 2024 geplant. Für das Restaurant "Eschi's" an der Ecke Hauptstraße/Hallbergerallee, das von den Arbeiten direkt betroffen war, ist das Grund für eine "Baustellenparty", die morgen, am Mittwoch, 23. Oktober um 18 Uhr stattfinden soll. Der Chef Michael Esch kündigt ein Freigetränk pro Personan.

„Seit Baubeginn Mitte Juni 2024 kam es zu einigen Verzögerungen im Bauablauf“, so das Bauamt. Dennoch sei ein stetiger Fortschritt der Baustelle zu verzeichnen, „was der lösungsorientierten Arbeitsweise der Firma Kutter, der Geduld aller Anwohner und der stets engen Zusammenarbeit der Projektpartner zu verdanken“ sei. Die Zusammenlegung der Verkehrsphasen 1 und 2 habe zu einem deutlich schnelleren Vorankommen der Arbeiten geführt. So habe man einzelne Gewerke gleichzeitig und auf längeren Teilabschnitten abarbeiten können. Um diese Vorteile weiterhin zu nutzen, werden man am Donnerstag dieser Woche mit den Verkehrsphasen 3, 4 und 5 gleichzeitig beginnen.

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Die neue Querungsinsel bei der Hallbergerallee ist fast fertig. Sie erstreckt sich bis in den Kurvenbereich beim Andechser Hof © L.G.

Umleitungsstrecke über Oskar-Schüler-, Kirchen- und Bahnhofstraße bleibt bis Ende 2024 bestehen

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Die "neue Verkehrsphase 3 + 4 + 5" (zum Vergrößern bitte anklicken) © Staatliches Bauamt Weilheim

Während der Sperrung sollen sowohl die Greinwaldstraße als auch die Traubinger Straße in beiden Richtungen bis zum Baufeld befahrbar sein, die Einbahnregelungen in beiiden Straßen also wegfallen. Die Umleitungsstrecke über die Bahnhofstraße, die Kirchenstraße und die Oskar-Schüler-Straße bleibt während der gesamten „neuen“ Verkehrsphase bestehen.

Gesperrt werden auch die Einmündungen der Greinwaldstraße, der Traubingr Straße und der Schlosstraße in die Hauptstraße. Fußgänger können weiterhin das Baufeld passieren, wie das Bauamt mitteilt. Radfahrer sollen absteigen und passieren das Baufeld wie die Fußgänger passieren. Eine solche Regel galt auch im ersten Baufeld zwischen Gymnasium und Gref-Vieregg-Straße, doch dort haben viele Radfahrer die Absteigbitte ignoriert und sind weitergefahren.

Die Zufahrt für Anlieger zu Grundstücken soll in der Regel möglich sein, ebenso der Zugang zu Geschäften und Hauseingängen – „außer bei kurzzeitiger, direkter Betroffenheit“, wie das Bauamt einschränkend erklärt. Eine entsprechende Information erfolge durch die Baufirma. Wie in den vergangenen ersten beiden Verkehrsphasen könne es außerhalb der Vollsperrung erneut zu Verkehrseinschränkungen durch Spartenarbeiten für Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Pflasterarbeiten im Gehwegbereich kommen.

Während der Winterpause 2024/2025 soll die Hauptstraße für den Durchgangsverkehr freigegeben werden. Sobald es die Witterung zulässt, soll die Baufirma im kommenden Jahr mit den restlichen Bauabschnitten beginnen. Das Staatliche Bauamt Weilheim bittet weiterhin um Verständnis „sowohl für eingeschränkte Erreichbarkeiten, als auch für eventuell weitere, notwendige Änderungen im Bauablauf“.

Auch weiter gibt es eine zentrale Kontaktadresse per E-Mail für die Bürgerinnen und Bürger, um ihre Fragen und Anliegen dorthin zu richten: ortsdurchfahrt@tutzing.de

Das waren die bisher vorgesehenen Verkehrsphasen 3, 4 und 5:

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© Staatliches Bauamt Weilheim
ID: 7225
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Kommentare

Wie soll denn eine beidseitige Befahrbarkeit von Traubinger- und Greinwaldstraße bis zum Baufeld möglich sein? Genau diese beiden Straßen umschließen bekanntlich die Grundschule - wenn dort nun jeweils am Ende der Straßen gewendet werden muss, wie sollen denn da die Kinder eine Chance auf einen sicheren Schulweg haben?

Kann nicht eine Straße in Richtung Hauptstraße befahrbar sein und über den Schotterparkplatz die andere Straße erreichbar sein um wieder zur Oskar-Schüler-Straße zu fahren (nur als Idee, gibt vielleicht auch noch andere Möglichkeiten).

Erst heute früh wieder fuhr ein Auto von der Hauptstraße kommend in einem derart überhöhten Tempo in die Traubinger Straße ein um (natürlich) sein eigenes Kind wohlbehalten und trocken bis unmittelbar vor‘s Schulgebäude zu kutschieren. Ich war froh, dass in dem Moment kein Fußgänger die Traubinger Straße überquert hat.

Die Vorstellung, dass dieses Szenario nun täglich den Schulweg der Kinder begleitet macht mir, gelinde gesagt, Angst.