
Ende der Brückensanierung in der Kirchenstraße Ende Juni oder Anfang Juli: Diese Ankündigung, die kürzlich im „Starnberger Merkur“ zu lesen war, wird zwar wohl nicht ganz realisiert werden. Aber tatsächlich sollen diese Bauarbeiten demnächst fertig werden. „Es geht aufs Ende zu“, sagte ein Mitarbeiter der Tutzinger Rathausverwaltung dieser Tage im Verkehrsausschuss des Gemeinderats. Bürgermeisterin Marlene Greinwald gibt sich sicher, dass die Sanierungsarbeiten an der Hauptstraße im Ortszentrum damit wie vorgesehen am 17. Juli beginnen können – denn dafür ist Voraussetzung, dass die Kirchenstraße befahrbar und Teil der Umleitungsstrecke ist. Die Brücke soll in Zukunft auch ohne Tonnagebeschränkung befahrbar sein, so dass über die Umleitung – Oskar-Schüler-Straße, Kirchenstraße und Bahnhofstraße – auch Schwerlastverkehr rollen kann.
An der Stelle der Brücke wird es künftig einen „Hügel“ über dem alten Tonnengewölbe geben, das erhalten geblieben ist. Die Straße soll an dieser Stelle etwa 70 Zentimeter höher sein als ihr altes Niveau. Wie kompliziert die Sanierungsarbeiten an der Brücke waren, wurde durch die sehr langwierigen Bauarbeiten deutlich. In der Tutzinger Bevölkerung hat dies zu vielen Diskussionen, auf vorOrt.news zu zahlreichen Kommentaren, auch von Experten, geführt. Ein Tragwerksplaner vertrat beispielsweise die Auffassung, dass eine Erneuerung des alten Tonnengewölbes statt dessen Beibehaltung eine „höhengleiche“ Brücke ermöglicht hätte. Kirchenstraße künftig mit Hügel

Rampen neben Gaststätte und Hotel
Bürgermeisterin Greinwald berichtete im Verkehrsausschuss, dass es bis zuletzt Umplanungen gegeben hat. Zu den Gründen für die offenkundig entstandenen Probleme und den Verzögerungen gab es keine detaillierten Angaben.
In Hinblick auf die Gestaltung des „Hügels“ und der Auf- und Abfahrten soll es Absprachen mit den Eigentümern der direkt daneben befindlichen Betriebe wie Film-Taverne, Flimmi’s, Kino und Hotel Möwe gegeben haben, deren Gebäude von den Umgestaltungen deutlich betroffen sein dürften.
Im Ausschuss wurde auch bekannt, dass zu den bereits erhöhten Gehsteigen Rampen statt, wie offenbar zunächst geplant, Treppen führen sollen, um barrierefreie Zugänge zu ermöglichen.
Wegen des hohen durch die Umleitung erwarteten Verkehrsaufkommens soll in der Kirchenstraße eventuell auch noch eine Querungshilfe für Fußgänger errichtet werden.
Weitere Informationenzum Verkehrsausschuss gibt es im Kommentar von Gemeinderat Claus Piesch auf dieser Seite:
Sprechen wir über Verkehr in…..
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Kommentare
Im Sommer ist für eine Gastronomie der Außenbereich ja soweiso das A und O um den Umsatz auszugleichen den man innen verliert. Es waren jetzt ich glaube 3 Wochen in denen nichts gemacht werden konnte. Mir wurden unter der Woche schlicht weg die Tore zum Flimmis verschlossen, ohne das mir jemand etwas gesagt hat. Ich muss allerdings fairer Weise dazu sagen, für die Wochenenden haben sie mir einen Zugang bereitet.
Aber alles in allem muss ich leider sagen das hoer die Kommunikation, zwischen wem auch immer und den Betreibern, leider ausgeblieben ist.
Nun ist die Brücke ja in den letzten Zügen... ich bin weiterhin gespannt.
Mfg.
Daniel vom Flimmis
gerne melde ich mich nochmals als Tragwerksplaner zu der "Hügelbrücke".
Vielleicht hätte man im Vorfeld überlegen sollen, ob wirklich eine für 40 t ausgelegte Brücke, in der Umleitungsstrecke, für die Bauphase der Hauptstraße erfoderlich ist. Klar das Straßenbauamt will immer die Maximallösung, es ist ja auch eine Staatsstraße, die erneuert wird.
Es wäre ja auch denkbar gewesen, die Brücke am Kino z.B. für 12 t auszubauen, damit die Schulbusse / MVV Busse diese Strecke fahren können.
Das hätte sicherlich einen geringeren statischen Querschnitt ergeben, und somit eine "höhengleiche" Brücke ermöglicht. Auch die Baukosten wären sicher deutlich niedriger gesesen. Den restlichen "Schwerverkehr", zumindest in der Bauphase der Hauptstraße, gar nicht durch den Ort fahren lassen, es gibt ja die B2 als Umleitungsstrecke. Und die Supermärkte können ja beidseitig von LKWs angefahren werden.
Es wird sicher "lustig" wenn man dann bei der Filmtaverne draussen gemütlich seine Pizza essen will, und ein 40t LKW, auch noch über eine erhöhte Rampe, vorbeidonnert. Auch für die vielen Schüler, die die Kirchenstraße queren, ist der Schwerlastverkehr nicht ungefährlich. Hochzeitsfotos von der Kirche mit LKW gegenüber ..besonders reizvoll !
Aber vielleicht wurden diese Argumente alle geprüft - wir wissen es nicht.
Später versperrte ein Zaun den Zugang zur Tür den ich wegreissen musste um nach oben ins Haus zu gelangen.
Ich würde gern wissen wer da mit wem etwas abgeprochen hat ? Es gab keinerlei Information, nur Achselzucken der nicht deutsch sprechenden Bauarbeiter und so etwas wie einen Bauleiter gab es auch nicht.
Übrigens habe ich per heute die Wette gewonnen das die Kirchenstrasse nicht zum 30.6. fertig bzw. wieder befahrbar ist.
Ich danke den Personen die den Wetteinsatz gewagt haben und führe die Gelder dem Förderverein des KurTheaters zu !
Nun ist es ja angeblich der 17.Juli an dem alles fertig sein soll. Daran glaube ich wieder nicht. Aber egal - ich bin dann im Urlaub
und das KurTheater macht vom 20.-26 Juli Kino-Ferien weil ohnhin kaum jemand zu uns kommt oder das KurTheater gar findet.
Vielleicht passiert ja in der Zwischezeit ein Wunder.....?