Verkehr
29.6.2023
Von vorOrt.news

Rampen zum Kirchenhügel

Kirchenstraße vor Fertigstellung – Erhöhung wegen Erhalt des alten Tonnengewölbes

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Hügel zwischen Gaststätte und Hotel: Die Baugerüste neben den Betrieben - hier der "Film-Taverne" - deuten an, wie nah auch die künftigen Rampen den Gebäuden sein dürften © L.G.

Ende der Brückensanierung in der Kirchenstraße Ende Juni oder Anfang Juli: Diese Ankündigung, die kürzlich im „Starnberger Merkur“ zu lesen war, wird zwar wohl nicht ganz realisiert werden. Aber tatsächlich sollen diese Bauarbeiten demnächst fertig werden. „Es geht aufs Ende zu“, sagte ein Mitarbeiter der Tutzinger Rathausverwaltung dieser Tage im Verkehrsausschuss des Gemeinderats. Bürgermeisterin Marlene Greinwald gibt sich sicher, dass die Sanierungsarbeiten an der Hauptstraße im Ortszentrum damit wie vorgesehen am 17. Juli beginnen können – denn dafür ist Voraussetzung, dass die Kirchenstraße befahrbar und Teil der Umleitungsstrecke ist. Die Brücke soll in Zukunft auch ohne Tonnagebeschränkung befahrbar sein, so dass über die Umleitung – Oskar-Schüler-Straße, Kirchenstraße und Bahnhofstraße – auch Schwerlastverkehr rollen kann.

An der Stelle der Brücke wird es künftig einen „Hügel“ über dem alten Tonnengewölbe geben, das erhalten geblieben ist. Die Straße soll an dieser Stelle etwa 70 Zentimeter höher sein als ihr altes Niveau. Wie kompliziert die Sanierungsarbeiten an der Brücke waren, wurde durch die sehr langwierigen Bauarbeiten deutlich. In der Tutzinger Bevölkerung hat dies zu vielen Diskussionen, auf vorOrt.news zu zahlreichen Kommentaren, auch von Experten, geführt. Ein Tragwerksplaner vertrat beispielsweise die Auffassung, dass eine Erneuerung des alten Tonnengewölbes statt dessen Beibehaltung eine „höhengleiche“ Brücke ermöglicht hätte. Kirchenstraße künftig mit Hügel

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Die Umleitungsstrecke scheint gesichert, auch über die Kirchenstraße: Dem Start der Sanierung im Ortszentrum am 17. Juli scheint nichts mehr im Wege zu stehen © Neudert Verkehrsplanung
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Rampen neben Gaststätte und Hotel

Bürgermeisterin Greinwald berichtete im Verkehrsausschuss, dass es bis zuletzt Umplanungen gegeben hat. Zu den Gründen für die offenkundig entstandenen Probleme und den Verzögerungen gab es keine detaillierten Angaben.

In Hinblick auf die Gestaltung des „Hügels“ und der Auf- und Abfahrten soll es Absprachen mit den Eigentümern der direkt daneben befindlichen Betriebe wie Film-Taverne, Flimmi’s, Kino und Hotel Möwe gegeben haben, deren Gebäude von den Umgestaltungen deutlich betroffen sein dürften.

Im Ausschuss wurde auch bekannt, dass zu den bereits erhöhten Gehsteigen Rampen statt, wie offenbar zunächst geplant, Treppen führen sollen, um barrierefreie Zugänge zu ermöglichen.

Wegen des hohen durch die Umleitung erwarteten Verkehrsaufkommens soll in der Kirchenstraße eventuell auch noch eine Querungshilfe für Fußgänger errichtet werden.

Weitere Informationenzum Verkehrsausschuss gibt es im Kommentar von Gemeinderat Claus Piesch auf dieser Seite:
Sprechen wir über Verkehr in…..

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Kommentare

Alsp och muss mich jetzt auch mal zu Wort melden, ich bin der Neue Betreiber des Flimmis (seit Dezember letzten Jahres), mir wirde auch nichts mittgeteilt, was hier passieren soll bzw. passiert ist. Ich muss mich da an die Aussage von meonem geschätzten Nachbarn vom Kino anschließen.
Im Sommer ist für eine Gastronomie der Außenbereich ja soweiso das A und O um den Umsatz auszugleichen den man innen verliert. Es waren jetzt ich glaube 3 Wochen in denen nichts gemacht werden konnte. Mir wurden unter der Woche schlicht weg die Tore zum Flimmis verschlossen, ohne das mir jemand etwas gesagt hat. Ich muss allerdings fairer Weise dazu sagen, für die Wochenenden haben sie mir einen Zugang bereitet.
Aber alles in allem muss ich leider sagen das hoer die Kommunikation, zwischen wem auch immer und den Betreibern, leider ausgeblieben ist.
Nun ist die Brücke ja in den letzten Zügen... ich bin weiterhin gespannt.

Mfg.
Daniel vom Flimmis
Herr Wöllisch ich Danke Ihnen für Ihren Kommentar ! Ich denke die Gemeinde hat alles getan mit Ihren natürlich personellen begrenzten Möglichkeiten um für Tutzing die beste Lösung zu finden. Nehmen wir es so an wie es ist, Wir können es jetzt sowieso nicht mehr ändern . Vielleicht kommt ja mal eine andere Zeit der zukünftigen Gemeindlichen Verfahren in Tutzing !
…sorry aber schnell arbeiten diese Truppe wahrlich nicht - ich verstehe nicht warum die Schaufel am frühen Nachmittag fällt - aber Deutschland und Straßenbau sind ja seit Jahren zwei Dinge die komplett fremd sind - nein - das ist nicht böse - eher Realität…aber wenn vier studierte an der Grube steht und einer arbeitet - tja…
(Bearbeitet)
Liebe Leser,

gerne melde ich mich nochmals als Tragwerksplaner zu der "Hügelbrücke".

Vielleicht hätte man im Vorfeld überlegen sollen, ob wirklich eine für 40 t ausgelegte Brücke, in der Umleitungsstrecke, für die Bauphase der Hauptstraße erfoderlich ist. Klar das Straßenbauamt will immer die Maximallösung, es ist ja auch eine Staatsstraße, die erneuert wird.
Es wäre ja auch denkbar gewesen, die Brücke am Kino z.B. für 12 t auszubauen, damit die Schulbusse / MVV Busse diese Strecke fahren können.
Das hätte sicherlich einen geringeren statischen Querschnitt ergeben, und somit eine "höhengleiche" Brücke ermöglicht. Auch die Baukosten wären sicher deutlich niedriger gesesen. Den restlichen "Schwerverkehr", zumindest in der Bauphase der Hauptstraße, gar nicht durch den Ort fahren lassen, es gibt ja die B2 als Umleitungsstrecke. Und die Supermärkte können ja beidseitig von LKWs angefahren werden.
Es wird sicher "lustig" wenn man dann bei der Filmtaverne draussen gemütlich seine Pizza essen will, und ein 40t LKW, auch noch über eine erhöhte Rampe, vorbeidonnert. Auch für die vielen Schüler, die die Kirchenstraße queren, ist der Schwerlastverkehr nicht ungefährlich. Hochzeitsfotos von der Kirche mit LKW gegenüber ..besonders reizvoll !

Aber vielleicht wurden diese Argumente alle geprüft - wir wissen es nicht.


(Bearbeitet)
Bitte nicht die ausführenden Firmen immer in Verantwortung ziehen, diese machen auch nur ihre Arbeit. Sondern mehr die Planungs und Kontrollorgane in die Plicht nehmen die ja auch Fehler machen können ist ja Menschlich! Schade das dies nicht von der Gemeinde kommuniziert wird , sondern nur nach und nach zugegeben wird. Immer das gleiche Problem ! Nichts ist besser als Probleme zuzugeben. Aber anscheinend zählt Ehrlichkeit nichts mehr. Schade!
Kann hier noch einmal in 2-3 Sätzen diesen unglaublichen Skandal schildern - wie es sein kann - eine Bogenspannbrücke mit knapp 300 Metern (Ironie aus) „gefühlt ?2Jahre? „ zu blockieren ? Ist das die selbe langsame Firma wie in der Hauptstraße ? Oder den Link von damals - reicht auch… danke
Mit mir hat neimand etwas abgesprochen geschweige denn einen Hinweis auf die Bauarbeiten direkt vor der Tür zum Vorführraum gegeben. Ich trat aus der Tür und vor mir türmten sich Aspahalschollen auf die ein Mini-Bagger unter gr0ßem Lärm herausgerissen hatte.
Später versperrte ein Zaun den Zugang zur Tür den ich wegreissen musste um nach oben ins Haus zu gelangen.
Ich würde gern wissen wer da mit wem etwas abgeprochen hat ? Es gab keinerlei Information, nur Achselzucken der nicht deutsch sprechenden Bauarbeiter und so etwas wie einen Bauleiter gab es auch nicht.
Übrigens habe ich per heute die Wette gewonnen das die Kirchenstrasse nicht zum 30.6. fertig bzw. wieder befahrbar ist.
Ich danke den Personen die den Wetteinsatz gewagt haben und führe die Gelder dem Förderverein des KurTheaters zu !
Nun ist es ja angeblich der 17.Juli an dem alles fertig sein soll. Daran glaube ich wieder nicht. Aber egal - ich bin dann im Urlaub
und das KurTheater macht vom 20.-26 Juli Kino-Ferien weil ohnhin kaum jemand zu uns kommt oder das KurTheater gar findet.
Vielleicht passiert ja in der Zwischezeit ein Wunder.....?