Verkehr
29.6.2023
Von vorOrt.news

Ortsdurchfahrt nicht mehr „gesperrt“

Signal geändert: Jetzt nur noch „starke Behinderungen“

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Ortsdurchfahrt Tutzing plötzlich nicht mehr gesperrt: Geänderte Hinweise auf den Hängern © L.G.

Die Reaktion war schnell: Die plakativen Hinweise auf die „gesperrte“ Ortsdurchfahrt an den Zufahrtstraßen zum Tutzinger Zentrum sind geändert worden. Bereits gestern wurde diese Aufschrift auf den Tafeln, die auf Hängern angebracht sind, durch die Information „starke Behinderungen“ ersetzt. Weil die Ortsdurchfahrt nicht gesperrt ist und die Hinweise deshalb falsch waren, hatte es Kritik gegeben, so gerade in Kreisen von Tutzinger Geschäftsbetreibern, die wegbleibende Kundschaft befürchten. „Irritiert“ hat sich darüber ebenso Dr. Thomas von Mitschke-Collande (CSU) am Dienstag im Verkehrsausschuss des Gemeinderats geäußert. Auch wir bei vorOrt.news haben kein Verständnis für die unzutreffende Information gezeigt. Dennoch waren die Auffassungen in dieser Angelegenheit gestern Abend bei einem Runden Tisch der Aktionsgemeinschaft Tutzinger Gewerbetreibender (ATG) uneinheitlich. Bei dem Treffen auf der Dachterrasse des Lobster-Gebäudes gab es zu der Beschilderung ebenso negative wie positive Äußerungen. Einige ATG-Mitglieder bezeichneten die Beschilderungen als hilfreich. Dabei begrüßten sie auch besonders die Hinweise auf den Tafeln, dass alle Geschäfte erreichbar seien. Wegen der Sanierung der Tutzinger Ortsdurchfahrt, die Mitte Juli beginnen soll, fordert der kommissarische ATG-Vorsitzende Christof Schäfer ein Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt und der Gemeinde. Denn die Interessen sind klar gegenläufig, wie auch Bürgermeisterin Marlene Greinwald im Verkehrsausschuss des Gemeinderats sagte: Die Straßenbauer hätten am liebsten eine Komplettsperrung, damit die Bauarbeiten in Ruhe ablaufen können – die um ihre Umsätze fürchtenden Geschäftsleute dagegen wollen so viele Menschen wie möglich im Ort, also am besten auch ganz normalen Durchgangsverkehr. Da die Meinungen so auseinandergehen, hofft sich Schäfer durch ein Gespräch mit den Verantwortlichen zumindest auf Kompromisse. Mitschke-Collande mahnte im Verkehrsausschuss eine „eindeutige“ Kommunikation an.

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