In der Kirchenstraße wird es tatsächlich künftig „einen kleinen Hügel“ geben. Was wegen der erhöhten Bordsteine seit Wochen für entsprechende Mutmaßungen gesorgt hat, das hat Bürgermeisterin Marlene Greinwald in der Bürgerversammlung bestätigt. Das werde „eine berühmte Brücke“ werden, folgerte sie schmunzelnd.
Die Sanierung der Brücke neben der Film-Taverne und dem Hotel Möwe bezeichnete die Rathauschefin als „weniger schönes Thema“. Es habe starke Verzögerungen gegeben. Die konkrete Planung sei erst möglich gewesen, nachdem das Gewölbe freigelegt gewesen sei.


Die Wetten aufs Ende der Bauarbeiten laufen weiter
Wie genau der neue Straßenhügel gestaltet werden wird, dazu gab es in der Bürgerversammlung keine genauen Angaben. Einheimische machen sich darüber schon ihre Gedanken. So werden neben der Baustelle alle möglichen Vermutungen geäußert: Wie lang die Auffahrt auf die Höhe und die Abfahrt auf der anderen Seite wohl werden wird, ob die Rampe wohl schon auf Höhe des Parkplatzes neben dem Kino beginnen wird? Was das wohl für die Gebäude daneben bedeuten wird? Darüber gibt es allerlei Diskussionen.
In der Bürgerversammlung betonte Greinwald nochmals, dass die baldige Fertigstellung der Brücke spätestens zum 17. Juli, also in weniger als einem Monat, unbedingt erforderlich sei, weil die Kirchenstraße dann als Umleitungsstrecke für die Sanierung der Tutzinger Ortsdurchfahrt benötigt wird, die zu dieser Zeit beginnen soll. Angekündigt worden war die Beendigung der Sanierungsarbeiten zuletzt bis Ende Juni oder Anfang Juli – das wäre also in zwei Wochen.
Ob das gelingen wird, darauf nimmt nebenan im Kino KurTheater dessen Betreiber Michael Teubig Wetten entgegen. Wetten, dass die Kirchenstraße Ende Juni fertig ist? Als Bürgermeisterin Greinwald in der Bürgerversammlung den Fertigstellungstermin 17. Juli erwähnte, gab es im Publikum einiges Gemurmel, das eher nach Zweifeln klang.

Sanierung weiterer Tutzinger Brücken soll folgen
Wie die Bürgermeisterin sagte, steht in der Folgezeit die Sanierung weiterer Tutzinger Brücken an. „Wir werden alle Brücken nach und nach prüfen müssen“, kündigte sie an: „Das ist lange nicht gemacht worden, das müssen wir nun nachholen.“ Als nächste sollen nach ihren Worten Brücken in Unterzeismering und beim Nordbad an die Reihe kommen.
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Kommentare
Mit dieser Meinung sprechen/schreiben Sie sicher vielen Tutzingern aus dem Herzen.
Eine Rückmeldung dazu:
Ich glaube die Diskussion hier und auch insgesamt im Ort zeigt, dass die Bürger mehr Informationen wollen.
Nehmen Sie 2 aktuelle „Baustellen“: Loch in der Hauptstraße - heute wurden die Parkverbotsschilder oberhalb der Bahn abgebaut und das Loch selbst ist zu und asphaltiert. Die Sperrung wird also aufgehoben und die Umleitung aufgelöst. Wo ist hierzu die Kommunikation?
Und warum wird jetzt die Bahnbrücke an der Traubinger Str. von Gerüsten eingebaut und der Gehweg deutlich auf beiden Seiten verschmälert?
Schaffen Sie als Gemeinderäte die Stelle oder finden Sie andere Wege der Kommunikation mit den Bürgern, Danke!
PS: Da haben wir im Ort Experten (siehe Kommentar von Hr. Wöllisch) und nutzen sie nicht. Schade!
als Tragwerksplaner habe ich immer wieder die Bauarbeiten beobachtet. Offensichtlich wurde das alte Tonnengewölbe (vlt. auch aus Kostengründen) beibehalten und nicht erneuert. Da die zulässige Traglast der neuen Brücke deutlich erhöht wurde, musste dann der statische Querschnitt vergrössert werden. So ergab sich offensichtlich die Erhöhung der Brücke im Fahrbahnbereich und dem Gehsteig. Aus meiner Sicht leider sehr unglücklich, da ja nun sehr lange seitliche Rampen im jeweiligen Gehsteigbereich erforderlich werden. Gerade zur Filmtaverne hin, wird das eher problematisch.
Vielleicht hätte man lieber das Tonnengewölbe auch erneuern sollen, dann hätte sicher eine "Höhengleiche" Brücke gebaut werden können.
Ich möchte Ihnen mitteilen das nicht meine Frau Verfasser ist .
Auch wenn Sie nicht offizieller Pressesprecher der Gemeinde sind, freut es mich trotzdem das Sie zum wiederholten male auf Probleme hinweisen.
Auch um das für und wieder an Informationen kann man streiten !
Ich bin für Info und gegen eine friss und stirb Mentalität.
Herr Liegl Holly
Natürlich 6% Steigung – hatte mich verschrieben. Ist unten korrigiert. Danke für den Hinweis.
Fr. Liegl-Holly:
Ich bin nicht der Pressesprecher. Ich stelle mich nur der öffentlichen Diskussion.
Will man Rückmeldungen aus dem Gemeinderat, oder doch lieber nicht?
Leider hat man bisher keine (ganze oder halbe) Stelle für Presse/Öffentlichkeitsarbeit genehmigt. Das wäre wirklich nötig, denn sonst müssen es im Rathaus alle nebenbei machen. Mit einer solchen Funktion kann man viel umfangreicher, regelmäßiger und auf vielen Wegen informieren.
Fr. Liegl-Holly/Hr. Flicker:
Auf die Ausführung der Brückensanierung wurde immer wieder auch in öffentlichen Sitzungen hingewiesen. Da aber nicht im genauen cm-Angaben. Details mussten auch im Laufe der Zeit nach weiteren Untersuchungen und Berechnungen angepasst werden.
Was dazu wann auch an die Presse ging, müsste ich nachprüfen.
Und richtig, die Gemeinde gibt den Auftrag an Planungsbüro, Statiker, ausführende Firmen und Fachbehörden zur Prüfung. Daraus ergeben sich dann die Möglichkeiten und natürlich auch die Mindestmaße. Ob es für die Öffentlichkeit besser ist, immer die einzelnen Schritte des nötigen "Zuwachses" zu erfahren, oder dann die fertige Lösung, weiß ich nicht. Am Ergebnis ändert es nichts.
Was ist aber, wenn einzelne Schritte im Rahmen anderer Feststellungen bei Untersuchungen geändert werden oder es Probleme in der Fertigstellung gibt – so wie hier geschehen? Hatten wir nicht schon zahlreiche Kommentare bei diesem Thema und bei anderen, dass das auch nicht recht ist?
wer ist denn der Auftraggeber der Brückensanierung?! Meines Wissens doch die Gemeinde. Dann kann diese doch auch ihre Wünsche einbringen. Warum ist das nicht geschehen?
Und vor allem, scheint es Ihnen und dem Gemeinderat schon länger bekannt zu sein, dass die Brücke höher wird. Warum hat das bisher niemand an die Bürger kommuniziert?
Die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde lässt auch hier wieder zu wünschen übrig.
Willkommen als Beistand und Pressesprecher der Frau Bürgermeisterin !
Ich hoffe das Sie auch zukünftig für Informationen aus erster Hand für die Bürger Auskunft geben werden.
Über Kosten und Ausführung der Brücke will ich mit Ihnen nicht diskutieren, daß würde mangels Info zu nichts führen. Obwohl die Ausführung nicht für eine einfache Lösung spricht!
Sondern eher für eine zukünftige Nutzung für Schwerlastverkehr und einer schon ins Auge gefassten und diskutierten Einbahnstraßenregelung geeignet ist.
Aber nach Ihrer Aussage soll die Westseite mit Stufen versehen werden!
Wie wollen Sie dies Behinderten und Altersgerecht ausführen, ohne einen neuen Übergang zu schaffen?
Über eine aussagekräftige Antwort würden sich die Gemeinde das heißt die Bürger freuen.
Ein Neubau wäre eine noch langwierigere und erheblich teurere Angelegenheit gewesen. Und fraglich wäre damit auch die Erhaltung des Weges entlang des Bachs gewesen.
Es war von Anfang an klar, dass es eine deutliche Überhöhung der bisherigen Straße und der beidseitigen Fußwege geben wird. Mit der Überprüfung der Statik gab es dann noch "einen drauf".
Auf der Westseite (Filmtaverne) wird es Stufen geben, damit der Hof zugängig bleibt. Auf der Ostseite (Möwe) gibt es beidseitig Rampen (max. 6 % Steigung).
;-)
Nach meiner Beobachtung und Einschätzung der Gehwegoberkante gehe ich von einer Überhöhung vom alten Niveau des Gehweges von ungefähr 45 -50 cm aus.
Laut meinen Informationen darf die vorgeschriebene Steigung /Gefälle 3 % oder 6% mit Zwischenpodesten betragen. Das bedeutet nach meiner Rechnung circa 16 Meter von jeder Brückenkante was ausgeglichen werden müssten. Es wären somit 4 Anlieger betroffen bei denen die Situation geklärt werden sollte. Es sind zwei Einfahrten ein Pensionseingang und was mir besonders schwierig erscheint die Filmtaverne und Flimmis dort wird es Probleme mit dem Eingang und den Tischen für die Außenbewirtung geben. Auch über eine entsprechende Entwässerung müsste neu nachgedacht werden.
Meines Erachtens ist der Termin 17 Juli nur schwer zu halten. Warten wir es ab !
Warum kann man es nicht zugeben, daß es Probleme gibt ?
Stattdessen wird es im Bericht verniedlicht und sich darüber lustig gemacht , daß es eine Berühmte Brücke werde.
Das wird sie bestimmt wenn das mal öffentlich wird.
Es wäre bestimmt einen Beitrag in der Sendung Quer wert !
Haut denn in Tutzing gar nix mehr hi oder was is los !