Verkehr
25.6.2023
Von vorOrt.news

Kirchenstraße künftig mit Hügel

Greinwald: „Das wird eine berühmte Brücke“ - Wie lang wird die Auf- und Abfahrt sein?

In der Kirchenstraße wird es tatsächlich künftig „einen kleinen Hügel“ geben. Was wegen der erhöhten Bordsteine seit Wochen für entsprechende Mutmaßungen gesorgt hat, das hat Bürgermeisterin Marlene Greinwald in der Bürgerversammlung bestätigt. Das werde „eine berühmte Brücke“ werden, folgerte sie schmunzelnd.

Die Sanierung der Brücke neben der Film-Taverne und dem Hotel Möwe bezeichnete die Rathauschefin als „weniger schönes Thema“. Es habe starke Verzögerungen gegeben. Die konkrete Planung sei erst möglich gewesen, nachdem das Gewölbe freigelegt gewesen sei.

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Die Bürgersteige zeigen schon seit einer Weile die künftige Höhe an, inzwischen folgt ihnen in dieser Hinsicht auch die Straße. © L.G.
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Die Wetten aufs Ende der Bauarbeiten laufen weiter

Wie genau der neue Straßenhügel gestaltet werden wird, dazu gab es in der Bürgerversammlung keine genauen Angaben. Einheimische machen sich darüber schon ihre Gedanken. So werden neben der Baustelle alle möglichen Vermutungen geäußert: Wie lang die Auffahrt auf die Höhe und die Abfahrt auf der anderen Seite wohl werden wird, ob die Rampe wohl schon auf Höhe des Parkplatzes neben dem Kino beginnen wird? Was das wohl für die Gebäude daneben bedeuten wird? Darüber gibt es allerlei Diskussionen.

In der Bürgerversammlung betonte Greinwald nochmals, dass die baldige Fertigstellung der Brücke spätestens zum 17. Juli, also in weniger als einem Monat, unbedingt erforderlich sei, weil die Kirchenstraße dann als Umleitungsstrecke für die Sanierung der Tutzinger Ortsdurchfahrt benötigt wird, die zu dieser Zeit beginnen soll. Angekündigt worden war die Beendigung der Sanierungsarbeiten zuletzt bis Ende Juni oder Anfang Juli – das wäre also in zwei Wochen.

Ob das gelingen wird, darauf nimmt nebenan im Kino KurTheater dessen Betreiber Michael Teubig Wetten entgegen. Wetten, dass die Kirchenstraße Ende Juni fertig ist? Als Bürgermeisterin Greinwald in der Bürgerversammlung den Fertigstellungstermin 17. Juli erwähnte, gab es im Publikum einiges Gemurmel, das eher nach Zweifeln klang.

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Wie wird er aussehen, wo wird er beginnen, wo wird er enden? Vorerst beflügelt Tutzings künftiger Hügel in der Kirchenstraße die Phantasien. © pixabay / Collage: L.G.

Sanierung weiterer Tutzinger Brücken soll folgen

Wie die Bürgermeisterin sagte, steht in der Folgezeit die Sanierung weiterer Tutzinger Brücken an. „Wir werden alle Brücken nach und nach prüfen müssen“, kündigte sie an: „Das ist lange nicht gemacht worden, das müssen wir nun nachholen.“ Als nächste sollen nach ihren Worten Brücken in Unterzeismering und beim Nordbad an die Reihe kommen.

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Kommentare

Danke Herr Schlingermann, gut auf dem Punkt gebracht.
Mit dieser Meinung sprechen/schreiben Sie sicher vielen Tutzingern aus dem Herzen.
Lieber Herr Piesch, vielen Dank für Ihre Ausführungen. Das schafft etwas mehr Klarheit. Ihre Bemühungen Informationen zu teilen sind gut. Es sollte jedoch nicht Ihre Aufgabe sein müssen, hier in Form von Kommentaren für etwas Aufklärung zu sorgen. Es gibt zahlreiche Projekte zu denen Bürgerinnen und Bürger informiert* werden möchten. Ich schließe mich Herrn Flicker an. Hierfür schnell eine *Stelle zu schaffen* ist sinnvoll. Ich denke neben dem Brückenbau Kirchenstraße noch an das Beschwerdemanagement zur Hauptstraßensanierung oder dem Begrünungskonzept. Wie viel weniger Arbeit und Ärger hätte hier *transparente Kommunikation* von Beginn an gebracht? Richtig ist, es gibt a) *öffentliche GR Sitzungen*, b) vereinzelt *Informationsveranstaltungen* zu Themen c) eine *Gemeinde Homepage* - Rubrik Aktuelles. Das Problem liegt bei dem *Verständnis der Gemeinde-Seite* zu Informationen, wie bereits mehrmals - zuletzt bei der Infoveranstaltung zur Hauptstraße - wiederholt wurde. *"Die Bürgerinnen und Bürger haben eine Holschuld"* hieß es dazu wörtlich. Das stimmt, bedingt. Wenn die Informationen nur schwer oder eben gar nicht zu finden sind, ist dieses Verständnis den Tutzingern gegenüber nicht fair. Wo endet die Bringschuld, wo beginnt die Holschuld. Um den politischen Verdruss, der teils zwischen den Zeilen zum Ausdruck gebracht wird, nicht zu fördern, sollte sich die Gemeinde-Seite an dieser Stelle ernsthaft Gedanken machen, ob der Bereich ihrer Bringschuld nicht erweitert werden muss. (Einschub zum *Politikverdruss in Tutzing* - ein Vergleich: *Einerseits* Wahlbeteiligung zu *Lokalpolitik* bei GR/BM Wahl: *2020: 59,75%*; 2018: 57,9%; 2014: 54,3%. *Andererseits* der starke Gegensatz dazu, wenn es um *Bundespolitik* ging: "84,3 Prozent der Wahlberechtigten haben bei der Bundestagswahl von ihrem Stimmrecht gebraucht gemacht. Damit liegt der Wahlkreis Starnberg, Landsberg, Germering im bundesweiten Vergleich an dritter Stelle; SZ 27.9.21. In Tutzing konkret: *2021: 85,4%*; 2017: 83,9% Wahlbeteiligung.) Informationen müssen den Menschen mit den Mitteln, die es 2023 technisch gibt, *einfach zugänglich* gemacht werden. *Zu c)* Die Gemeinde Homepage ist ein Tool dafür, ja, allerdings gemessen an dem, was heute möglich ist, noch nicht voll auf der Höhe der Zeit (kostet zu viel, vermutlich! Sponsoren?). *Zu b)* Die Infoveranstaltungen sind für einen kleinen Kreis zur detaillierten Information nützlich, doch keineswegs dafür dienlich, den Großteil der Bevölkerung zu informieren. Auch nicht der Kanal der Wahl. Immerhin sind zum Teil die Informationen der Informationsveranstaltungen (Bsp. Hauptstraßensanierung) zugänglich. *Zu a)* Die öffentlichen GR Sitzungen beginnen idR um 19:00 Uhr im Tutzinger Rathaus oder im Buttlerhof in Traubing und gehen nicht selten bis spät abends. Das ist alles andere als einfach zugänglich und mE darf eine Holschuld hier nicht vorausgesetzt werden. Wie wäre es denn mit einer online Aufzeichnung der Sitzungen, die der Bevölkerung jeweils ein Jahr lang zum Abruf bereit steht? *Wäre das zu viel Transparenz? Die Kosten hierfür sind überschaubar. Es finden sich sicherlich Sponsoren. Ein *Crowdfunding zu Tutzinger Politik Transparent - GR Sitzungen live und auf Abruf*? Doch genug der konstruktiven(?) Kritik. Es bleibt im Sinne der EINFACHEN Zugänglichkeit zu Informationen in Tutzing im Moment hauptsächlich zwei Kanälen und den Verantwortlichen zu danken. Herrn Dr. Behrens-Ramberg und Herrn Dr. Goslich, denn die Berichterstattungen der Tutzinger Liste und auf Vorort.news schaffen bereits Transparenz in Tutzing auf hohem Niveau. Dennoch darf man sich in diesem Bereich von Seiten der Gemeinde Verbesserung wünschen. Ein Beitrag zu (noch) mehr Harmonie im Ort?
(Bearbeitet)
Danke an Hr. Piesch für seine Antworten.

Eine Rückmeldung dazu:
Ich glaube die Diskussion hier und auch insgesamt im Ort zeigt, dass die Bürger mehr Informationen wollen.
Nehmen Sie 2 aktuelle „Baustellen“: Loch in der Hauptstraße - heute wurden die Parkverbotsschilder oberhalb der Bahn abgebaut und das Loch selbst ist zu und asphaltiert. Die Sperrung wird also aufgehoben und die Umleitung aufgelöst. Wo ist hierzu die Kommunikation?
Und warum wird jetzt die Bahnbrücke an der Traubinger Str. von Gerüsten eingebaut und der Gehweg deutlich auf beiden Seiten verschmälert?
Schaffen Sie als Gemeinderäte die Stelle oder finden Sie andere Wege der Kommunikation mit den Bürgern, Danke!

PS: Da haben wir im Ort Experten (siehe Kommentar von Hr. Wöllisch) und nutzen sie nicht. Schade!
Liebe Leser,
als Tragwerksplaner habe ich immer wieder die Bauarbeiten beobachtet. Offensichtlich wurde das alte Tonnengewölbe (vlt. auch aus Kostengründen) beibehalten und nicht erneuert. Da die zulässige Traglast der neuen Brücke deutlich erhöht wurde, musste dann der statische Querschnitt vergrössert werden. So ergab sich offensichtlich die Erhöhung der Brücke im Fahrbahnbereich und dem Gehsteig. Aus meiner Sicht leider sehr unglücklich, da ja nun sehr lange seitliche Rampen im jeweiligen Gehsteigbereich erforderlich werden. Gerade zur Filmtaverne hin, wird das eher problematisch.
Vielleicht hätte man lieber das Tonnengewölbe auch erneuern sollen, dann hätte sicher eine "Höhengleiche" Brücke gebaut werden können.
Herr Piesch !
Ich möchte Ihnen mitteilen das nicht meine Frau Verfasser ist .
Auch wenn Sie nicht offizieller Pressesprecher der Gemeinde sind, freut es mich trotzdem das Sie zum wiederholten male auf Probleme hinweisen.
Auch um das für und wieder an Informationen kann man streiten !
Ich bin für Info und gegen eine friss und stirb Mentalität.
Herr Liegl Holly
Hr. Wagner:
Natürlich 6% Steigung – hatte mich verschrieben. Ist unten korrigiert. Danke für den Hinweis.

Fr. Liegl-Holly:
Ich bin nicht der Pressesprecher. Ich stelle mich nur der öffentlichen Diskussion.
Will man Rückmeldungen aus dem Gemeinderat, oder doch lieber nicht?

Leider hat man bisher keine (ganze oder halbe) Stelle für Presse/Öffentlichkeitsarbeit genehmigt. Das wäre wirklich nötig, denn sonst müssen es im Rathaus alle nebenbei machen. Mit einer solchen Funktion kann man viel umfangreicher, regelmäßiger und auf vielen Wegen informieren.

Fr. Liegl-Holly/Hr. Flicker:
Auf die Ausführung der Brückensanierung wurde immer wieder auch in öffentlichen Sitzungen hingewiesen. Da aber nicht im genauen cm-Angaben. Details mussten auch im Laufe der Zeit nach weiteren Untersuchungen und Berechnungen angepasst werden.
Was dazu wann auch an die Presse ging, müsste ich nachprüfen.

Und richtig, die Gemeinde gibt den Auftrag an Planungsbüro, Statiker, ausführende Firmen und Fachbehörden zur Prüfung. Daraus ergeben sich dann die Möglichkeiten und natürlich auch die Mindestmaße. Ob es für die Öffentlichkeit besser ist, immer die einzelnen Schritte des nötigen "Zuwachses" zu erfahren, oder dann die fertige Lösung, weiß ich nicht. Am Ergebnis ändert es nichts.
Was ist aber, wenn einzelne Schritte im Rahmen anderer Feststellungen bei Untersuchungen geändert werden oder es Probleme in der Fertigstellung gibt – so wie hier geschehen? Hatten wir nicht schon zahlreiche Kommentare bei diesem Thema und bei anderen, dass das auch nicht recht ist?
Sehr geehrter Herr Piesch,
wer ist denn der Auftraggeber der Brückensanierung?! Meines Wissens doch die Gemeinde. Dann kann diese doch auch ihre Wünsche einbringen. Warum ist das nicht geschehen?
Und vor allem, scheint es Ihnen und dem Gemeinderat schon länger bekannt zu sein, dass die Brücke höher wird. Warum hat das bisher niemand an die Bürger kommuniziert?
Die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde lässt auch hier wieder zu wünschen übrig.
Sehr geehrter Herr Piesch .
Willkommen als Beistand und Pressesprecher der Frau Bürgermeisterin !
Ich hoffe das Sie auch zukünftig für Informationen aus erster Hand für die Bürger Auskunft geben werden.
Über Kosten und Ausführung der Brücke will ich mit Ihnen nicht diskutieren, daß würde mangels Info zu nichts führen. Obwohl die Ausführung nicht für eine einfache Lösung spricht!
Sondern eher für eine zukünftige Nutzung für Schwerlastverkehr und einer schon ins Auge gefassten und diskutierten Einbahnstraßenregelung geeignet ist.
Aber nach Ihrer Aussage soll die Westseite mit Stufen versehen werden!
Wie wollen Sie dies Behinderten und Altersgerecht ausführen, ohne einen neuen Übergang zu schaffen?
Über eine aussagekräftige Antwort würden sich die Gemeinde das heißt die Bürger freuen.
Sehr geehrter Herr Piesch , 6 Grad Steigung kann nicht stimmen. 6 Grad entsprechen 10,5%. Zum Vergleich, die maximale Steigung der bekannten Kesselbergstrasse zum Walchensee beträgt 9%. Ich vermute Sie meinen 6%, sonst bekommen Rollstuhlfahrer ein Problem. Hoffentlich hat man bei der Planung da nichts verwechselt.
(Bearbeitet)
Die Maße und die Ausführung der Brücke sind ganz sicher kein Wunsch der Gemeinde gewesen. Das kann man nur noch mit Humor ertragen.
Ein Neubau wäre eine noch langwierigere und erheblich teurere Angelegenheit gewesen. Und fraglich wäre damit auch die Erhaltung des Weges entlang des Bachs gewesen.
Es war von Anfang an klar, dass es eine deutliche Überhöhung der bisherigen Straße und der beidseitigen Fußwege geben wird. Mit der Überprüfung der Statik gab es dann noch "einen drauf".
Auf der Westseite (Filmtaverne) wird es Stufen geben, damit der Hof zugängig bleibt. Auf der Ostseite (Möwe) gibt es beidseitig Rampen (max. 6 % Steigung).
(Bearbeitet)
Wenn erst mal ein paar 40 Tonner drüber fahren, wird das Brückl schon noch flach werden, oder?
;-)
(Bearbeitet)
Buckelbrücke !
Nach meiner Beobachtung und Einschätzung der Gehwegoberkante gehe ich von einer Überhöhung vom alten Niveau des Gehweges von ungefähr 45 -50 cm aus.
Laut meinen Informationen darf die vorgeschriebene Steigung /Gefälle 3 % oder 6% mit Zwischenpodesten betragen. Das bedeutet nach meiner Rechnung circa 16 Meter von jeder Brückenkante was ausgeglichen werden müssten. Es wären somit 4 Anlieger betroffen bei denen die Situation geklärt werden sollte. Es sind zwei Einfahrten ein Pensionseingang und was mir besonders schwierig erscheint die Filmtaverne und Flimmis dort wird es Probleme mit dem Eingang und den Tischen für die Außenbewirtung geben. Auch über eine entsprechende Entwässerung müsste neu nachgedacht werden.
Meines Erachtens ist der Termin 17 Juli nur schwer zu halten. Warten wir es ab !
Warum kann man es nicht zugeben, daß es Probleme gibt ?
Stattdessen wird es im Bericht verniedlicht und sich darüber lustig gemacht , daß es eine Berühmte Brücke werde.
Das wird sie bestimmt wenn das mal öffentlich wird.
Es wäre bestimmt einen Beitrag in der Sendung Quer wert !
Haut denn in Tutzing gar nix mehr hi oder was is los !
(Bearbeitet)