Verkehr
25.6.2021
Von vorOrt.news

„Verkehrsraum fairteilen“

Am Sonntag Radtour von Tutzing nach Starnberg zu Veranstaltung am Kirchplatz

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„Verkehrsraum fairteilen“: So heißt eine Veranstaltung am Sonntag, dem 27. Juni in Starnberg, Das selbe Motto hat eine Radtour von Tutzing nach Starnberg dorthin. Abfahrt ist am Sonntag um 12.30 Uhr am Tutzinger Rathaus. Die Veranstaltung in Starnberg wird vom Aktionsbündnis Radwegbau ausgerichtet. Mitwirkende sind der Kreisverband Starnberg im Bund Naturschutz, der Kreisverband Fürstenfeldbruck-Starnberg des Verkehrsclubs Deutschland, der ADFC Kreisverband Starnberg, die Omas for Future Starnberg und die Fridays for Future Würmtal.

Die Veranstaltung beginnt in Starnberg um 140 Uhr mit einer Kundgebung am Kirchplatz. Anschließend folgen etwa von 14.20 Uhr an eine Fahrrad-Demonstration durch Starnberg und etwa um 15.15 Uhr eine Abschlusskundgebung. Ende ist gegen 16 Uhr. Anschließend fahren die Radler nach Tutzing zurück.

Es ist keine Anmeldung erforderlich. Alle, die teilnehmen, werden am Rathaus registriert. Zum Hygienekonzept: Es wird gebeten, Schutzmasken mitzunehmen und zu tragen.

Wettervorhersage: Für Sonntag ist hochsommerliches Wetter bei Sonnenschein angesagt. Anzuraten sind Creme und gegebenenfalls Badesachen.

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Kommentare

Ich habe ja auch nichts gegen Radfahrer und deren Bedürfnisse geschrieben.
Ich bin ebenfalls für mehr Rücksichtnahme in allen Bereichen des Verkehrs.
Und die unbestritten notwendigen Ziele der ökologischen Verkehrswende können wir gewiss besser und schneller miteinander erreichen, als gegeneinander.

Vor meinem Kommentar habe ich nicht nur obigen Artikel gelesen, sondern auch die Eigendarstellung der Veranstalter.
Zitat: „Hintergrund ist der Bau des B2 Tunnels in Starnberg. Für den Tunnel spricht, dass er die Chance bietet, die oberirdischen Flächen zu Gunsten der Menschen neu und fair zu verteilen.“

Über diese und andere wirklich missverständliche und mehrdeutige Passagen habe ich meinen Kommentar geschrieben.
Die kleinen aber am Ende doch gravierenden Unterschiede zwischen „fair zu verteilen“ und fair zu teilen, habe ich bereits dargelegt und muss das nicht wiederholen.

Ich meine, wir sollten auch in Tutzing wieder vom Gegeneinander wegkommen: dass sich die Fußgänger über die Radfahrer beklagen, und die Radfahrer über die Fußgänger schimpfen, und beide sich nur einig werden, wenn sie über Autofahrer lästern, diese wiederum beschweren sich über den Liefer- und Lastverkehr, deren Fahrer sich ihrerseits über … usw, usw.

So dreht man sich im Kreis, das bringt niemanden weiter. Wenn wir unsere Verkehrslage zukünftig ökologischer, sicherer und entspannter gestalten wollen, dann sind einseitige Forderungen der Einen auf Kosten Anderer nur verlockende Irrwege; egal aus welcher Richtung. Stattdessen brauchen wir Lösungen, die uns alle zusammenbringen und die Interessen aller gleich berücksichtigen!


Apropos obige Veranstaltung:
Wenn man die Info der Veranstalter liest, handelt es sich doch offensichtlich primär um eine innere Angelegenheit der Starnberger Bürgerschaft?
Ob es die Akzeptanz bei den Starnbergern steigert, wenn ihnen Tutzinger und andere in ihre Stadtplanung hineinreden wollen?
Wie ist das bei uns in Tutzing? Freuen wir uns darüber, wenn die Starnberger oder die Feldafinger oder die Bernrieder bei unserer Ortsplanung mit Forderungen kommen und mitreden wollen?
(Bearbeitet)
Die Erfolgsgeschichte des Homo Sapiens gründet neben seiner Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Verhältnisse auch auf seine herausragende Fähigkeit zur Kooperation und zum Ausgleich. Über diejenigen, die dem Lauf der Dinge nicht folgen wollten oder konnten, ging die Geschichte leichtfüßig hinweg. Erstmals könnte nun mangelnde Wandlungsfähigkeit einiger Exemplare der Spezies die gesamte Biosphäre gefährden. Man muss also Tapfer sein und reichlich Hoffnung mobilisieren. Auf dass die Ewiggestrigen recht bald der Obsoleszenz anheimfallen. Jede Fahrrad-Demo beschleunigt diesen Prozess und ist somit hochwillkommen.
Müsste das Motto nicht besser "Verkehrsraum fair teilen" heißen?
Altkluge, philologische Haarspalterei? ... Vielleicht auf den ersten Blick, wenn man allerdings beide Aussagen vergleicht:

Ja, das kreativ-lustige Wortspiel habe ich auch erkannt.
Aber "fairteilen" ist doch eine unübersehbare Anspielung auf verteilen:
Dies ist MEIN Verkehrsraum, und jenes ist Dein Verkehrsraum.
MEIN Verkehrsraum soll möglichst groß sein und Du bist in MEINEM Verkehrsraum bestenfalls geduldet und hast gar nichts zu melden!
Prinzip: gegeneinander, Verteilungskampf.

Was wir alle aber viel mehr brauchen ist doch ein faires Teilen unseres gemeinsamen Verkehrsraumes:
Hier bin ich, dort bist Du. Ich nehme auf Dich Rücksicht, und Du nimmst auf mich Rücksicht.
Maximal partnerschaftlich.
Prinzip: Mehr respektvolles Miteinander.

Ich denke schon, dass es manchmal einen großen Unterschied ergeben kann, wenn man kleine, sprachliche Details beachtet.
(Bearbeitet)