„Spaß und Ernst streiten sich um die Vorfahrt“: Unter diesem Motto hat die Tutzinger Ortsgruppe des ADFC im Februar dieses Jahres in einer amüsanten Veranstaltung Verkehrsregelungen präsentiert, die zum Schmunzeln anregen. Dass dieses Thema nach wie vor brandaktuell ist, belegte vorübergehend eine Beschilderung in der Tutzinger Kirchenstraße.
Die über den Martelsgraben führende Brücke neben dem Kino ist derzeit verengt, so dass sie nur noch ein Auto überqueren kann und das entgegenkommende Fahrzeug warten muss. Das wird mit entsprechenden Schildern angezeigt: Wer vom Krankenhaus aus kommt, sieht das weiße, rot umrandete Verkehrszeichen Nr. 208 „Vorrang des Gegenverkehrs“ mit einem roten Pfeil für die eigene Richtung - also Wartegebot - und einem schwarzen Pfeil für die Gegenrichtung – also Durchfahrerlaubnis. Und wer vom Rathaus aus kommt, sieht das blaue Verkehrszeichen Nr. 308 „Vorrang vor dem Gegenverkehr“.
Doch was war das? Auch auf diesem Schild war kürzlich ein roter Pfeil für die eigene Richtung - also ebenfalls Wartegebot. Müssen tatsächlich alle warten, egal ob sie vom Rathaus in Richtung Krankenhaus fahren oder in der Gegenrichtung? Wer die Schilder sehr ernst nahm, wird es vielleicht so gesehen oder gar umgedreht haben. Alle anderen werden sich amüsiert haben. Das blaue Schild stand nämlich schlicht verkehrt herum.
Aber mittlerweile hängt das blaue Schild wieder richtig herum (Bild unten). Auf dem blauen Schild weist der weiße Pfeil geradeaus, es ist also klar, dass dies die Vorfahrt ist. Bleibt nur noch die Frage, wer sich den Scherz mit dem "Pfeilchen wechsel dich" erlaubt hat.
ADFC-Abend "Spaß und Ernst streiten sich um die Vorfahrt":
Vielbahnstraßen und selbstfahrende Räder



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