Die neue MVV-Regionalbuslinie 978 ist heute offiziell eröffnet worden. Sie ist bereits eine Woche zuvor in Betrieb genommene worden. Auf zwei verschiedenen Strecken führt sie zum einen vom Tutzinger zum Feldafinger Bahnhof, zum anderen vom Tutzinger Bahnhof zur Siedlung Luswiese und über die Zugspitzstraße zur Endstation Heimgartenstraße. Mit dabei waren bei dem Treffen an der Bushaltestelle beim Bahnhof der Starnberger Landrat Karl Roth, die Bürgermeister Marlene Greinwald (Tutzing) und Bernhard Sontheim (Feldafing), Vertreter des MVV und mehrere Tutzinger Gemeinderäte.
Zum Auftakt gibt es für einen Monat ein Schmankerl, wie Landrat Roth bei dieser Gelegenheit mitteilte: Im September dürfen die Bürger den neuen Bus kostenlos nutzen. Normalerweise kostet eine Fahrt 1,50 Euro oder 1,40 Euro, wenn man eine Streifenkarte nutzt. Denn Fahrten innerhalb einer Gemeinde gelten als Kurzstrecke. Auch eine Fahrt von Tutzing nach Feldafing war als Kurzstrecke im Gespräch, wie vorOrt.news von MVV-Mitarbeitern erfahren hat. Doch darauf konnten sich die Beteiligten offenbar nicht einigen. Jedenfalls kommt es nicht dazu, wie sich bei der kleinen Eröffnungsfeier gezeigt hat. Wer mit dem Bus die Gemeindegrenze überquert, muss also den Preis für eine MVV-Zone bezahlen - und das sind 2,90 Euro.
Die Grünen nutzten die Gelegenheit der offiziellen Eröffnung, eine stündliche Anbindung auch des Tutzinger Ortsteils Kampberg mit der Buslinie zu fordern. Eine Standzeit von 45 Minuten am Bahnhof zurzeit könne hierfür genutzt werden. Damit könnten auch die Gebiete zwischen "Kellerwiese" und "Am Kallerbach" mitsamt der neuen Wohnanlage des Verbands Wohnen erschlossen werden, so Gemeinderat Bernd Pfitzner von den Grünen. Da die Bahn plane, Parkgebühren auf dem Park-and-ride-Parkplatz am Bahnhof einzuführen, werde die Buslinie so für die Anlieger noch attraktiver, fügte er hinzu. Über eine Erweiterung der neuen Buslinie laufen bereits Gespräche zwischen der Gemeinde Tutzing und dem MVV, der eine solche Lösung schon als möglich bezeichnet hat.
Martina Neubauer, die Landratskandidatin der Grünen, begrüßte die neue Buslinie. Die jahrzehntelange Forderung ihrer Partei nach einem besseren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis trage Früchte. Als Ziel bezeichnete Neubauer ein flächendeckendes Netz im Landkreis, das täglich zwischen 6 und 24 Uhr zumindest stündlich ein Angebot für alle Menschen im Landkreis liefere, die nicht unmittelbar an der S-Bahn wohnten oder deren Fahrtziel nicht direkt an der S-Bahn liege.
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