Verkehr
10.8.2019
Von vorOrt.news

Kampberger Radweg soll bis Tutzing führen

ADFC setzt sich für Fortsetzung ein - "Entlang der Neubauten am Kallerbach bisher nur Gehweg geplant"

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Ende eines Radwegs: Der AFDC fordert die Fortführung bis in die Nähe der Bahnunterführung

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bekräftigt seine Forderungen für die Lindemannstraße. Bei einer Begehung im Juli waren bereits vor allem zwei Aspekte in den Vordergrund gestellt worden: zum einen eine Versetzung des Ortseingangsschildes, zum anderen ein für notwendig gehaltener Geh- und Radweg.

Einen kombinierten Geh- und Radweg entlang der Lindemannstraße bezeichnet Held als angemessene Lösung. Bisher ende der kombinierte Geh- und Radweg aus Kampberg kommend an der Einmündung „Am Kallerbach“. Entlang der Neubauten des Verbands Wohnen sei nur ein Gehweg geplant. Von dort bis nach der Kurve - Einmündung Straße zur Ilkahöhe - gebe es bisher keinen Gehweg. Ein Gehweg bei den Neubauten dürfe keine isolierte Maßnahme sein, so der ADFC. Dabei müsse vielmehr die gesamte Lindemannstraße in den Blick genommen werden.

„Nach derzeitiger Planung würde der Fußweg entlang des neuen Bauvorhabens dann am nördlichen Rand des Grundstücks als „Fußgängersackgasse“ enden“, so Held unter Hinweis auf eine Planskizze des mit dem Neubau befassten Verbands Wohnen. Der ADFC bittet die Gemeinde Tutzing, mit dem für die Lindemannstraße, eine Staatsstraße, zuständigen Staatlichen Bauamt zeitnah Kontakt aufzunehmen, um die Umsetzung der Maßnahme „im Gesamtzusammenhang anzugehen“.

Bauamt hat bereits Grund neben der Straße erworben

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Neben den Neubauten beim Kallerbach ist bisher laut ADFC nur ein Gehweg geplant

Mit der vorgeschlagenen Fortführung werde zum einen ein durchgängiger Gehweg entlang der Lindemannstraße gewährleistet, so der ADFC. Zum anderen sei dies auch hinsichtlich der geplanten Erhöhung der Kapazität der Fahrradstellplätze am Bahnhof vorteilhaft. Die bisherige Regelung bezeichnet der ADFC als problematisch. Weil das Staatliche Bauamt entlang der Lindemannstraße von der Abzweigung „Am Kallerbach“ bis zur Brücke an der Kurve, an der die Straße nach rechts schwenkt, hangseitig zusätzlichen Grund erworben habe, sei in diesem Abschnitt die Breite für einen kombinierten Geh- und Radweg von 2,50 Metern realisierbar.

Wenn nicht anders möglich, könne der kombinierte Geh- und Radweg im weiteren Verlauf für eine kurze Strecke geringfügig etwas schmäler sein. Wichtig sei die durchgängige und damit sichere Führung des kombinierten Geh- und Radwegs auf der gleichen Seite.

Versetzung des Ortsschildes: ADFC verweist auf gesetzliche Vorgaben

Weiter bekräftigt der ADFC seine Forderung nach einer Versetzung des Ortseingangsschildes an der Lindemannstraße nach Süden. Wegen der Neubauten mit 70 Wohnungen am Kallerbach sei dies gesetzlich vorgeschrieben, denn die Bebauung werde bis zur Einmündung „Am Kallerbach“ erweitert. Versetzt werden sollte das Ortsschild nach Auffassung des Clubs etwas südlich vor die Einmündung „Am Kallerbach“. Dabei erwähnt Held eine bereits im Jahr 2015 von Gemeinderat Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzinger Liste) beantragte Versetzung des Ortsschildes Tutzing in Richtung Diemendorf. Der ADFC unterstützt dies. Er bittet die Gemeinde Tutzing, beim Staatlichen Bauamt Weilheim einen entsprechenden Antrag zu stellen. Die Maßnahme müsse möglichst umgehend - noch in der Bauphase - vollzogen werden, auch, weil die Verkehrsführung auf der Höhe der Abzweigung „Am Kallerbach“ sehr gefährlich sei. Als Beleg hierfür führt Held eine Reihe von Beobachtungen des Verkehrs an (siehe pdf).

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