Verkehr
26.11.2019
Von vorOrt.news

Unfallflucht auf Anweisung des Chefs

Lkw-Fahrer will an der Tutzinger Kirschnerstraße auf Polizei warten, wird jedoch weitergeschickt

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Einen Leitpfosten hat der Fahrer beschädigt © obs/TÜV Rheinland AG

Hin und her gerissen zwischen Gesetzestreue und Gehorsam war ein Lkw-Fahrer am Montag in Tutzing nur kurz. Er tat, was ihm sein Vorgesetzter auftrug, wohl wissend, dass er damit gegen rechtliche Vorgaben verstieß. Das hat Folgen – nicht nur für ihn, sondern auch für seinen Chef.

Der Vorfall geschah gestern, am Montag, gegen 11.30 Uhr. Der Fahrer einer Firma aus dem Landkreis Kelheim rangierte mit seinem Lastwagen im Bereich der Kirschnerstraße in Tutzing, um dort auf einer Baustelle Material anzuliefern. Beim Rangieren übersah er einen Leitpfosten, den er mit der Front beschädigte. Der Vorarbeiter der Baustelle wies ihn auf den Unfall hin und rief daraufhin die Polizei. Außerdem informierte er seinen Chef, dass er an der Baustelle warten müsse, bis die Polizei den Unfall aufgenommen hat.

Als die Polizeibeamten an Ort und Stelle waren, trafen sie allerdings nur noch den Vorarbeiter. Der erklärte, der Fahrer sei von seinem Chef nachdrücklich aufgefordert worden, sofort zum nächsten Auftrag weiterzufahren. Nach Abwägung der möglichen Folgen habe es der Fahrer vorgezogen, auf seinen Arbeitgeber zu hören und weiterzufahren.

Nun erwartet den Fahrer nach Angaben der Starnberger Polizei ein Strafverfahren wegen Unfallflucht. Und auch der Chef werde sich wegen der Anstiftung strafrechtlich verantworten müssen.

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