Verkehr
23.10.2019
Von vorOrt.news

Einbahnregelung auf der Ziegeleistraße

Zunehmender Verkehr rundherum sorgt für Probleme - Anlieger plädiert für Pfosten

Das „Weizenbierstüberl“ ist legendär. Längst ist die kleine, einst viel besuchte Gaststätte nahe der Bahngleise in Tutzing Vergangenheit. Rundherum hat sich Vieles verändert, Neubauten sind errichtet worden, ein Gewerbezentrum ist entstanden, eine Privatschule hat sich angesiedelt. Aber die Ziegeleistraße, die Verbindung in diesem Bereich, ist schmal, voller Schlaglöcher und nachts schlecht beleuchtet. Sie muss jedoch beträchtlich mehr Verkehr aufnehmen, der sich aus der recht deutlichen Belebung rundherum ergibt.

Das gilt keineswegs nur für Autos. Vom Morgen bis zum frühen Nachmittag sind Kinder und Jugendliche, die die Privatschule „Create Schools“ besuchen, zu unterschiedlichen Zeiten in dieser Gegend unterwegs. Auch immer mehr Radfahrer kann man auf der Ziegeleistraße sehen. Der vor einigen Jahren fertiggestellte Fahrradweg von Kampberg nach Tutzing endet an der Straße „Am Kallerbach“. An deren Einmündung stehen Hinweise, die die Radler zur Weiterfahrt direkt zur Ziegeleistraße leiten. Dort rät zwar ein Schild „Sackgasse“ von ihrer Nutzung ab, doch das schreckt viele offenbar nicht ab.

Kallerbach2-Martin-Held.jpg
Am Ende des Radwegs führen Schilder zur Ziegeleistraße © Martin Held
Anzeige
VorOrtNews_KommWahl.jpg
Kallerbach3-Martin-Held.jpg
Am Businesspark weisen die Schilder weiter... © Martin Held
Ziegeleistra-e2-Martin-Held.jpg
... bis zur Ziegeleistraße. Dort ist der Weg offiziell zu Ende, doch das stimmt gar nicht. © Martin Held
Ziegeleistra-e1.jpg
Schmale Straße in belebter Gegend: Die Ziegeleistraße

Jedenfalls treffen die Verkehrsteilnehmer auf manchmal eher unerfreuliche Weise aufeinander, wie Anlieger beobachten. Wenn zum Beispiel Schülergruppen auf der engen Straße gehen, fühlen sich Autofahrer schon mal belästigt, erzählt Robert Eckbauer, der direkt daneben in der Dreisbuschstraße wohnt. Ein Autofahrer sei ausgestiegen und habe die Schüler beschimpft, weil sie ihm im Weg gewesen seien. Früher sei das alles nicht so schlimm gewesen, sagt der Tutzinger: Lange war die Ziegeleistraße nämlich mit einem Pfosten versperrt. Man konnte also gar nicht durchfahren, und so kam es auch nicht zu unanangenehmen Aufeinandertreffen. Der Pfosten aber ist verschwunden.

Eckbauer hat bei der Gemeinde angeregt, ihn wieder aufzustellen. Der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit diesem Thema beschäftigt, einen Pfosten aber nicht beschlossen. Stattdessen will es der Ausschuss erst einmal mit einer Einbahnregelung in der Ziegeleistraße versuchen, vom Kallerbach aus gesehen in Richtung Dreisbuschstraße, allerdings nur für Autos, nicht für Radfahrer. Sollte der erhoffte Erfolg ausbleiben, gilt eine Schranke oder ein Pfosten aber als denkbar.

ID: 2296
Über den Autor

vorOrt.news

Kommentar hinzufügen

Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen.