Verkehr
14.5.2018
Von vorOrt.news

Polizei entsetzt: Beleidigung bei Erster Hilfe

Taxifahrer wird am Tutzinger Bahnhof aggressiv gegen „First Responder“, weil er mit Auto auf Taxistand hält

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Darf hier im Notfall gehalten werden? Taxistand am Tutzinger Bahnhof © L.G.

In der Unterführung des Tutzinger Bahnhofs ist am Sonntag gegen 14.10 Uhr jemand gestürzt. Der "First Responder", also der Helfer vor Ort, wurde alarmiert, wie die Polizei berichtet. Ein ehrenamtliche Helfer – ein 31-jähriger Mann aus Tutzing - war nach dem Bericht schnell vor Ort . Er stellte sein Fahrzeug auf den dort befindlichen Taxistand und wollte sofort Erste Hilfe leisten. Ein dort stehender Taxifahrer - ein 47-jähriger Mann aus Feldafing - bat den Tutzinger nach Angaben der Polizei, doch sein Fahrzeug nicht auf dem Taxistand stehen zu lassen. Der Helfer habe es aber als wichtiger angesehen, Erste Hilfe zu leisten. Deshalb habe er sein Auto dort stehen lassen. „Nun wurde der Taxifahrer aggressiv und beleidigte den Ersthelfer“, berichtet die Polizei.

Der Taxifahrer muss nun nach ihren Angaben mit einer Anzeige wegen Beleidigung rechnen. Darüber hinaus werde auf jeden Fall auch das Landratsamt Starnberg über das Fehlverhalten informiert werden, kündigt die Polizei an. Denn das Landratsamt sei für die Erteilung des Personenbeförderung-Scheins zuständig.

Wer ein Fahrzeug führt, darf an Taxenständen nicht halten, ausgenommen sind für die Fahrgastbeförderung bereitgehaltene Taxen.
Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), Anlage 2 (zu § 41 Absatz 1). Zeichen 229 Taxenstand

Polizei: "Verhalten absolut indiskutabel"

An diesen Bericht schließt die Polizei in ihrem Bericht folgende Kommentierung an:

„Es ist traurig, dass in unserer Gesellschaft Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, auch noch beleidigt werden. Der Taxifahrer kann nur hoffen, dass er nicht so schnell den Rettungsdienst benötigt, aber wenn dies der Fall sein sollte, ist sich die Polizei sicher, dass auch ihm sofort und schnell geholfen wird, auch wenn sein o. g. Verhalten absolut indiskutabel ist.“

Quelle Titelbild: L.G.
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Kommentare

Das Verhalten dieses Taxifahrers ist in der Tat absolut verwerflich.Da hat jemand ein gewaltiges Eigentor geschossen, das ihm grosse Schwierigkeiten bereiten kann. Der Mann ist schon des öfteren durch seine Besserwisserei und Paragraphenreiterei bei Fahrgästen unangenehm aufgefallen. Er gehört nicht zum Team der allseits geschätzten Fahrer eines ortsansässigen Unternehmens, das weit über die Grenzen Tutzings hinaus für die Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Service-Bereitschaft seiner Mitarbeiter bekannt ist , was ebenso für die beiden anderen Taxi-Firmen Tutzings zutrifft. Einem Vorurteil zufolge werden "Schwaben" erst mit vierzig Jahren "gescheit", vielleicht ist der 47jährige ein Spätzünder, wenn auch kein Schwabe. Diese Lektion sollte ihn auf jeden Fall zum Nachdenken und einer öffentlichen Entschuldigung für sein Fehlverhalten motivieren.
Olga Lechner
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