Verkehr
26.10.2018
Von vorOrt.news

Winterdienst am Tutzinger Bahnhof unklar

Deutsche Bahn kündigt Vertrag mit Gemeinde - Zu Kostenpflicht fürs Parken noch keine Angaben

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Am Tutzinger Bahnhof sind manche Anlagen und Gebäude in die Jahre gekommen - und auch einige Schilder © L.G.

Die vorgesehenen Neuerungen fürs Tutzinger Bahnhofs-Umfeld und besonders die Parkflächen wirken zurzeit eher verwirrend. Park-and-Ride-Anlage vor Veränderungen Im Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats hat Bürgermeisterin Marlene Greinwald über absehbare Änderungen informiert. Doch konkrete Pläne sind der Gemeinde bisher nicht bekannt, wie sie offen sagte.

Einen schon seit 30 Jahren bestehenden Vertrag mit der Gemeinde kündigt die Deutsche Bahn nach Angaben der Bürgermeisterin. Grund: Die Bahn will die Flächen mit den Park-and-Ride-Plätzen (P+R) nach ihrer Kenntnis von Januar nächsten Jahres an selbst bewirtschaften.

Doch was die Bahn konkret vorhat und was das alles für Folgen hat, scheint völlig unklar zu sein. Die Gemeinde Tutzing war nämlich nach dem Vertrag bisher für die Pflege der Anlage einschließlich Räumung und Winterdienst zuständig. Die Vertragskündigung versteht Greinwald so, dass dies ab sofort nicht mehr der Fall ist. Die Bahn müsse nun also selbst für Pflege und Winterdienst sorgen - oder niemand werde dies übernehmen.

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Der Winter steht vor der Tür - aber wer wird am Bahnhof räumen? © L.G.

Greinwald hofft auf Unterstützung durch den Bayerischen Gemeindetag

Genauso unklar ist den Gemeinderäten die konkrete künftige Planung für die Parkflächen. Seit Monaten hatte sich schon abgezeichnet, dass das Parken am Bahnhof kostenpflichtig werden dürfte. Das könnte mit dem Begriff „Bewirtschaftung“ gemeint sein. Aber bisher sind der Gemeinde dazu keinerlei nähere Informationen bekannt.

Trotz all dieser Unklarheiten hat die Bahn der Gemeinde aber schon mal einen neuen Vertragsentwurf geschickt, wie die Bürgermeisterin im Ausschuss berichtete. Auf keinen Fall sollte die Gemeinde ihn jetzt schon unterschreiben, bevor ein konkretes Konzept vorliegt, empfahlen mehrere Ausschussmitglieder. Das hat die Bürgermeisterin aber wohl auch nicht vor. Sie hofft auf Unterstützung durch den Bayerischen Gemeindetag. Gleichzeitig prüft die Gemeinde erst einmal, ob die Bahn so einen Vertrag überhaupt einseitig kündigen kann.

Quelle Titelbild: L.G.
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