Während das Thema Hauptstraßen-Sanierung am Dienstag im Gemeinderat nicht-öffentlich behandelt worden ist, konnten sich die Bürger schon einen Tag später an anderer Stelle über den Stand der Dinge informieren lassen: Der Fahrrad-Club ADFC hat bei einem Ortstreffen im Tutzinger Hof seine Kenntnisse über die aktuellen Planungen mitgeteilt.
Der ADFC will die Planungen bei diesem Projekt weiterhin kritisch begleiten, wie für den Club Dr. Martin Held, Claus Piesch (beide Tutzing) und Kreisvorstand Anton Maier (Feldafing) erklärten. Im Vordergrund steht dabei die Frage des Miteinander aller verschiedenen Straßennutzer, ob sie zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Auto oder sonstwie unterwegs sind, und auch der Anlieger. Eine zentrale Rolle spielt unter anderem die in jüngerer Zeit immer wieder erhobene Forderung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze. Die einen plädieren für Tempo 30 an bestimmten Gefahrenstellen wie zum Beispiel vor den Schulen, die anderen halten die Einführung einer Tempo-30-Zone im gesamten Ortszentrum - also von der Einmündung der Lindemannstraße bis zur Oskar-Schüler-Straße - für erforderlich. Diese Haltung vertritt zum Beispiel der Bürgermeisterkandidat der Grünen, Bernd Pfitzner.
Wie sicher sind die Wege rund um die Bus-Haltestellen?
Besonders achten will der ADFC auch auf die Einbeziehung der an die Hauptstraße angrenzenden Straßen. Das gilt gerade für die Einmündungen. Sie gelten teils als kritische Punkte, so wegen der Unterbrechung der Gehwege an diesen Stellen. Weiter Wert gelegt wird auf die Anbindung des Busverkehrs mit Wegen und Querungshilfen. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang auch über die Lindemannstraße, die gerade bei der Ein- und Ausfahrt der Supermärkte mit der Bräuhausstraße gegenüber und der Zufahrt zum "Tutzinger Keller" als Gefahrenpunkt gilt.
Für besonders wichtig hält der ADFC weiter die Wegeführung für den Radverkehr. In deren Planung will der Club einbezogen werden. Dabei werden auch Bezugspunkte zum übergeordneten Radwegekonzept gesehen, das im Landkreis erarbeitet wird.
Weitere Informationen auf der Bürgerversammlung am 29. November erwartet
Im Gemeinderat war die Information über die bisher letzte Sitzung des Arbeitskreises Hauptstraße am 10. Oktober vertagt worden. Dem Vernehmen nach hat die Planung länger gedauert als zunächst vorgesehen. So ist offenbar die nicht-öffentliche Information des Gemeinderats am Dienstag zu erklären. Sondersitzung nicht öffentlich Zudem müssen bei der Abstimmung wohl bestimmte behördliche Informationsabläufe berücksichtigt werden.
In der für Mittwoch, den 29. November angesetzten Bürgerversammlung (Roncallihaus, Beginn 19 Uhr) werden von der Gemeinde öffentiche Informationen über den neuesten Planungsstand erwartet. Die nächste Sitzung des Arbeitskreises Hauptstraße ist zunächst verschoben worden. Ein neuer Termin für sie steht noch nicht fest.










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