Von Lea Eder

Der Klimakrise entkommen

Escape Room zum Klimawandel - Daten zur Anmeldung hier

Gemeinsam veranstalten die Bürgerinitiativen Bernried Kann Klima und Klimawende Ammer-Lech-Land einen Escape Room zum Thema Klimakrise.

Das Escape Game spielt im Jahr 2050. Die Klimaschutzmaßnahmen der Vergangenheit sind fehlgeschlagen und die vorhergesagten Klimakatastrophen sind eingetreten. Die Menschheit leidet unter Extremwetterereignissen, monatelanger Hitze, gefolgt von Starkregen und Sturm.

Die Professoren Green und Blue vom Institut für Klimaschutz und Klimawandel mussten kürzlich eine wichtige Erfindung gemacht haben, die die Welt verändern kann. Leider sind sie bei einer Alpen-Exkursion in einer Schlammlawine ums Leben gekommen, bevor sie ihre Entdeckung veröffentlichen konnten.

Die Spieler und Spielerinnen werden in das Arbeitszimmer eines Professors geführt. Hier muss irgendwo die Lösung versteckt sein. Aber das Stromnetz ist zusammengebrochen und das Notstromaggregat läuft nur noch etwa eine Stunde. In dieser Zeit sollen die Teilnehmer*innen die Entdeckung der Professoren finden - und die Welt retten.

Am Escape Room können Gruppen zwischen 2 bis 8 Personen teilnehmen. Das Spiel findet am 11. und 12. Februar 2023 jeweils um 13 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr sowohl in Bernried als auch in Peiting statt. Anmeldungen sind bis zum 5. Februar 2023 möglich, für den Spielort Bernried unter bernriedkannklima@posteo.de und für Peiting unter forum-klimawende-all@web.de.

Basierend auf einer Idee von ALEC du Pays Messin, Metz Métropole und der Stadt Worms, für das Escape Game „Die letzte Chance“, das im Rahmen der deutsch-französischen Energiewendewoche im Januar 2019 entwickelt wurde.

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Kommentare

Der Beitrag trifft einen Punkt, indem er auf einen Aspekt hinweist, der sich verbessern ließe. Ganz richtig formuliert PLUSMINUS ja: Der Einsatz von SF6 hat mit den Kosten zu tun, rein technisch ist ein Ersatz machbar. PLUSMINUS verschweigt den Zuschauern jedoch den größten Abnehmer (und Emittenten) des Gases: die Hersteller der Schallschutzfenster, die in unseren Wohnungen und Häusern verbaut werden.

Es ist schon gut, dass PLUSMINUS Druck in Richtung der EU und der Unternehmen aufbaut. Aber deswegen die Windradindustrie als "Klimakiller" darzustellen, ist sachlich falsch und riecht nach billiger Effekthascherei der Sendung.
Hier der Beitrag auf den ich mich zum Thema SF6 bezogen habe: https://youtu.be/hmGObeNBZA0
Noch ein Nachtrag zum Thema SF6: Rund 85 Prozent der deutschen Emissionen geht auf Schallschutzfenster zurück. Ein Bauteil, das in unseren Wohnungen und Häusern allgegenwärtig ist.
Hallo Herr Wagner, es freut mich zu hören, dass Sie den Klimawandel auch als gesicherten Fakt und als Problem ansehen. Und ich verstehe auch gut, dass Sie kein Freund der Agitation sind, sondern gerne alle Wirkungen und Nebenwirkungen mitberücksichtigt haben wollen. Allerdings muss Ihre Information zu SF6 geradegerückt werden, ist sie doch (zum Glück für die Windenergie) sachlich falsch. Richtig ist zwar, dass SF6 ein extrem potentes Treibhausgas mit einer sehr langen Verweildauer in der Atmosphäre ist, das in Windanlagen Einsatz findet. Das Entscheidende ist jedoch die folgende Rechnung: Eine Windkraftanlage enthält rund 3 kg SF6, die sich in abgedichteten Behältern befinden. Deren Aufgabe ist es, elektrische Bauteile durch das Gas vor Stromüberschägen zu bewahren. Rein rechnerisch können aus den Behältern durch Undichtigkeiten rund drei Gramm pro Jahr entweichen. Wenn man das Treibhauspotential von SF6 auf 23.500 CO2-Äquivalente ansetzt, eine Tonne SF6 also der Klimawirkung von 23.500 Tonnen CO2 entspricht, dann bedeutet das, beim Betrieb eines Windrades können pro Jahr etwa 0,0705 Tonnen CO2-Äquivalente entweichen. Das Windrad spart jedoch im Gegenzug jährlich rund 4.000 Tonnen CO2 ein (durch nicht verbrannte Kohle). Selbst wenn durch einen Unfall oder mangelhaftes Recycling der Schaltanlage das gesamte enthaltene SF6 entweichen würde, käme es zu maximal 70,5 Tonnen CO2-Äquivalente. Während die Windkraftanlage bei einer angenommenen Lebensdauer von 20 Jahren 80.000 Tonnen CO2 einspart. (Mehr dazu, auch die lesefreundliche Darstellung im Schaubild, findet sich hier: https://energiewende.eu/windkraft-sf6/.) Sie sehen also, die Geschichte mit SF6 ist zwar geschickt ausgedacht, sie bleibt aber eine Ente.
Hallo Herr Kerbs, da brauchen Sie sich um mich keine Sorgen machen. Ich bin kein Klimawandelleugner oder Lukewarmer. Trotzdem distanziere ich mich radikalen Klimaaktivisten die Panik verbreiten. Zwischen Panikmache und Ignoranz gibt es Gott sei Dank noch eine große Bandbreite, die es zu nutzen gilt. Ich denke wie Sie, dass der Klimawandel noch nicht bei jedem angekommen ist. Ob ein Escape Room zum Thema Klimakatstrophe daran etwas ändert, wage ich doch stark zu bezweifeln. Extreme wie Panik/Flucht führen immer zu unüberlegten Handlungen und zu einer Vernebelung die Realität. Wie die Erzeugung von Panik in einem Escape Room bei der Lösung des Klimaproblems helfen soll, erschließt sich mir nicht. Deutlich sieht man dies an den Klimaaktivisten der „Letzten Generation“. Die sind mit ihren Aktionen im absoluten Panikmodus. Die sollten Ihre Energie lieber dafür einsetzen vermeintliche gute Lösung zum Klimaschutz wie beispielsweise die Windkraft zu hinterfragen. Niemand von denen regt sich darüber auf, dass die aktuelle Windrädergeneration in Deutschland schon heute genau so viel klimaschädliches Gas emittieren wie der gesamte innerdeutsche Flugverkehr. Stichwort Schwefelhexafluorid SF6 in den Leistungsschaltern. Deutschland ist in Europa mit Abstand der größte Emittent von SF6. SF6 hat von allen bekannten Substanzen die stärkste Treibhauswirkung. Es wirkt rund 22.800 Mal so stark wie die identische Menge Kohlendioxid. Und: Wenn es einmal in die Atmosphäre gelangt ist, dauert es mehr als 3000 Jahre, bis SF6 sich wieder zersetzt und unwirksam wird. Leider setzen sich die Klimaaktivisten nicht dafür ein, dass dieses Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt und SF6 verboten wird. Eine technische Lösung gibt es. Nur werden die die Windräder dadurch teurer und können nicht mehr so kompakt gebaut werden. So lassen sich viele andere Beispiele finden, die auf den ersten Blick als Lösung erscheinen, aber dann doch gravierende Nebenwirkungen haben können. Im Panik- Ignoranz- oder Ideologie- Modus lassen sich diese aber weder erkennen noch lassen sich nachhaltige Lösungen finden. Ich habe den Eindruck, dass gewisse Interessengruppen drüber nicht unglücklich sind und dies für sich ausnutzen, wenn nur noch über extreme Ansichten diskutiert wird. So lassen sich schädliche Nebenwirkungen am besten unter den Teppich kehren.
Aber Herr Wagner, haben Sie etwa das Gefühl, die Notwendigkeit zur Veränderung der eigenen Lebensweise sei wirklich bei den Menschen angekommen? Mein Eindruck ist das nicht, und deshalb bin ich auch ziemlich dankbar dafür, dass die engagierte Frau Eder dieses Bildungsangebot hier bewirbt.

Sie sehen das anders? Dann lassen Sie sich doch vielleicht von Al Gore mitreißen. Sie wissen schon, früherer Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger 2007. Der kann es im unten verlinkten Video gar nicht fassen, was die westliche Welt bezüglich der Klimagase derzeit an Arbeitsverweigerung abliefert. Seine Wutrede ist aber aus einem anderen Grund ganz großes Kino: Es schafft allein mit Worten faszinierend eingängige Bilder, indem er auf alltagsnahe Analogien zurückgreift. Geben sie sich das mal, dann zieht es Sie vielleicht anschließend noch in den Dark Room ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=4-br-n9xTOc
"Klimaaktivisten", "Panikmachezug" ...

Oh. Mein. Gott.
Ich glaube Sie haben meinen Kommentar falsch verstanden. Mich stört, dass Klimaaktivisten für so etwas Werbung machen.
(Bearbeitet)
Ich glaube, Sie haben das Spielchen falsch verstanden.
Im beschriebenen Szenario kann man auch 2050 noch das Ruder 'rum reißen.
^^ Na ja, wem's gefällt?

"Don't panik!"
Douglas Adams
;-))
(Bearbeitet)
Hier zeigt sich wieder einmal, dass die sogenannten Klimaretter auf jeden „Panikmachezug“ aufspringen. Ihrem berechtigten Anliegen dienen sie damit nicht.
(Bearbeitet)