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Wandel für Privatvermieter im Tourismus

Rund 35 Anbieter in Tutzing - „Gastgeberforum“ informiert über Unterstützung

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Der Tutzinger Dampfersteg wird länger: Ein Beispiel für wichtige Veränderungen mit Folgen auch für Privatvermieter © L.G.

Im Tourismus von Tutzing gibt es ganz unterschiedliche Anbieter. Hotels und Pensionen gehören dazu, auch die beiden Akademien spielen längst eine wichtige Rolle, denn viele ihrer Tagungsteilnehmer beherbergen sie selbst. Auf dem früheren Roche-Gelände soll nun ein 125-Zimmer-Hotel dazukommen, vielleicht wird es nach jahrzehntelangem Hin und Her auch auf dem Seehof-Grundstück eines Tages ein neues Hotel geben. Nicht zu unterschätzen ist aber auch die Bedeutung der privaten Vermieter. Etwa 35 soll es von ihnen geben.

Private Vermieter agieren in Tutzing oft eher für sich - sie stehen weniger im Licht der Öffentlichkeit. Umso interessanter sein könnte für manche von ihnen die Unterstützung von Fachleuten. Die gibt es demnächst zum Beispiel bei einem so genannten Gastgeberforum, das die Starnberger Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft gwt einmal jährlich veranstaltet. Es findet diesmal am Mittwoch, dem 13. November 2019 um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Landratsamts Starnberg statt.

Die Digitalisierung verändert das Verhältnis von Gast und Gastgebern

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Neue Geschäftsmodelle: In London hat booking.com das Stadthaus "House of Sparkle" gestaltet © booking.co"

Die gwt lädt zu diesem Forum regionale Vermieter ein, um sie über ihre Aktivitäten und Angebote zu informieren, regionale Produzenten vorzustellen und über aktuelle Themen und Trends in der Tourismusbranche zu informieren. Informationen werden zum Beispiel auch zur Plattform „Lodgify“ angekündigt, die Vermietern von Ferienunterkünften zu professionellen Online-Auftritten verhelfen und sie so unabhängiger von Portalen wie „Airbnb“ machen will.

Als Referent ist der Tourismus-Experte Prof. Harald Pechlaner von der Universität Eichstätt dabei. Er weist auf einen gravierenden Wandel hin: „In Zeiten von Booking.com, Tripadvisor und Google verändert die Digitalisierung auch im Tourismus die Interaktion zwischen Gast und Gastgebern sowie auch zwischen den Gästen selbst.“ Der Titel seines Vortrags „Wohin geht die Reise? Perspektiven des Destinationsmanagements und seiner beteiligten Partner“. Pechlaner will dabei zeigen, wie auf diesem Gebiet völlig neue Geschäftsmodelle entstehen werden, dass soziale Medien eine immer größere Rolle spielen und warum Tourismus dennoch immer ein "emotionales Phänomen" bleiben wird.

Wesentlich für Privatvermieter sind auch regionale und lokale Entwicklungen. Nicht zu unterschätzen sein dürften beispielsweise Veränderungen wie bei der Schifffahrt mit neuen Routen auf dem Starnberger See und einer Verlängerung des Tutzinger Dampferstegs. Regionale Themen und ihre Folgen für die Vermieter werden wohl auch beim Gastgeberforum zur Sprache kommen. Angekündigt wird auch kulinarische Begleitung. So gibt es Catering aus dem Niederpöckinger Hotel La Villa und Präsentationen regionaler Anbieter mit Kostproben ihrer Produkte, so etwa von der Andechser Molkerei Scheitz, dem Starnberger Brauhaus und „Natürlich Saft am Ammersee“. Weitere Informationen werden zur aktuellen Auszeichnung des Landkreises Starnberg als Fairtrade-Landkreis und zum Thema Klimaschutz angekündigt. Hier die Einladung zum Gastgeberforum als pdf:

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