Sport
25.9.2026
Von Walter Oswald / vorOrt.news

Sieben auf einen Streich

Der Kampfsportclub Tutzing feiert bei der WMAC-Weltmeisterschaft seine bisher erfolgreichste WM

Dreizehn Sekunden. Länger brauchte Christopher Stadtherr nicht, um seinen Finalkampf im Vollkontakt zu entscheiden. Der Sieg war einer von vielen Höhepunkten, die der Kampfsportclub Tutzing (KSC) bei der Weltmeisterschaft des World Martial Arts Committee (WMAC) erlebte. Mit sieben WM-Gürteln im Gepäck kehrten die Tutzinger nach Hause zurück. Nie zuvor war der Club bei einer Weltmeisterschaft so erfolgreich.

Zum 20-jährigen Bestehen hatte der Verband seine WM an den eigenen Hauptsitz nach Bregenz geholt. Mehr als 1800 Kämpferinnen und Kämpfer aus 36 Nationen gingen in Bregenz und Dornbirn an den Start. Mit 3500 Starts auf zehn Kampfflächen war die Messehalle gut gefüllt. Kampfsportfans aus aller Welt fieberten dort mit. Die Tutzinger hatten sich viele Wochen auf diesen Moment vorbereitet – und wurden dafür belohnt.

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Ihre erfolgreichste Weltmeisterschaft konnten die Mitglieder desd Kampfsportclubs Tutzing in Bregenz feiern © KSC
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Neunter WM-Titel für den 80-Kilo-Hünen

Christopher Stadtherr, der Hüne der 80-Kilogramm-Klasse, holte gleich zwei Titel. Nach seinem Blitzsieg im Vollkontakt trat er auch im K1 der Elite an. Im Halbfinale schickte er seinen Gegner K.o., das Finale gewann er nach Punkten. Für den 23-Jährigen ist es bereits der neunte WM-Titel. Erst im vergangenen Jahr bei der WM im englischen Hull war er zum siebten Mal Weltmeister geworden.

Drei Siegergürtel für Moritz Haidari

In Höchstform präsentierte sich der junge Mohammad „Moritz“ Haidari. In der 65-Kilogramm-Klasse gewann er sowohl im Kick Light als auch im Leichtkontakt. Auch eine Gewichtsklasse höher, im Leichtkontakt bis 70 Kilogramm, stand er am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Mit drei Titeln war er der erfolgreichste Tutzinger dieser WM.

Vom Jugend-Europameister zum Weltmeister

Auch Samuel Partheymüller setzte seinen steilen Weg fort. „Sammy“ gewann den WM-Gürtel im Leichtkontakt bis 75 Kilogramm. Zusätzlich siegte er im Kick Light der Elite. In dieser Kategorie treten nur die Besten ihres Landes gegeneinander an. Im Vollkontakt kam Partheymüller auf den dritten Platz. Im Mai 2024 war er noch Jugend-Europameister im Leichtkontakt geworden. Bei seiner ersten WM als Erwachsener in Hull holte er im vergangenen Jahr zwei dritte Plätze. Nun ist er auch bei den Erwachsenen Weltmeister.

Knapp am Gold vorbei

Nur um Haaresbreite verpasste Alexandra Pasztor einen weiteren Titel. In der Vollkontakt-Klasse bis 70 Kilogramm unterlag sie im Finale knapp nach Punkten. Danach musste sie verletzungsbedingt aufgeben. Bei der Europameisterschaft in Slowenien im Frühjahr hatte sie in dieser Gewichtsklasse noch zweimal Gold geholt, im Vollkontakt und im Kick Light. Jonas Schwarzer wurde in der 75-Kilogramm-Klasse gleich zweimal Vizeweltmeister, im K1 und im Kick Light. Der 16-jährige Leon Huber sammelte in der 60-Kilogramm-Klasse wertvolle internationale Erfahrung. Im Kick Light und im Leichtkontakt belegte er jeweils den fünften Platz.

Training in der Dreifachturnhalle

Hinter den Erfolgen steht der Kampfsportclub Tutzing e.V. Der Verein bietet mehrmals pro Woche Kickboxen für alle Altersklassen an, zu fairen Preisen, in der Dreifachturnhalle an der Bernrieder Straße 1a. Der KSC ist nicht nur auf internationalen Wettkampfflächen zu Hause. Er engagiert sich auch in der Nachwuchsarbeit, etwa mit dem Kids Cup für Sechs- bis 14-Jährige in der Würmseehalle. Wer selbst einmal reinschnuppern möchte, findet Informationen auf www.kickboxen-tutzing.de oder auf der Facebook-Seite des Vereins.

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