Immer mehr Sorgen um den Hartplatz werden vorgebracht. Auch mehrere Eltern haben sich wegen des befürchteten Wegfalls dieses Platzes für den Sportbetrieb an die Gemeinde gewandt, berichtete Rainer Fichtl, Vorstandsmitglied des TSV Tutzing, auf einer Delegiertenversammung. Als er das sagte, brandete Beifall auf. Denn dass der Hartplatz auch als Standort für ein neues Feuerwehrhaus im Gespräch ist, hat beim TSV viele Befürchtungen ausgelöst.
Auch der Vereinsvorstand hat kürzlich aus diesem Grund einen offenen Brief an Bürgermeister Ludwig Horn und an alle Gemeinderatsmitglieder geschrieben. TSV Tutzing warnt vor Entscheidung gegen den Sport Für diesen Dienstag ist eine Grundsatzentscheidung zum Feuerwehrhaus im Gemeinderat angekündigt (Sitzungssaal des Rathauses, Beginn 19 Uhr). Gemeinderat entscheidet übers Feuerwehrhaus
Wie die Erhaltung des Hartplatzes oberhalb des Würmseestadions für den Sport den Mitgliedern des TSV Tutzing auf den Nägeln brennt, ist bei der Delegiertenversammlung immer wieder deutlich geworden. Vertreter mehrerer Abteilungen des Vereins betonten, wie wichtig ausreichende Flächen seien und dass Einschränkungen des Sportbetriebs zu befürchten seien, falls der Verein den Hartplatz nicht mehr nutzen kann.
Bei den aktuell teils sehr erfolgreichen Jugend- und Erwachsenenteams der Fußballabteilung beispielsweise ist die Beteiligung groß. Das einzige Problem bildeten die Kapazitäten, klagte Jonas Beekmann vom Vorstand der Fußballabteilung. Neben der ersten Mannschaft, die den Wiederaufstieg in die A-Klasse geschafft hat, meldet der TSV für die kommende Saison auch wieder eine zweite Herrenmannschaft, und fast alle Fußball-Jugendmannschaften sind nach Angaben von Beekmann vollständig besetzt. „Wenn der Hartplatz weg ist, bezweifeln wir, dass es positiv weitergeht“, sagte er.
Wegen der begrenzten Platzverhältnisse finden die Trainingsstunden der Fußballer und der Leichtathleten zeitweise gleichzeitig auf einem Platz statt. Darin werden Risiken gesehen, so beim Speerwerfen, das verstärkt geplant ist.
„Es ist unser klares Interesse, dass wir den Hartplatz behalten können“, sagte Fichtl: „Sonst können wir die Kinder nicht mehr betreuen.“ Fichtl betonte aber auch ausdrücklich: „Wir wollen nicht gegen die Feuerwehr arbeiten.“
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Kommentare
Da es inzwischen wesentliche Erkenntnisse gibt, dass die Feuerwehr innerorts verbleiben kann bzw. sollte - bei gleichzeitigem Neu-/Umbau/Erweiterung nach dem Bedarf für die Zukunft - ist für mich klar, dass ich für einen Verbleib des Hartplatzes für den Sportbetrieb stimmen werde.
Ich danke allen, die mit dem Sportbetrieb direkt oder mittelbar verbunden sind, für den umfangreichen Einsatz zur Information und Aufklärung, wie wichtig der Sportbetrieb und die dafür nötigen Flächen sind. Das war ganz offensichtlich vielen nicht bekannt.