Wegen der Zukunft des Hartplatzes hat sich der TSV Tutzing mit einem offenen Brief an Bürgermeister Ludwig Horn und alle Mitglieder des Gemeinderats gewandt. Anlass sind Pläne für eine andere Nutzung des Platzes als den Sport. Im Gespräch ist der Neubau eines Feuerwehrhauses auf dieser Fläche oberhalb des Würmseestadions. Eine Entscheidung über den künftigen Standort des Feuerwehrhauses steht am Dienstag auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Gemeinderat entscheidet übers Feuerwehrhaus
„Eine anderweitige Nutzung des Hartplatzes wäre ein harter Einschnitt für das Sportangebot des TSV Tutzing“, erklären die Verantwortlichen des Vereins In dem Brief, der vom Vorstand des TSV Tutzing und den Abteilungsleitern Fußball und Leichtathletik unterschrieben ist, und weiter: „Dem Gemeinderat muss klar sein, dass eine Entscheidung für eine anderweitige Nutzung des Hartplatzes eine Entscheidung gegen den Sport in Tutzing ist.“ Das Sportangebot des TSV müsse dann zwangsläufig eingeschränkt werden.
"Die Nachfrage nach Sport ist extrem hoch, insbesondere bei Kindern"
Die Kapazitätsgrenze sei mit den in Tutzing zur Verfügung stehenden Sportstätten bereits weit überschritten, so der TSV. Mehrere Mannschaften müssten ihre Trainings gleichzeitig auf einem Platz abhalten, was die Trainingsmöglichkeiten einschränke. Die Nachfrage nach Sport sei extrem hoch, insbesondere bei Kindern. Aus Kapazitätsgründen habe der Verein in der abgelaufenen Saison zeitweise keine Neumitglieder aufnehmen können.
Der Hartplatz werde aktuell „nur“ als Ausweichoption genutzt, berge jedoch das Potenzial, ohne großen „infrastrukturellen“Aufwand als Fundament für einen weiteren spielbetriebsfähigen Fußballplatz zu dienen, so der Verein in seinem Brief. Der Platz verfüge sogar über Flutlicht.
Mit einem Crowdfunding-Projekt würde der TSV, wie es in dem Brief weiter heißt, den Hartplatz in Zukunft gern in einen Rasen- oder Kunstrasenplatz umwandeln, um eine echte Alternative zum Hauptplatz im, Würmseestadion zu schaffen und das Sportangebot langfristig noch breiter aufstellen zu können. Dazu benötige der Verein von der Gemeinde keine finanziellen Mittel, sondern nur Planungssicherheit bezüglich des Haertplatzes, zum Beispiel in Form eines Pachtvertrags, um das Projekt in Eigeninitiative angehen zu können.
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Ergänzend dazu brauchen wir dann auch umgehend eine Entscheidung, dass auch der Ausweichstandort während des Neu-/Um-/Ergänzungsbaus der Feuerwehr nicht auf den Hartlatz kommt, sondern z. B. auf den alten Festplatz an Stelle des derzeitigen Abraumlagerplatzes.
Nach Möglichkeit soll der Hartplatz gleich langfristig (möglichst dauerhaft) dem Sportbetrieb (TSV, Bogenschützen usw.) zugesagt werden.