Um eine riesige Summe wurde in der Gemeinderatssitzung diskutiert, von der Tutzing einen kleinen Teil abbekommen kann. Es ging um die „Sportmilliarde“, die der Bund bereitstellen will. In Berlin wurde ein Sondervermögen zur Verbesserung der Infrastruktur aufgelegt, aus dem in den nächsten vier Jahren kommunale Sportstätten saniert und modernisiert werden sollen.
Bürgermeister Ludwig Horn berichtete, dass sich die Möglichkeit dazu ganz kurzfristig ergeben habe. Ein Online-Portal, auf dem sich Kommunen anmelden können, sei erst einen Tag vor der Gemeinderatssitzung freigeschaltet worden.
Die Summe sehe zwar riesengroß aus, aber in Deutschland gebe es auch eine riesige Zahl von Sportstätten, so dass die einzelne Gemeinde im Vergleich zur Größenordnung eine wohl nur relativ kleine Summe erhalten könne. Seit Jahren habe die Gemeinde Ärger wegen der Würmseehalle, in die es zum Teil hineinregnet. „Die Chance sollten wir unbedingt ergreifen“, riet Horn. Eine Bewerbung lohne sich auf jeden Fall, „und wir müssen schnell sein“.
Rathausgeschäftsleiter Marcus Grätz erklärte zum weiteren Verfahren, die Gemeinde Tutzing trete dazu jetzt in „die Phase 1“ ein. Diese sei ein Interessenbekundungsverfahren. Die Gemeinderäte stimmten einhellig dafür, dass sich die Kommune um die Renovierung einer „Begegnungsstätte für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ bemühe. In einer „Phase 2“, so Grätz, müsse eine tatsächliche Bezuschussung beantragt werden: „Bis Mitte März erfahren wir, ob wir ins Verfahren reinkommen.“
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