Sport
6.1.2024
Von Stefanie Nonnenmann

Hunderte Menschen auf Schusters Rappen

Heute Dreikönigstoure um den Starnberger See in Gedenken an den verstorbenen Organisator Manni KagerDie Autorin ist Mitglied des Organisationsteams Dreikönigstour

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Manfred Kager © Organisationsteam Dreikönigstour

Heute früh um 8 Uhr hat die Dreikönigstour in Tutzing begonnen. Seit 2018 zieht diese Veranstaltung, die zunächst einen anderen Namen hatte, immer mehr Wanderfreunde am Samstag rund um den Dreikönigstag an den Starnberger See. 2023 nahmen fast 500 Wanderer die Herausforderung an, den Starnberger See auf einer Strecke von 50 Kilometern zu Fuß zu umrunden. Das so genannte Ultrawandern wird eine immer beliebtere Sportart. Ob 50 Kilometer in 12 Stunden oder 100 Kilometer in 24 Stunden – die Wander-Community wächst. Deutschlandweit und in Europa finden immer mehr Events statt.

Mit einer Trainingswanderung und gerade mal 30 Teilnehmenden hatte diese Veranstaltung 2018 ihren Ursprung. Nach dem plötzlichen Tod ihres langjährigen Organisators Manni Kager aus Königsbrunn bei Augsburg im November im Alter von nur 56 Jahren hat sich ein Team seiner engsten Freunde dazu verpflichtet, das beliebte Event weiterhin am Leben zu erhalten. Trauer um Manfred Kager Für die mehr als 500 Teilnehmenden, die aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen, ist die Dreikönigstour 2024 nun mehr als nur ein Ultra-Sportevent zum Jahresauftakt. Sie wollen mit ihrer Teilnahme Manni Kager gedenken, der in der Wanderszene anerkannt und geschätzt war und sich mit der Dreikönigstour einen Namen gemacht hat.

Die Besonderheit bei der Dreikönigstour: Alle Tickets wuerden kostenlos ausgegeben, die Teilnehmenden leisten im Anschluss eine freiwillige Spende. Diese dient nicht nur dazu, die Kosten zu decken, sondern unterstützt auch soziale Zwecke, die die Überschüsse erhalten. Dieser Charity-Ansatz unterscheidet das Event deutlich von zahlreichen anderen Wanderevents und Ultraläufen, die kommerziell veranstaltet werden. Daran soll sich auch unter der neuen Führung in den kommenden Jahren nichts ändern.

„Wandern und Walken für den guten Zweck Hochtaunus e.V.“: Verein unterstützt die Veranstaltung

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Start beim Dampfersteg in Tutzing © Organisationsteam Dreikönigstour

„Als wir von Mannis Tod erfuhren, hat es uns erst einmal den Boden unter den Füßen weggezogen“, berichtet Susanne Roser, die Manni Kager bereits seit Bestehen der Tour in der Organisation unterstützt hat. „Sehr schnell stand jedoch für unseren Freundeskreis fest: Wir werden die Tour am Leben erhalten, sie in Mannis Sinne auch künftig weiterführen“, fügt sie hinzu.

Unterstützung erhält Roser nicht nur von einem achtköpfigen Team der engsten Freunde Manni Kagers, sondern auch vom Verein „Wandern und Walken für den guten Zweck Hochtaunus e.V.“, der bereits zahlreiche Charity-Wanderungen für den guten Zweck organisiert hat. „Die Dreikönigstour kennen wir aus Teilnehmersicht bereits seit einigen Jahren und wir schätzen die Arbeit von Manni Kager, der die Wanderung stets kostenlos gegen Spenden für den guten Zweck angeboten hat, sehr“, sagt Markus Kotkowski, der gemeinsam mit Imelda Schiller den Verein in der Nähe von Frankfurt gegründet hat. „Da wir mit unseren Events ein ähnliches Ziel verfolgen, war es für uns Ehrensache, das Organisationsteam zu unterstützen und dem Marsch mit unserem Verein ein neues Dach zu geben“, ergänzt er.

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Check-in und Ziel beim "Tutzinger Hof"

Der Check-In der Teilnehmer begann heute früh um 7 Uhr in der Gaststätte „Tutzinger Hof“ in Tutzing. Gestartet wurde ab 8 Uhr in drei Gruppen in der Nähe des Anlegers am See. Von dort wird der See im Uhrzeigersinn einmal vollständig umrundet. Verpflegungsstationen, die allesamt von ehrenamtlichen Helfern betreut werden, erwarten die Wanderer in Niederpöcking, Ammerland, Seeshaupt und Bernried.

Der Zielbogen befindet sich direkt hinter dem Tutzinger Hof. Dort erhalten die Teilnehmenden ihre Urkunden und eine Gedenkmedaille. Auch für Wandernde in Begleitung von Hunden ist gesorgt. Die Tierhilfe Tutzing e.V. bietet auch in diesem Jahr wieder einen Notdienst an, falls einer der Vierbeiner bei der Tour Probleme bekommt und holt die Tiere mit dem Auto ab.

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