Der Jubel im Tutzinger Teil der Familie von Andreas Wellinger kennt keine Grenzen. Nun hat er bei den Olympischen Winterpielen auch noch die Silbermedaille auf der Großschanze gewonnen - Nummer zwei also nach der Goldmedaille auf der Normalschanze vor einer Woche. Der Tutzinger Dr. Dieter Hummel, Andis Opa, freut sich riesig. Stolz könne Andi sein, sagt er: "Ich freue mich mit ihm."
In der Familie hat der Sport schon immer eine große Rolle gespielt. Hummel hat Andis Talent früh erkannt und gefördert. Und wer weiß, wozu der 22-Jährige noch in der Lage ist. Vor dem Team-Wettbewerb am Montag steigt die Spannung.
Die Erfolge seines Enkels hat sich Hummel über die Jahre genau verfolgt. Als Kind ist Andi alpin Ski gefahren, erzählt er: "Aber er hat schon immer mehr Spaß daran gehabt, querfeldein, durch Gräben und über Baumstümpfe zu fahren."
Aus der Familie ist niemand in Südkorea dabei, aber alle fiebern mit. Claudia Wellinger, Andis Mutter, ist bei der Gemeinde Ruhpolding tätig und für die Chiemgau-Arena mit all ihren sportlichen Wettbewerben vom Biathlon bis zum Skispringen zuständig.
Was der Andi, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung den "neuen Vorflieger" nennt, wohl noch alles schaffen wird? Wird der Team-Wettbewerb der dritte Streich? Andi selbst scheint seine tollen Erfolge kaum fassen zu können. Eines seiner Geheimnisse ist wohl seine Lockerheit. "Cool" nennt ihn Teamkollege Richard Freitag, der sich mit dem neunten Platz zufriedengeben musste.
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