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Unterricht im nächsten Schuljahr angepeilt

Sanierung der Tutzinger Mittelschule kommt nach Angaben des Bürgermeisters gut voran

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Fortschritte an der Mittelschule: Die Zimmerer haben bereits einen Großteil der Außenfassade fertiggestellt. © L.G.

Der Unterricht in der Tutzinger Mittelschule soll nach ihrer Sanierung im nächsten Schuljahr beginnen. Das kündigt Bürgermeister Ludwig Horn in einem neuen Bürgermeisterbrief an. Die Maurerarbeiten kämen gut voran, auch die Zimmerer hätten bereits einen Großteil der Außenfassade fertiggestellt. Das Dach soll nach Angaben von Horn vor dem Winter fertig sein, damit der Innenausbau zügig fortgesetzt werden könne.

Der Rathauschef weist darauf hin, dass dieses Projekt ein gesamtes Kostenvolumen von 25 Millionen Euro haben soll. Auf weitere Einzelheiten geht er im Bürgermeisterbrief nicht ein.

Auf die Gemeinde Tutzing sollen nach den bisher bekannten Angaben Kosten von etwa zehn Millionen Euro entfallen. Mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten soll die staatliche Förderung durch die Regierung von Oberbayern ausmachen, hinzu kommen finanzielle Beiträge anderer Gemeinden, die Schüler nach Tutzing schicken, sowie eine KfW-Förderung wegen Nachhaltigkeit, falls die entsprechenden Bedingungen erfüllt werden.

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Ein Tutzinger Großprojekt: Mit der Sanierung der Mittelschule kommen auf die Gemeinde Kosten in Millionenhöhe zu © L.G.
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Zwischenfinanzierung hat die Bezahlung durch die Gemeinde nur aufgeschoben

Um eine Genehmigung für die Schulsanierung zu erhalten, musste sich die Gemeinde schon vor einiger Zeit bereiterklären, notfalls die historische Kustermannvilla hierfür quasi als Pfand einzusetzen, also im Fall des Falles zu verkaufen. Die Sanierung selbst hat die Gemeinde mit einem so genannten Geschäftsbesorgungsvertrag an das Unternehmen Bayern-Grund abgetreten, das der Bayerischen Landesbank und der Sparkassenorganisation nahesteht. Bayern-Grund hat die Baubetreuung und zunächst auch die Finanzierung übernommen.

Dabei handelt es sich aber lediglich um eine Zwischenfinanzierung. Die Bezahlung ist damit nur aufgeschoben worden. Die Geschäftsbesorgung läuft quasi als Schattenhaushalt neben dem Haushalt der Gemeinde her. Ob andere Finanzierungswege gefunden werden, mit denen der Verkauf der Kustermannvilla verhindert werden kann, ist ein kommunalpolitischer Dauerbrenner.

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