Von Gymnasium Tutzing

Zehn für Zukunft

Ideenwerkstatt mit jungen Menschen aus fünf Gymnasien zu aktuellen Themen in Tutzing

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Die Akademie für Politische Bildung bot mit ihrem professionellen Umfeld ein tolles Ambiente für die zweitägige Ideenwerkstatt.

Vom 20. bis 21. Mai 2023 setzten sich 25 interessierte Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen aus Gymnasien in Garmisch-Partenkirchen, Germering, Neuburg an der Donau, Tutzing und Weilheim mit wichtigen politischen Fragen auseinander. Im Rahmen des Begabtenförderprogramms „Zehn für Zukunft – Gesellschaftliche Veränderungen wahrnehmen und gestalten“ kamen die Schülerinnen und Schüler an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing zusammen und gestalteten Workshops zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Themen reichten von der Verletzung der Menschenrechte über die Handhabung der Pressefreiheit in verschiedenen Staaten wie Deutschland und China bis hin zu Institutionen und aktuellen Problemen der Europäischen Union. Ebenso gingen die Jugendlichen dem Schwerpunkt „Beim Klimaschutz ist es fünf nach zwölf – aber es ist nie zu spät“ nach und diskutierten über Gründe, Folgen und Alternativen zu einer oft zögerlichen Klimapolitik.

Abschlussdiskussion mit MdL Natascha Kohnen, MdL Benjamin Adjei und Landtagskandidat Mathias Hausmann

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Zum Abschluss diskutierten die Schülergruppen mit den Landtagsabgeordneten Benjamin Adjei (rechts) und Natascha Kohnen sowie dem Landtagskandidaten Mathias Hausmann (links) über die Themen ihrer Workshops. Moderiert wurde die Diskussion von Jörg Siegmund.

Am zweiten Tag präsentierten die Schülergruppen die Ergebnisse der Workshops zahlreichen Gästen im Rahmen einer Podiumsdiskussion. Dazu kamen auch die Landtagsabgeordneten Benjamin Adjei und Natascha Kohnen sowie der Landtagskandidat Mathias Hausmann, die sich mit den Schülerinnen und Schüler zu diesen Aspekten sowie weiteren politischen Fragestellungen intensiv austauschten.

Die Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberbayern-West, Brigitte Grams-Loibl, überreichte den teilnehmenden Schülergruppen im Anschluss Zertifikate und würdigte damit das besondere politische Interesse und Engagement der Gymnasiasten. Dabei betonte die Ministerialbeauftragte: „Mit der Teilnahme am Projekt ‚Zehn für Zukunft‘ zeigen unsere Zehntklässlerinnen und Zehntklässler eindrucksvoll, dass sie überlegt und kreativ mit aktuellen Fragestellungen aus Politik und Gesellschaft umgehen und aktiv an der Gesellschaft teilhaben. So wird Demokratie gelebt!“

Bei der Abschlussveranstaltung am 21. Mai 2023 lobten auch die betreuenden Projektleiter Jörg Siegmund von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing sowie Gabriele Beulke und Stefan Flierl vom Gymnasium Tutzing den Einsatz der Schülerteams über den Unterricht hinaus: Die Schülerinnen und Schüler hätten methodisch kreative und inhaltlich gewinnbringende Workshops für die anderen Seminarteilnehmer ausgestaltet und so viele bereichernde Erfahrungen auch für die eigene Zukunft gesammelt.

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„Zehn für Zukunft – Gesellschaftliche Veränderungen wahrnehmen und gestalten“ – ein herausragendes Programm zur Begabtenförderung

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Das Schülerteam des Gymnasiums Tutzing (v.l.n.r.: Joel Hafner, Yannick Schoening, Tobias Hartmann, Franziska Kühnel und Charlotte Rosenbusch) mit Brigitte Grams-Loibl, die als zuständige Ministerialbeauftrage für die Gymnasien in Oberbayern-West die Zertifikate überreichte, und Schulleiter Andreas Thalmaier

Die Ideenwerkstatt „Zehn für Zukunft – Gesellschaftliche Veränderungen wahrnehmen und gestalten“ wurde im Jahr 2016 von der Ministerialbeauftragten-Dienststelle für die Gymnasien in Oberbayern-West gemeinsam mit der Akademie für Politische Bildung in Tutzing sowie dem Gymnasium Tutzing ins Leben gerufen. Ziel des Kooperationsprojekts ist es, Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe oberbayerischer Gymnasien – daher der Name des Projekts „Zehn für Zukunft“ – anzuregen, sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Interessierte Jugendliche bewerben sich eigenständig in Teams für das Projekt und arbeiten dann mit Unterstützung von Experten ein selbstgewähltes politisches Thema aus. In mehreren Veranstaltungseinheiten gestalten die Schülergruppen eigenständig Workshops für die anderen Projektgruppen. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, mit Landtagsabgeordneten und weiteren Experten über ihre Themen zu diskutieren. Insgesamt gewinnen alle Teilnehmenden so neue Erkenntnisse, lernen ihre Sichtweisen argumentativ darzulegen und überzeugend zu präsentieren.

Weitere Informationen und das Programm zum Schülerprojekt „Zehn für Zukunft“ finden Sie unter: https://www.km.bayern.de/ministerium/institutionen/ministerialbeauftragte-gymnasium/oberbayern-west/begabtenfoerderung.html

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Comments

Es hört sich eigentlich fantastisch an, dass Jugendliche zur politischen Erörterung in einen solchen Rahmen geladen werden. Man bemüht sich um die jungen Menschen und meint es gut mit ihnen. Aber irgendwas ist doch schräg an dem Bild, das der Artikel zeichnet. Denn, mal ehrlich, es fällt schwer, sich das vorzustellen: Vertreter unserer 16-jährigen gymnasialen Bildungselite fügen sich mitten in der Polikrise, dem ohne Zweifel allergrößten Schlamassel der Menschheitsgeschichte, artig in das Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen der Erwachsenen ein. Ohne den anwesenden Erwachsenen unter die Nase zu reiben, dass zur Demokratie unausweichlich die Kontroverse gehört, weil es sonst eben keine Demokratie ist?

Mir kommen für dieses Maß an Artigkeit zwei mögliche Erklärungen in den Sinn. Entweder spart der obenstehende Bericht die Kontroverse aus, die es womöglich doch gegeben hat – warum auch immer. Oder der gymnasiale Bildungsweg erfordert in einem solchen Maße Anpassung, dass es für Schüler folgenreich wäre, die vorgegebenen Gleise zu verlassen. Und ja, eine solche Vorsicht der Zehntklässler erscheint durchaus nachvollziehbar. Denn man gerät heute schon dann unter Terrorverdacht, wenn man die Regierung daran erinnert, dass rechtsgültig geschlossene Verträge einzuhalten sind.

Dabei gibt es in einem Land, das sich voll und ganz der Realitätsverweigerung verschrieben hat, einige Gründe dafür, sich gegen das vordergründig nur gut Gemeinte aufzulehnen. Hans Joachim Schellnhuber, der Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, formuliert die Lage der Jugend so: "Ich sage Ihnen, dass wir unsere Kinder in einen globalen Schulbus hineinschieben, der mit 98-prozentiger Wahrscheinlichkeit tödlich verunglückt.
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