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Gymnasium: Tutzing tritt in Verhandlungen ein

Landkreis soll Trägerschaft übernehmen - Gemeinderat beauftragt Bürgermeisterin Greinwald

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Teure Baustellen erwartet die Gemeinde am Gymnasium - von den Turnhallen über die Kalle-Villa bis zum Südbau © L.G.

Etliche Eltern und Lehrer waren gestern Abend in der Sitzung des Gemeinderats, unter ihnen Oberstudiendirektor Bruno Habersetzer und sein Stellvertreter Andreas Thalmaier. Kein Wunder: Es ging um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft des Gymnasiums. Und der Gemeinderat hat Nägel mit Köpfen gemacht: Nach seinem Willen soll der Landkreis Starnberg die Trägerschaft des Tutzinger Gymnasiums übernehmen.

Nach dem gegen eine Stimme gefassten Beschluss wird Bürgermeisterin Marlene Greinwald damit beauftragt, mit dem Landkreis entsprechende Verhandlungen aufzunehmen. Dagegen stimmte nur Stefanie von Winning (CSU). Sie argumentierte, für das Gymnasium sei die Nähe zu einem Sachaufwandsträger wegen der kurzen Wege vorteilhaft, der zudem nur für wenige Schulen zuständig sei.

Zuvor hatte in nicht-öffentlicher Sitzung auch schon der Hauptausschuss einen solchen Beschluss gefasst, wie Greinwald berichtete. Die Gemeinde könne die hohen mit dem Gymnasium verbundenen Kosten nicht mehr aufbringen, sagte die Bürgermeisterin. Sie verwies darauf, dass demnächst für die Turnhalle, den Südbau und die Kalle-Villa nach Schätzungen zwölf Millionen Euro aufzubringen sein würden. Mehr als acht Millionen Euro hat die Gemeinde nach Unterlagen, die die Gemeinderäte erhalten haben, schon in den Jahren 1984 bis 2017 für das Gymnasium ausgegeben.

Trotz des nun eingeschlagenen Weges, dass die Gemeinde seine Trägerschaft aufgeben will, betonte die Bürgermeisterin ausdrücklich: „Es ist ein Beschluss für, nicht gegen unser Gymnasium.“ Die Gemeinde stehe „voll und ganz zu diesem Gymnasium“.

Quelle Titelbild: L.G.
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