Ganz in festliche Stimmung getaucht war das Tutzinger Gymnasium an zwei Abenden. Die Weihnachtskonzerte am Mittwoch und am Donnerstag haben rund 500 Besucher begeistert. Etwa 130 Mitwirkende haben ein abwechslungsreiches und vielseitiges Programm geboten.
Das Schulorchester begann barock: mit drei Sätzen aus dem Weihnachtskonzert des italienischen Komponisten Angelo Corelli. Mit ganz anderen musikalischen Ausdrucksformen traten später drei verschiedene Chöre auf: der Unterstufenchor, ein „großer Chor“ und der „Q-Chor“ der Oberstufe. Die Schulband war mit mehreren Stücken wieder ganz anderer Art dabei, und es gab einfühlsame solistische Einlagen, die bei den begeisterten Gästen förmlich für Gänsehaut sorgten.
Zeitweise standen so viele Schüler auf der Bühne, dass sie im Gewimmel erst mal ihre Plätze suchen mussten. Den Beweis für echtes Miteinander der großen Schulfamilie lieferten am Schluss Orchester und großer Chor in einer „Koproduktion“, wie es Musiklehrer Thomas Zagel formulierte: Zusammen brachten sie „Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn", das imposante Stück aus Händels "Messias", in perfekter Harmonie, obwohl sie erst wenige Tage zuvor begonnen hatten, gemeinsam zu üben.
Auch das Repertoire selbst zeugte im wahrsten Sinn des Wortes von gutem Zusammenspiel im Gymnasium. Die Musiklehrer Thomas Zagel und Stephan Beck haben die unterschiedlichen musikalischen Fähigkeiten der Schüler geschickt zusammengeführt - und etliche Gymnasiasten selbst haben interessante eigene Ideen beigesteuert.
So wurde der Auftritt dreier junger Damen zu einem der Höhepunkte an diesem Abend: Alina Abgarjan, Kimberly Crory und Emilie Krueger servierten ein mal besinnliches, mal peppiges „Christmas-Mashup“ in Form einer Mischung von mehreren Weihnachtsliedern. Eine interessante Version von Leonhard Cohens „Hallelujah“ brachten Amadea Ackermann und Lea Schweisgut.
Im reichhaltigen Konzertprogramm fanden sich alpenländische Klänge ebenso wie Spirituals, jazzige Elemente ebenso wie Folksongs, Rock-Anklänge ebenso wie Filmmusik. Gerade wenn es besonders anspruchsvoll wurde, scheint es den jungen Leuten besonders viel Spaß gemacht zu haben, wie Zagel einmal durchblicken ließ.



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