Letztes Wochenende haben recordverdächtige Temperaturen für regen Andrang an den Padeplätzen im Raum Tutzing gesorgt. Somit auch im Südbad Areal was zur Parkplatznot und einigen Stress führte.
Schon mittags stellten sich einige Fahrzeuge ins absolute Halteverbot am Südbad Parkplatz am Übergang zum Bolzplatz, derr ein gekennzeichneter Rettungsweg ist. Ein Versuch, die Leute höflich darauf aufmerksam zu machen, scheiterte an Ignoranz, Beleidigung und Unverständnis.
Die Parkplatznot wird durch die Aushub-Zwischenlagerstätte und den beiden Salz-Silos für den Winterdienst verstärkt. Die von der Gemeinde beauftragte kommunale Parküberwachung war gefühlt wohl auch in der Badeerholung. Die Polizei, die auch nicht gerade personelle Überhänge hat, war mit anderen Einsätzen schon gut ausgelastet.
"Von Sommer zu Sommer nimmt die Falschparkerei zu und die Leute werden dreister", so Robert Lettenbauer von der Wasserwacht Tutzing.
Warum ist dieser Rettungsweg / Feldweg so wichtig?
Die Wasserrettungsstation Tutzing ist der zentrale Anfahrtspunkt für Landrettungsdienst, Flugrettungsdienst und nachrückende Wasserrettungseinheiten, da wegen des Bolzplatzes eine Landefläche zur Verfügung steht und durch den Rettungsweg und die Nähe zum Tutzinger Krankenhaus Patiententransport und Versorgung schnell dargestellt werden können. Darstellen - aber leider nicht sicherstellen, wie das vergangene Wochenende gezeigt hat. Ein Pkw konnte sich gerade noch an den Falschparkern vorbei quetschen, jedoch ein Rettungswagen war hier chancenlos.
Die Wasserwacht Tutzing hält eine mobile Schnelleinsatzgruppe mit Wasserrettungsnotfahrzeug und Geräteanhänger vor. Sie ist für Notlagen und Unfälle zum Beispiel am Deixlfurter See sowie an Weihern und Gewässern in der Umgebung eine strategisch wichtige Einheit. Zudem unterstützt sie größere Einsätze mit Tauchern, Ausrüstung und Personal. Diese Einheit ist auch beim Rettungsweg untergebracht - und sie hätte am Wochenende teilweise nicht ausrücken können.
Die Wasserrettung wird gerade an Wochenenden zu vielen Einsätzen gerufen. Wenn eine Mensch ertrinkt, muss schnelle Hilfe gewährleistet werden. Die Falschparker verhindern das!
Vielleicht hilft es wenn sich die Falschparker mal selber fragen: Wer soll ihr Kind, ihre Partnerin, ihren Partner oder ihre Freunde retten, wenn sie selber die Rettungseinfahrt zuparken?
In den vergeblichen Gesprächsversuchen kann man eine spezielle Falschparkergruppe nicht ausmachen. Mal war es eine Mutter mit Kindern, mal ein aufbrausender junger Mann, mal ein Älterer, der Ignoranz zur Schau stellte.
Nun haben wir erst Ende Juni und die Ferienzeit hat noch nicht einmal begonnen. Die Wasserwachtler schauen mit Sorge in die Zukunft, denn wenn es eine Besserung geben soll, muss das von anderer Stelle geregelt werden.
Es handelt sich um einen Rettungsweg. Somit muss jedem klar sein, dass nicht nur abgeschleppt werden kann, sondern dass Falschparken im Notfall eine Anzeige und ein Verfahren wegen Behinderung von Rettungskräften mit vorsätzlichen Charakter nach sich zieht.
Die Gemeindeverwaltung wurde informiert und um eine zeitnahen Lösung aufgefordert.
Wir möchten an alle Erholungssuchende appellieren, die Rettungszufahrten frei zu halten, auch wenn dies einen langen Fußmarsch bedeutet. Vielleicht brauchen Sie als nächster Verunfallter eher unsere Hilfe,als Sie glauben - und da wollen Sie auch nicht, dass wir erst mal die Wege frei räumen müssen.
Die Wasserwacht Tutzing hat sich unter anderem der Lebensrettung am und im Wasser verschrieben. Nicht der Parkplatzbetreuung...
Helfen Sie mit, und sprechen Sie falsch Parkende bitte mit an. Nett und höflich, empfehlen wir. Denn Aggression will keine
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Kommentare
soweit wir dies sehen konnten, haben die Autos noch nicht einmal ein Strafzettel bekommen.
Abschleppen ist fraglich wenn kein kommunaler vom Ordnungsamt oder Polizei zu Verfügung steht bzw. vor Ort ist.
Die Gemeindeverwaltung hat ihren Partner zur Parkplatzüberwachung schon angeschrieben. Uns liegt jedoch keine Rückantwort vor wie man dies zukünftig weiter verfolgt.
Abschleppen auf öffentlichen Flächen kann nur die Polizei oder Ordungsamt beauftragen.
Wir hoffen auf die Vernunft... Mehr kann die Wasserwacht nicht ausrichten.