Gleich bei drei Einsätzen war die Freiwillige Feuerwehr Tutzing am Freitag und in der Nacht zum Samstag gefordert. Der erste von ihnen war das geringste Übel - ein Fehlalarm in der Schlossstraße. Am Abend gab's Alarm wegen eines dreijährigen Buben, der einen Ring nicht mehr von seinem Finger abbekam. Und in der Nacht führte ein Zimmerbrand in der Kirchenstraße zu einem größeren Einsatz.
In die Schlossstraße wurde die Feuerwehr am frühen Freitagnachmittag gerufen. Dort war ein automatischer Brandmeldealarm ausgelöst worden. Doch nach einer kurzen Erkundung konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken. "Für die Feuerwehr gab's hier nichts zu tun", berichtete Kommandant Christoph Knobloch später, "es handelte sich um einen Täuschungsalarm."
Gegen 22 Uhr dann Alarm Nummer zwei durch die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck. Ein dreijähriger Bub hatte einen Ring am Finger, der nicht mehr abging. "Mutter und Kind kamen in die Notaufnahme des Krankenhauses Tutzing, wo wir zusammen mit dem Krankenhauspersonal den Ring entfernen konnten", berichtet Knobloch. Ein Arzt verwendete dafür einen so genannten Ringschneider (siehe Bild). Im Einsatz war die Tutzinger Feuerwehr mit Kommandowagen, Rüstwagen und fünf Einsatzkräften.
In der Nacht auf Samstag um 2.17 Uhr schließlich Alarm Nummer drei: Die Feuerwehr wurde zu einem Zimmerbrand mit Gefahr für eine Person in die Kirchenstraße gerufen. Sofort rückte der Löschzug aus, bestehend aus Kommandowagen, zwei Löschfahrzeugen, Drehleiter und Rüstwagen. Am Einsatzort war Rauchentwicklung zu erkennen, auch die Geräusche eines Rauchmelders waren zu hören. Ein Großteil der Bewohner war bereits außerhalb des Gebäudes.
29-Jähriger wollte sich in der Nacht ein paar Nudeln zubereiten
Die Ursache des Brandes hat die Polizei inzwischen ermittelt. Wie sie heute am frühen Nachmittag mitgeteilt hat, hatte sich ein 29-Jähriger in einem Mehrfamilienhaus in der Nacht ein paar Nudeln zubereiten wollen. Während sie auf dem Herd standen, schlief er allerdings ein - und schon war's passiert. Der Wasserdampf und das angebrannte Essen lösten den Rauchmelder aus. 18 Einsatzkräfte der Tutzinger Feuerwehr waren an Ort und Stelle, weitere sechs Einsatzkräfte waren im Feuerwehrhaus in Bereitschaft. Außerdem vor Ort waren die Polizei mit zwei Streifen und der Rettungsdienst mit zwei Rettungswägen und einem Notarzt.
"Der Biergenuss dürfte bei dem Vorfall eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben"
Die Feuerwehr musste die Wohnungstür mit Gewalt öffnen, berichtet die Polizei. Nach Angaben von Feuerwehrkommandant Knobloch wurde der Mann wohlauf vorgefunden, ins Freie gebracht und an den Rettungsdienst übergeben. Er hatte w0hl einige Flaschen Bier getrunken, so die Polizei. Doch er habe einen Atemalkoholtest verweigert. "Der Biergenuss dürfte bei dem Vorfall eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben", erklärt die Starnberger Inspektion im Polizeibericht. Es werde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach den Vorschriften über die Verhütung von Bränden eingeleitet. Die Wohnung wurde mit einem großen Gebläse belüftet. Durch den Rauch, so die Polizei, sei glücklicherweise keiner der Bewohner zu Schaden gekommen.

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